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Husten

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 24. August 2014
Symptomat.deSymptome Husten

Husten bzw. Tussis ist das willkürliche oder aufgrund eines Hustenreizes über den Hustenreflex ausgelöste explosionsartige Ausstoßen von Luft, die dabei die Stimmritze mit öffnet. In der Regel liegt dabei ein Fremdkörper im Hals vor, der diesen Hustenreiz auslöst. Husten ist eine normale Reaktion des menschlichen Körpers, um den Hals, Luftröhre, Bronchien und die Lunge von Fremdstoffen zu reinigen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Husten?

Husten ist keine selbstständige Krankheit, sondern immer ein Symptom einer solchen. Zum einen husten Betroffene, weil ein Reiz den Hustenreflex auslöst.

Zum anderen kann das Husten aber auch willkürlich vonstattengehen, zum Beispiel um bei Vorhandensein von Schleim diesen zu lösen oder beim Kratzen Linderung zu verschaffen. Dies geschieht durch die Kontraktion von Muskeln, nachdem entsprechende Signale an das Gehirn übermittelt worden sind.

Die Aufgabe dieses Krankheitssymptoms besteht darin, die von fremdartigen Substanzen befallenen Atemwege von jenen zu befreien. Es besteht daher die Möglichkeit, dass beim Husten Schleim (Sputum) ausgestoßen wird. Bei einer Dauer von drei Wochen wird der Husten bereits als chronisch kategorisiert.

Ursachen für Husten

Die Ursachen für Husten finden sich zunächst in dem eingeatmeten oder selbst gebildeten Fremdstoffen. Dazu gehören Staub, Rauch oder Nahrungsreste. Diese reizen die Rezeptoren der Schleimhäute in der Luftröhre und Bronchien. Der dadurch entstehende Hustenreflex ist eine unwillkürliche Reaktion. Man kann jedoch auch bewusst Husten, um Fremdstoffe über die Atemwege auszuscheiden.

Neben diesen harmlosen Ursachen für das Husten gibt es aber auch eine ganze Reihe von Krankheiten bei denen das Husten als Symptom in Erscheinung tritt. Altbekannt sind diese Infekte der Antwege, wie Erkältung und diverse Lungenerkrankungen.

Den Husten selbst kann man in den plötzlichen Husten (akuter Husten) und den chronischen Husten aufgliedern. Als chronischen Husten bezeichnet man den Husten, der länger als drei Wochen auftritt. Zumeist haben Raucher diese Art des Hustens. Dabei kann Auswurf (Hustenschleim) über die Atemwege ausgeschieden werden. Ist der Auswurf eher eitrig gelber Natur, so handelt es sich zumeist um bakterielle Infekte als Hustenursache. Wird blutiger Hustenschleim erhustet oder ist der Husten gar blutig, so kann man von einem Hämoptoe (Bluthusten) ausgehen.

Diagnose und Verlauf bei Husten

Husten ist bekanntlich keine Krankheit, sondern immer ein Symptom anderer Krankheiten. Um den Husten richtig einordnen zu können, befragen Ärzte die Betroffenen in der Regel nach ihrer Lebensweise - so zum Beispiel nach ihrer Ernährung oder ihren gewöhnlichen Aufenthaltsorten. Das Röntgen der Lunge oder Blutuntersuchungen klären die Ursache des Hustens und definieren gleichzeitig seinen Schweregrad.

Der Verlauf des Hustens ist je nach Ursache und Krankheit verschieden. Der Husten ist beispielsweise bei einer Erkältung zu Beginn und am Ende meist trocken, während jener allerdings im Zusammenspiel mit Schleim eher feucht. Wie bei anderen Symptomen/Krankheiten wird der Husten nach anfänglichem Halskratzen mit der Zeit intensiver.

Krankenheiten mit Husten

Behandlung und Therapie von Husten

Husten und Auswurf gehören zu den häufigsten Erkältungssymptomen in Deutschland.

Zunächst sollte bedacht werden, ob der Husten überhaupt einer Behandlung bedarf. In der Regel ist plötzlicher Husten im Zuge einer Erkältung harmlos und klingt schon nach ca. einer Woche ab. Hält der Husten jedoch länger an oder ist er von Bluthusten begleitet, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Eine Mögliche Erkrankung wie Lungenentzündung oder Lungenkrebs sollte nun vom Arzt ausgeschlossen werden.

Der Arzt erkundigt sich, in welcher Weise der Husten auftritt und welche Beschwerden (Heiserkeit, Kopfschmerzen, Schnupfen, Halsschmerzen) damit einher gehen. Auch ist die Auskunft über die Art des Hustenschleims (Auswurf) und die Tageszeit des Hustens von Bedeutung. Auch mögliche Vorerkrankungen und Allergien sowie Unverträglichkeiten sollte abgeklärt werden. Auch die Lebensgewohnheit wie Rauchen und Arbeitsbedingungen sollten erwähnt werden.

Dann erfolgt eine Untersuchung des Rachens, des Halses und Oberkörper. Lungen und Herz werden mit einem Stethoskop abgehorcht. Besteht Verdacht auf eine Infektion, wird der Arzt auch Blut abnehmen lassen, um die Entzündungswerte untersuchen zu können. Ebenso wird der Hustenschleim auf Keime untersucht. Möglich ist auch eine Röntgen Untersuchung im Verdachtsfall.

Sollte immer noch Unklarheit über die Ursache des Hustens sein oder will der Arzt die Ergebnisse genauer untersuchen, so sind weitere Untersuchungen sinnvoll. Mögliche weitere Maßnahmen könnten sein: Gewebeuntersuchung (Biopsie), Spiegelung des Kehlkopfs, Spiegelung der Bronchien, Spülung der Bronchien, Computertomographie u.a..

Je nach abschließender Ursache wird der Husten bzw. die Krankheit, die zum Husten führt, behandelt. Für den harmlosen Husten einer Erkältung sind die altbekannten Hustentabletten (Lutschtabletten) oder der Hustensaft die Klassiker. Von diesen Medikamenten gibt es sowohl freiverkäufliche Mittel in der Apotheke als auch verschreibungspflichtige Arznei. Die Hustemittel unterscheidet man selbst in Hustenlöser und Hustenstiller.

Hustenlöser sind schleimlösend und fördern den Auswurf des Hustenschleims. Zusätzlich machen sie den Schleim flüssiger, der dann leichter abgehustet werden kann. Pflanzliche Alternativen sind hierbei Fechnel und Anisöl. Die hustenstillenden Medikamente sollen in erster Linie den Hustenreflex unterdrücken, die besonders bei trockenem Reizhusten hilfreich sind. Natürliche Alternativen sind ausreichend Getränke in Form von Wasser und Tees (Kamillentee, Fencheltee, Anistee und Salbeitee).

Weiterhin sollte man sich warm halten und schonen. Auch das Rauchen sollte komplett eingestellt werden. Trockene und staubige Luft sollte gemieden werden.

Vorbeugung von Husten

Husten, der nicht krankhaft bedingt sind, kann man durch ein gesundes Leben mit viel Bewegung, frischer Luft, gesunder Ernährung und den Verzicht auf Rauchen gut vorbeugen. Weiterhin sollte man, wenn möglich, nicht in luftverschmutzten Räumen oder Gebieten arbeiten und leben. Ein Mundschutz kann gegebenenfalls kurzfristig vorbeugend wirken.

Rezeptfreie Medikamente gegen Husten

Hier Informieren:


Hausmittel und Kräuter gegen Husten

  • Anis hilft gegen Blähungen, Hustenschleim, Asthma und Weißfluß und sorgt für guten Schlaf.
  • Hustentee bereite man wie folgt zu: je 5 Gramm Spitzwegerich, Lungenkraut, Huflattich, Wollblume, Aniskörner, Süßholz, Hibiskuswurzeln und 10 Gramm Isländisches Moos.
  • Ein weiterer Hustentee mache man aus einem halben Esslöffel Süßholz, einem halben Esslöffel Veilchenwurzeln, einem Esslöffel Eibischwurzeln, einem halben Esslöffel Huflattichblättern, einem halben Esslöffel Wollblumen und genauso viel Anis-Samen. Von dieser Mischung machen sie dann aus einem Teelöffel eine Tasse Tee. Am besten mit Honig süßen.
  • Gegen Husten hilft regelmäßiger Genuss von Apfelmost: Den Saft saurer Äpfel mit Zucker und Fenchel kochen und langsam einnehmen.
  • Bei Husten wirkt in leichteren Fällen Honigmilch sehr gut. Man löst einen Esslöffel Honig oder Fenchelhonig in einer Tasse heißer Milch. Man trinke morgens und abends je eine Tasse so heiß wie möglich.
  • Fichtennadelhonig ist ein gutes, schleimlösendes Hustenmittel. Die Blüten der Fichte werden dazu mit Zucker angesetzt.
  • Fliederblüten sind sehr schweißtreibend, fiebersenkend und wirken bei Husten und Erkältung.

  • Malventee ist ein gutes Mittel gegen Schnupfen und Husten.
  • Huflattich wirkt appetitanregend und hilft bei Husten, Verschleimung und Heiserkeit.
  • Bei hartnäckigen Husten abgekochten Majorantee mit Honig süßen und schluckweise morgens, mittags und abends trinken. Dies ist insbesondere für Kinder geeignet.

Bücher über Husten

Dr. Nonnenmacher zum Thema Husten

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