Diphtherie

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Diphtherie ist eine schwere Infektionskrankheit, die unbehandelt tödlich enden kann. Früher waren vor allem Kinder von dieser Krankheit bedroht, die durch Tröpfcheninfektion wie Niesen und Husten rasch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Typische Anzeichen sind Fieber, Atemnot und Krankhafte Atemgeräusche.

Inhaltsverzeichnis

Definition Diphtherie

Als Diphtherie wird eine Infektionskrankheit durch Bakterienbefall bezeichnet. Es handelt sich um das Bakterium Corynebacterium diphtheriae.

Die Besonderheit dieses Bakteriums ist allerdings, dass es nur ausbrechen kann, wenn es Toxine (Giftstoffe) produzieren kann. Toxine sind in der Lage die Stabilität von der Membran in den Zellen zu beeinflussen und somit eine Zerstörung dieser herbeizuführen.

Die Krankheit äußert sich immer lokal in den infizierten Bereichen des menschlichen Organismus und führt dort zu Entzündungen, die als Endresultat das Absterben des Gewebes zur Folge haben.

Ursachen für Diphtherie

Als Ursache für Diphtherie sind immer Erreger zu sehen, die eine Infektion herbeiführen. Der Erreger ist auch die Ursache dafür, dass Gift gebildet wird und die infizierten Zellen absterben lässt. Eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist dafür verantwortlich, dass der Erreger weitergegeben werden kann. Dies geschieht immer durch Niesen oder auch durch Husten.

Meist geht einer Diphtherie eine Erkältung voraus. Grundsätzlich sind aber die Toxine (Giftstoffe) die Ursache für den Ausbruch der Krankheit, denn die produzieren die Entzündung der oberen Luftwege und treiben diese akut voran. Sie schädigen dadurch auch die Schleimhäute und so entsteht die weißliche Pseudomembrane aus abgestorbenem Gewebe der geschädigten Zellen. So kommt es vermehrt zu den lebensbedrohlichen Atembeschwerden und es kommt nicht selten zu Schädigungen am Herzen und auch an den Nieren, an Nerven und an Gefäßen.

Symptome

Krankheitsverlauf Diphtherie

Der Verlauf einer Diphtherie geht mit flächigen Belägen einher, den oben genannten Pseudomembranen. Diese befinden sich grundsätzlich an den Mandeln, am Gaumen, dem Zäpfchen und auch an der Nasenschleimhaut. Bei einem sehr schwerem Verlauf der Diphtherie breiten sich die Beschwerdebilder sehr schnell aus und die Patienten klagen über starke Atemnot, infolge von hohem Fieber, Krupp und starkem Erbrechen.

Eine Lymphknotenschwellung ist auch eine häufige Erscheinung der Diphtherie, auch Leber- und Nierenschädigungen treten in manchen Fällen während des Verlaufs auf. Es kann auch zu Komplikationen kommen, wenn die Diphtherie nicht rechtszeitig behandelt wird, hierzu zählen auch eine Gaumensegellähmung und die Herzmuskelentzündung.

Behandlung von Diphtherie

Schon der reine Verdacht auf Diphtherie muss den behandelnden Arzt dazu veranlassen, eine geeignete Therapieform einzuleiten. Diesem stehen dabei verschiedene Therapieformen zur Verfügung, wie beispielsweise das Isolieren der erkrankten Patienten. Weiter wird mit einem Gegengift, dem Diphtherie-Antitoxin therapiert, welches bereits bei einem bestehenden Verdacht verabreicht werden sollte.

Die Therapie mit Antibiotika ist zwingend notwendig, wenn die vorhergehenden Therapieformen nicht mehr greifen sollten. Es wird in der Regel mit Penicillin oder auch mit Erythromycin behandelt, diese Medikamente sollen die Erreger abtöten und die Toxinbildung verhindern. Wenn die Luftröhre durch die akute Schleimbildung sehr stark angeschwollen sein sollte, wird die Atmung der Patienten stark eingeschränkt, hier wird dann mit der maschinellen Beatmung therapiert.

Hierzu müssen die Patienten allerdings in ein künstliches Koma versetzt werden. Jegliche Therapieformen dürfen auf keinen Fall zu früh beendet werden. Es gilt hier der Regelsatz, dass eine Behandlung des Krankheitsbildes Diphtherie nicht unter 50 Tagen liegen darf. Besonderes Augenmerk legen die behandelnden Ärzte immer auf das Herz, welches während der gesamten Therapie besonders überwacht wird. Diese kontinuierliche Bewachung ist deshalb von Nöten, weil trotz früh eingeleiteter Therapie, die Sterblichkeit auch heute noch zwischen fünf und zehn Prozent der Betroffene liegt.

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