Hustensaft
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Hustensaft sind Arzneimittel, die oral verabreicht werden, um die Hustensymptome zu lindern. Es handelt sich dabei zumeist um ein sirup- oder saftähnliches Mittel. Dabei ist zu unterscheiden in Hustensaft, der hustenstillend und in solchen der sekretlösend wirkt. Der hustenstillende Hustensaft wird bei unproduktivem Hustenreiz eingesetzt und soll diesen unterdrücken. Bei festsitzendem Schleim wird auf sekretlösenden Hustensaft zurückgegriffen.
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Hustensaft bei Husten, Erkältung und Bronchitis
Im Falle einer Atemwegserkrankung versucht sich die Lunge auf diese Art von dem anfallenden Schleim zu befreien. Regelmäßiges Husten ist jedoch sehr nervenaufreibenden, stört den Schlaf und ist auch nicht immer produktiv. Aus diesen Gründen kann es sinnvoll sein, Hustensaft einzunehmen. Der Hustensaft kann abhängig von den verschiedenen Inhaltsstoffen eine unterschiedliche Wirkung haben.
Da Erkrankungen der Atemwege häufig durch Bakterien verursacht werden ist eine keimhemmende Wirkung sehr vorteilhaft. Zur Verhinderung eines ständigen Hustenreizes sollte ein Hustensaft mit krampflösender Bestandteile gewählt werden. Da mit einem Husten häufig eine Entzündung der Atemwege einhergeht, kann zur Behandlung der Entzündung auch ein entzündungslindernder Hustensaft eingesetzt werden.
Leidet der Betroffene unter zähem Schleim, der sich nur schlecht oder gar nicht abhusten lässt, ist schleimverflüssigender Hustensaft, der das Abhusten fördert, anzuraten.
Aufgrund der vielseitigen Einsatzgebiete von Hustensaft, findet er bei nahezu allen Erkrankungen der Atemwege Verwendung. Unabhängig davon, ob es sich beispielsweise um Pseudokrupp, Keuchhusten, eine akute [[Bronchitis, einem grippalen Infekt oder eine simple Erkältungskrankheit handelt, können durch Hustensaft die Symptome gelindert werden.
Pflanzlicher, natürlicher und pharmazeutischer Hustensaft
Bei Hustensaft gibt es verschiedene Arten. Es ist zu unterscheiden in Hustensaft auf natürlicher, pflanzlicher, homöopathischer und chemisch-pharmazeutischer Basis.
Hustensaft auf natürlicher Basis macht sich die natürlichen hustenreizlindernden Eigenschaften verschiedener Stoffe, wie beispielsweise Fenchelhonig oder Sud aus gezuckerten Zwiebeln zu nutze. Pflanzlicher Hustensaft greift auf die positiven Eigenschaften verschiedener Pflanzen zurück. So hat zum Beispiel Eibisch, Huflattich, Spitzwegerich, Malve und Isländisches Moos eine hustenreizlindernde Wirkung. Im Gegensatz dazu kann Thymian, Efeu und Süßholz zur Lösung des Sekretes verwendet werden.
Homöopathische Mittel hingegen versuchen den Körper zu stimulieren sich selbst zu helfen. Daher sollte homöopathischer Hustensaft nur genommen werden, bis sich der Husten gelöst hat. Je nach Art des Hustens kann hier auf Bryonia, Pulsatilla, Belladonna und ähnliches zurückgegriffen werden.
Chemisch-pharmazeutischer Hustensaft versucht sich die Kraft künstlich hergestellter Stoffe zu nutze zu machen. So werden in den meisten rezeptfreien Hustensäften Dextromethorphan, kurz DXM, verwendet. DXM hat eine stark hustenstillende Wirkung.
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Risiken und Nebenwirkungen von Hustensaft
Bei homöopathischem Hustensaft können gelegentlich Unverträglichkeiten auftreten. Auch bestehende Schilddrüsenüberfunktionen können sich verstärken. Das Mittel ist in diesem Fall abzusetzen.
Auf chemische Art erzeugter Hustensaft kann verschiedene Nebenwirkungen wie beispielsweise Müdigkeit, Schwindel, Juckreiz, Übelkeit oder Erbrechen haben.
Bereits die rezeptfreien Hustensäfte können in hoher Dosierung zu Herzrhythmusstörungen und Halluzinationen führen. Es sollte daher auch bei rezeptfreien Hustensaft auf die Dosierungsanleitung geachtet werden.
Bücher über Husten
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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