Darmkrebs

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Darmkrebs, Kolorektales Karzinom oder auch Kolonkarzinom ist eine Krebserkrankung des Darms. Im Besonderen des Dickdarms oder Mastdarms, eher seltener im Dünndarm oder Analbereich. Typische frühe Symptome sind Blut im Stuhl und Schmerzen in der Darmgegend. Ohne Behandlung endet die Krankheit zumeist tötlich.

Inhaltsverzeichnis

Definition Darmkrebs

Darmkrebs kann in jedem der drei Darmbereiche entstehen. Dazu gehören der Dickdarm, Dünndarm und der Analbereich. Der Dickdarm selbst besteht zusätzlich aus dem Mastdarm bzw. Enddarm, dem Blinddarm und dem Grimmdarm. Dabei kann der Darmkrebs bzw. Tumor aus der Darmschleimhaut entstehen.

Am häufigsten kommt der Darmkrebs im Dickdarm (Kolonkarzinom) oder Enddarm bzw. Mastdarm (Rektumkarzinom) vor. Eher selten bilden sich Tumore im Dünndarm und im Analbereich.

Darmkrebs tritt weiterhin zumeist bei älteren Menschen ab dem 40. Lebensjahr auf. Je höher das Alter, desto höher ist die Gefahr an Darmkrebs zu erkranken. Jährlich erkranken in Deutschland jedoch nur ca. 0,045 Prozent der Bevölkerung an diesen bösartigen Darmgeschwülsten.

Ursachen für Darmkrebs

Die Ursachen für Darmkrebs lassen sich in der Regel in drei Faktoren einordnen.

1. Familiäre bzw. vererbare Ursachen

2. Chronische Darmerkrankungen

3. Ernährung

4. Lebensweise

Erbliche und genetische Ursachen:

Bei den erblichen Ursachen für Darmkrebs kommen vor allem Gendefekte, also Fehler in den Erbanlagen in Betracht. Dabei spielen bestimmte Risikosyndrome eine maßgebliche Rolle: Gardner-Syndrom, familiäre adenomatöse Polyposis (FAP), Lynch-Syndrom und das Peutz-Jeghers-Syndrom. Diese vererbaren Risikofaktoren nennt man auch hereditäre Prädisposition.

Chronische Darmerkrankungen:

Zu den chronischen Darmkrankheiten zählen vor allem Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Diese Krankheiten können schon in jungen Jahren auftreten und sich zu chronischen Darmerkrankungen entwickeln. Besondere Kennzeichen hierfür sind zumeist ständiger Durchfall und Blut im Stuhl

Ernährung:

Ebenso kann eine Ernährung mit vielen Fetten und wenig Ballaststoffen die Entstehung von Darmkrebs begünstigen. Auch eine salzreiche Kosten (z.B. Pökelfleisch, Salzstangen, Geräuchertes) ist für einen Darmkrebs mit verantwortlich.

Lebensweise:

Neben einer schlechten Ernährung kommt auch oft eine schlechte Lebensweise einher. So sind vor allem Bewegungsmangel, Rauchen und Übergewicht für die Entwicklung von Tumoren und speziell von Darmkrebs ursächlich.

Typische Symptome bei Darmkrebs

Krankheitsverlauf Darmkrebs

Der Verlauf von Darmkrebs ist abhängig davon, ob er frühzeitig erkannt wird oder nicht. Je frühzeitiger der Darmkrebs behandelt wird, desto besser sind die Prognosen. So gesehen hängt die Heilungschance vom Stadium der Tumorerkrankung ab. Haben sich bereits Metastasen gebildet oder andere Organe bereits von der Krebserkrankung betroffen, so verschlechtert sich die Aussicht auf eine vollständige Genesung.

Komplikationen, die im Rahmen einer Darmkrebserkrankung auftreten können sind: Blutarmut (Anämie), innere Blutungen, Schmerzen beim Stuhlgang (Darmverschluss), Darmdurchbruch und Bauchfellentzündung (Peritonitis). Bei den letzten drei Erkrankungen muss sofort eine Operation erfolgen.

Behandlung von Darmkrebs

Die Therapie bzw. Behandlung von Darmkrebs erfolgt zumeist, je nach Stadium des Krebses, durch eine Kombination aus Chemotherapie, Strahlentherapie und Operation. Dabei soll eine Operation den Darmkres verkleinen oder entfernen. Daraufhin erfolgt dann die Strahlen- bzw. Chemotherapie. Sie dient vor allem zum Abtöten der übrig gebliebenen Krebszellen. Eine Strahlentherapie erfolgt dabei örtlich und eine Chemotherapie bekämpft auch Metastasen im ganzen Körper.

Ist der Darmkrebs sehr weit fortgeschritten ist eine Heilung zumeist nicht mehr möglich. Dennoch können moderne Behandlungsmethoden, vor allem innerhalb der Chemotherapie, und Medikamente die Überlebenschancen vergrössen bzw. verlängern. Ebenso soll hierbei die allgemeine Lebensqualität verbessert werden.

Die bei der Darmkrebstherapie eingesetzten Medikamente sowie die Chemotherapie birgt zum Teil auch starke Nebenwirkungen in sich. Haupsächlich kommen dabei Haarausfall, Durchfall und Appetitlosigkeit als unerwünschte Begleiterscheinungen vor. Diesen Nebenwirkungen verschwinden nach einer erfolgreichen Therapie jedoch wieder rasch.

Weitere moderne Behandlungsverfahren sind: Lasertherapie und Wärmetherapie. Näheres dazu erfahren sie von ihrem behandelndem Arzt.

Vorbeugung von Darmkrebs

Sind keine erblichen oder genetischen Erkrankungen vorhanden, so kann man dem Darmkrebs recht gut vorbeugen. Hauptsächlich sollte bei der Vorbeugung eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung und Sport sowie eine gesunde und ballaststoffreiche Ernährung im Mittelpunkt stehen. Fettreiches Essen, Rauchen, viel Alkohol und wenig Bewegung sind zu vermeiden.

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