Tumor
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Im umgangssprachlichen Gebrauch wird die Bezeichnung Tumor häufig mit Krebs verwechselt. Ein Tumor kann zu Krebs führen, muss aber nicht. Krebs ist ein bösartiges Wachstum, das zunächst vom Tumor ausgeht.
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Was ist ein Tumor?
Mit dem Begriff Tumor können Entzündungszeichen, Wasseransammlungen oder Zysten benannt werden. Im engeren Sinne bedeutet ein Tumor jedoch eine entweder bösartige oder gutartige Neubildung von Körpergeweben auf der Grundlage einer Fehlsteuerung und Fehlregulierung der Prozesse, welche für das gesunde Wachstum von Zellen verantwortlich sind.
Tumore führen bei unbehandeltem Verlauf zu einer mehr oder minder starken Beeinträchtigung des Organismus und können durch Krebs und der damit verbundenen Bildung von Tochterzellen zur Geschwulst eine Todesursache darstellen.
Ursachen für Tumore
Da sich Tumore zunächst organspezifisch ausbilden, können sowohl für den Körper allgemein als auch speziell diese Organe ungesunde Auslöser und Faktoren zur Bildung des Tumors beitragen. Die ungesunde Lebensweise eines Menschen, die aus überwiegend fettiger, stark gebratener Nahrung, zu wenig pflanzlicher Kost sowie einem übermäßigen Genuss von Alkohol und Nikotin besteht, kann beispielsweise in einigen Organen wie dem Magen, dem Nasen-Rachenraum und in den Atmungsorganen zur Bildung von Tumoren führen.
Darüber hinaus begünstigen ein erhöhtes Körpergewicht und eine Einschränkung der Herz-Kreislauftätigkeit die Entstehung von Tumoren, da das Immunsystem des Köpers geschwächt werden kann. Weiterhin gibt es eine Vielzahl äußerer Einflüsse. Dies können verschiedene chemische und für das Tumorwachstum auslösend wirkende Substanzen sein, die sich in der Nahrung, dem Wasser oder in der Umgebungsluft befinden.
Tumore im Magen basieren hauptsächlich auf einer nitrosaminreichen Nahrung und der Aufnahme von Nikotin. Darüber hinaus tragen radioaktive Strahlen sowie einige Arzneistoffe und Hormone zur Begünstigung von Tumoren bei.
Behandlung und Therapie von Tumoren
Tumore werden unmittelbar am Ort ihrer Entstehung und in Abhängigkeit von ihrer Art, ob sie gutartig oder bösartig sind, sowie nach dem Umfang der Ausprägung behandelt. In Frage kommen unterschiedliche Therapieformen, die nicht immer unabhängig voneinander durchgeführt werden. Grundsätzlich wird sofort bei der Erkennung des Tumors meist eine operative Entfernung vorgenommen.
Im Anschluss daran sind in Abhängigkeit verschiedener Faktoren eine Bestrahlung mit Ionenstrahlen hilfreich oder eine sogenannte Poly- oder Chemotherapie. Häufig werden zur Sicherheit die Maßnahmen aufeinander abgestimmt und kombiniert. Einige Tumore besitzen ganz spezifische Eigenheiten, sodass sich in diesem Zusammenhang eine Immuntherapie als erfolgreich erwiesen hat.
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Vorbeugung von Tumoren
In diesem Rahmen fallen das Abtasten der weiblichen Brust, Früherkennungsuntersuchungen ab dem entsprechenden Risikoalter sowie Arztbesuche bei untypischen Beeinträchtigungen und Schmerzen. Vorsorgeuntersuchungen sind in umfangreicherem Maße anzuraten, wenn sich familiäre Häufungen in Bezug auf Tumore gezeigt haben.
Sportlicher Bewegung in regelmäßiger Ausführung wird ebenfalls als prophylaktsich wirksam gegen einen Tumor bechrieben. Außerdem stärkt die Beegung und der Aufenthalt an frischer Luft das Immunsystem, was gleichsam durch eine gesunde Ernährung erzielt werden kann.
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Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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