Chemotherapie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. September 2017
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Unter einer Chemotherapie versteht man die die Behandlung mithilfe von sogenannten Zytostatika, welche in der Lage sind, bösartige Tumore, beziehungsweise Krebszellen in ihrer Vermehrung zu stoppen und sogar zu deren Absterben führen können. Diese Substanzen können bei Krebserkrankungen, also bösartigen Tumoren, angewendet werden. Vor allem bei Krebs, der sich im ganzen Körper ausbreiten kann, ist eine Chemotherapie eine sinnvolle Behandlungsmethode. Da die Chemotherapie meist jedoch starke Nebenwirkungen mit sich bringt, ist sie für den Körper des Patienten eine enorme Herausforderung.

Inhaltsverzeichnis

Anwendung

Zu den Anwendungsgebieten der Chemotherapie zählen verschiedene Krebserkrankungen wie zum Beispiel Brustkrebs oder Darmkrebs. Da die Zytostatika im ganzen Körper wirken können, verwendet man sie vor allem bei Krebs, der schon in mehrere Organe gestreut hat, obwohl der eigentliche Krebs an einer lokalen Stelle liegt.

Durch die Chemotherapie wurden schon viele Patienten vollständig geheilt, auch bei Leukämie oder Lymphdrüsenkrebs, welche sehr aggressive Krebsarten sind da sie sich im gesamten Körper befinden und das Immunsystem enorm schwächen. Man bezeichnet diese Art der Behandlung als kurative Therapie. Die vollständige Heilung durch die Chemotherapie kann aber auch an lokalen Tumoren herbeigeführt werden (z.B. Hodenkrebs).

Die Chemotherapie wird auch bei schon fortgeschrittenem Krebs angewendet, wenn sich schon Tumore in den Lymphknoten und anderen Organen gebildet haben. Diese Metastasen sollen mithilfe der Therapie gehemmt werden, um eine höhere Lebenserwartung zu erreichen. Bei beispielsweise Prostata-, Lungen- oder Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium hat die Chemotherapie meist nur noch das Ziel der Linderung, was als palliative Therapie bezeichnet wird.

Eine Chemotherapie ist eine Behandlung mit Hilfe von sogenannten Zytostatika, welche in der Lage sind, bösartige Tumore, beziehungsweise Krebszellen in ihrer Vermehrung zu stoppen und sogar zu deren Absterben führen können.

In der heutigen Zeit geschieht der Ablauf der Chemotherapie meist ambulant, jedoch in mehreren Intervallen. Während eines solchen Behandlungszyklus werden dem Patienten die Medikamente in Form von Infusionen, Spritzen oder Tabletten verabreicht. Da die Krebszellen zu den schnell wachsenden Zellen gehören, werden diese sofort von den Zytostatika angegriffen, aber leider auch gesunde Zellen, wie beispielsweise Schleimhautzellen (zählen auch zu den schnell wachsenden Zellen). In den Pausen zwischen den Zyklen kann der Körper sich erholen und im besten Fall das gesunde Gewebe wieder erneuern. Die Behandlung gilt als erfolgreich, wenn sich krebsartiges Gewebe nicht gewachsen ist, sich verkleinert oder vollständig verschwunden ist.

Nebenwirkungen & Gefahren

Da die Medikamente nicht nur bösartige Tumorzellen, sondern auch gesunde Zelle angreifen, kommt es bei einer Chemotherapie meist zu einigen Nebenwirkungen, welche für den Körper eine große Belastung darstellen. Zu den ebenfalls angegriffenen Zellen zählen vor allem die Haarwurzelzellen, die Schleimhautzellen und die blutbildenden Zellen in Knochenmark.

Zu den Nebenwirkungen zählen vor allem Übelkeit (oft mit Erbrechen verbunden), Haarausfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Blutarmut oder Störung der Blutgerinnung, Störung der Organe und ein erhöhtes Risiko für Infektionen. Das Auftreten der Nebenwirkung kann sehr unterschiedlich sein: einige können bereits nach einigen Stunden oder Tagen auftreten, manche erst nach Monaten oder sogar Jahren. Die Nebenwirkungen prägen sich je nach Dosis und der Dauer der Chemotherapie unterschiedlich stark aus.

Auch die physische und psychische Verfassung des Patienten spielt hierbei eine entscheidende Rolle, wie er mit der Krankheit umgeht und ob er einem Heilungseffekt positiv entgegen blickt. Viele der auftretenden Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie sind mittlerweile schon reduzierbar, in dem zusätzlich therapeutische Maßnahmen angewendet werden.

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Quellen

  • Preiß, J. et al.(Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Zuckschwerdt, München 2014
  • Sauer, R.: Strahlentherapie und Onkologie. Urban & Fischer, München 2009
  • Seeber, S.: Therapiekonzepte Onkologie. Springer, Berlin 2007

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