Lungenkrebs

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 15. August 2017
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Lungenkrebs oder Bronchialkarzinom ist eine lebensgefährliche und schwerwiegende Krebserkrankung. Hauptsächlich erkranken Raucher an diesem Tumor. Erste Anzeichen für Lungenkrebs sind Atemnot, starker Husten und Brustschmerzen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Lungenkrebs?

Lungenkrebs bzw. Bronchialkarzinom ist eine bösartige Krebserkrankung in der Lunge. Dabei kommt es vor allem zu einer unkontrollierten und entarteten Vermehrung von Zellen der Bronchien oder Atemwege. Diese zerstören dann im Verlauf das gesunde Gewebe, was letzten Endes häufig zum Tod des Betroffenen führt.

Medizinisch lässt sich der Lungenkrebs in zwei Formen unterscheiden: 1. Das kleinzellige Bronchialkarzinom sowie das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom. Die der nicht-kleinzellige Lungenkrebs entsteht zumeist lokal begrenzt in der Lunge und bildet seltener Metastasen.

Von Lungenkrebs befallene Lungenbläschen (Alveolen) im Ausschnitt gekennzeichnet. Klicken, um zu vergrößern.

Daher ist hier die Heilungschance bedeutend höher als bei kleinzelligem Lungenkrebs. Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs lässt sich wiederum in Plattenepithelkarzinome, Adenokarzinome und Großzellige Bronchialkarzinome unterscheiden.

Obwohl die kleinzellige Bronchialkarzinome seltener sind, ist ihre Wirkung für den Menschen weit gefährlicher. Sie sind sehr aggressiv und wachsen sehr schnell. Außerdem bilden sie schon frühzeitig Metastasen. Lungenkrebs kommt in Deutschland sehr häufig vor. Fast jede dritte Tumorekrankung ist ein Bronchialkarzinom. Allerdings sind die Betroffenen meist älter als 60 Jahre. Männer erkranken im Schnitt doppelt so oft an Lungenkrebs, als Frauen.

Ursachen

Die Hauptursachen für Lungenkrebs sind Rauchen und das Einatmen von krebserregenden Stoffen, Dämpfen und Gasen im Berufsleben und Alltag. Dabei stellt das Rauchen mit ca. 90% die größte Ursache für Lungenkrebs dar. Beim Rauchen werden hunderte krebserregender Stoffe inhaliert, sodass ein regelmäßiger Raucher eine 40mal höhere Chance hat an Lungenkrebs zu erkranken. Aber auch das Passivrauchen stellt ein enormes Risiko dar und sollte auf keinen Fall unterschätzt werden.

Am zweithäufigsten kommen krebserregende Stoffe der Umwelt, des Berufslebens und des Alltages in Betracht. Auch wenn mit ca. 5 Prozent der Anteil dieser Gruppe recht gering erscheint, treten diese Fälle immer wieder auf. Vor allem folgende Stoffe können durch Einatmung zu Lungenkrebs führen:

  • Asbest, Asbeststaub
  • Radioaktive Stoffe
  • Nickel in Modeschmuck
  • Schmutz im Zement (Chrom 6 Verbindungen)
  • Benzol im Benzin

Weitere Ursachen sind: Lungennarben in Folge einer Lungenentzündung oder Verletzung, Genetische bzw. erbliche Vorbelastung durch an Lungenkrebs erkankte Familienmitglieder.

Typische Symptome & Anzeichen

Infogramm zu den verschiedenen Lungenerkrankungen und deren Merkmale, Anatomie und Lage. Klicken, um zu vergrößern.

Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf von Lungenkrebs lässt sich in drei Stufen darstellen. Als erstes kommt es zur Inhalation bzw. Kontakt mit krebserregenden Stoffen, wie Nikotin, Asbest oder Teer. Danach kommt es in der Folge zur Schädigung der Lungenzellen und Atemwege. Hierbei wird vor allem das Erbgut der Zellen verändern oder geschädigt. Nach einer meist mehrjährigen Ruhephase (Latenzzeit bis zu 30 Jahren) fanken die genetisch veränderten Zellen der Lunge oder Atemwege an zu wachsen und vermehren sich rasch. Dabei kommt es dann zu den typischen Tumoren bzw. Geschwülsten der Lungenkrebserkrankung.

Bisher ist die Prognose an Lungenkrebs zu sterben überaus groß. Dennoch kann eine Heilung erfolgen, wenn der Lungenkrebs rechtzeitig erkannt wird. Weiterhin spielen auch Art des Tumors und Alter und Geschlecht eine maßgebliche Rolle. Frauen haben in der Regel größere Chancen zu genesen. Dennoch sind die durchschnittlichen Überlebenschancen mit rund 30 Prozent relativ gering. Unbehandelter Lungenkrebs führt zumeist innerhalb von 6 Monaten zum Tod.

Komplikationen

In den meisten Fällen führt der Lungenkrebs zum Tode des Patienten oder zu einer deutlich verringerten Lebenserwartung. Auch die Lebensqualität wird durch diese Erkrankung deutlich eingeschränkt, sodass die Betroffenen an einem starken Husten und weiterhin auch an einer Atemnot leiden. Weiterhin führt die Atemnot nicht selten zu einer verringerten Belastbarkeit und zu einer Müdigkeit des Patienten. Die Betroffenen fühlen sich abgeschlagen und leiden dabei auch an Brustschmerzen.

Weiterhin führt der Lungenkrebs auch zu einer Gewichtsabnahme und zu einer Appetitlosigkeit. Die Patienten leiden auch nicht selten an Fieber und an einem Hustenschleim. Auch der Alltag wird eingeschränkt, da körperlich anstrengende Tätigkeiten in der Regel nicht mehr durchgeführt werden können. Eine Selbstheilung tritt dabei nicht ein und der Lungenkrebs führt dabei in den meisten Fällen nach ungefähr einem Jahr zum Tode des Patienten, wenn dieser nicht behandelt wird.

Je früher der Krebs diagnostiziert wird, desto höher sind auch die Überlebenschancen des Patienten. Bei der Behandlung wird ein Teil der Lunge entfernt. Hierbei kann es bei einer Chemotherapie zu verschiedenen Nebenwirkungen kommen. Im schlimmsten Falle breiten sich die Metastasen in andere Bereiche des Körpers aus und können auch dort zu Krebs führen. Dadurch wird die Lebenserwartung des Betroffenen erheblich verringert.

Behandlung & Therapie

Eine Therapie bei Lungenkrebs ist nicht nur ratsam sondern lebensnotwendig, da sonst die Überlebenschancen bei null stehen. Daher ist es wichtig einen Lungenkrebs zu früh wie möglich zu entdecken und mit der Behandlung zu beginnen.

Zum Einsatz kommen, je nach Stadium der Erkrankung, die Entfernung des Krebsgewebes durch eine Operation und/oder Chemotherapie sowie Strahlentherapie.

Wird bei der Operation ein nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom erfolgreich entfern, stehen die Chancen auf Heilung güstig.

Haben sich jedoch schon Metastasen (Tochtergeschwülste) ausgebreitet, so ist kaum noch von einer Heilung auszugehen. Das Ziel der Strahlentherapie ist es, Metastasen zu zerstören bzw. die Bildung neuer zu verhindenrn.

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Quellen

  • Bungeroth, U.: BASICS Pneumologie. Urban & Fischer, München 2010
  • Preiß, J. et al.(Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Zuckschwerdt, München 2014
  • Schaberg, T. et al.: Pneumonien. Thieme, Stuttgart 2001

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