Bauchschmerzen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Wahrscheinlich jeder Mensch hat in seinem Leben bereits einmal oder mehrmals Bauchschmerzen gehabt. Deshalb gehören Bauchschmerzen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Neben den Bauchschmerzen gibt es aber auch Magenschmerzen und Unterleibsschmerzen, die vom Patienten nicht selten verwechselt werden. Meist treten Bauchschmerzen im Zuge von Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall auf.
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Was sind Bauchschmerzen?
Bauchschmerzen treten in unterschiedlichen Formen auf: So können Bauchkoliken auftreten oder auch allgemeine, dumpfe Schmerzen, die die gesamte Bauchregion betreffen. Manchmal sind begleitende Beschwerden festzustellen, zu denen Fieber, Durchfall, Verstopfungen sowie Blähungen oder sogar Erbrechen und bei schwer wiegenden Fällen Blutungen gehören, wobei in letzterem Fall umgehend der Arzt aufgesucht werden muss. Bei Bauchschmerzen kommt es in der Regel zu einer alarmierenden Verhärtung der Bauchdecke.
Neben den Bauchschmerzen können Betroffene aber auch an Magenschmerzen oder Unterleibsschmerzen leiden.
Ursachen für Bauchschmerzen
Häufig entstehen Bauchschmerzen durch Stress und bei dem Burnout-Syndrom. Hier liegen die Ursachen dann im psychosomatischen Bereich und haben etwas mit dem Alltag und dem Beruf der Betroffenen zu tun.
Aber auch ernsthaftere Krankheiten strahlen auf die Bauchregion aus und sind somit als Warnsignal zu verstehen. Beispielsweise können Herzerkrankungen oder Schädigungen der Milz, Leber und auch Speiseröhre sowie Durchblutungsstörungen des Darms, Polypen oder Gallensteine Bauchschmerzen verursachen.
Bauchschmerzen werden ebenfalls durch Darmkrebs oder akute Krankheiten wie der Blinddarmentzündung oder Gastritis (Magenschleimhautentzündung) ausgelöst - insofern müssen langanhaltende und häufig wiederkehrende oder sich steigernde Bauchschmerzen genau untersucht werden.
Bei der Untersuchung, der so genannten Anamnese, wird der Bauchraum abgetastet und nach Wölbungen hin untersucht, was ein Hinweis auf einen Leistenbruch sein kann. Blutdruck und Puls sowie Temperatur werden gemessen, aber auch Magen- und Darmspiegelung oder Ultraschalluntersuchung sowie Computertomographie können als Instrument eingesetzt werden.
Krankheiten mit Bauchschmerzen
- Typhus
- Magen Darm Grippe
- Reizdarm
- Pilzvergiftung
- Cholera
- Gallensteine
- Magengeschwür
- Reizmagen
- Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
- Zwölffingerdarmgeschwür
- Lebensmittelvergiftung
- Bauchfellentzündung
- Cholestase
- Salmonellenvergiftung (Salmonellose)
- Colitis ulcerosa
- Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
- Darmverschluss (Ileus)
- Darmentzündung (Enteritis)
Behandlung und Therapie von Bauchschmerzen
Die Behandlung von Bauchschmerzen kann je nach Ursache sehr unterschiedlich ausfallen.
Selbstmedikationen bekämpfen höchstens erste Symptome und sollten nicht ohne Rücksprache mit dem Hausarzt eingenommen werden.
Sollten die Bauchschmerzen durch Wärme, Ruhe und Entspannungsübungen oder Schonkost nicht aufhören, muss nach weiteren Ursachen gesucht werden.
Bei einer Behandlung sollte deshalb auf jeden Fall - insbesondere bei starken Bauchschmerzen - ärztlicher Rat gesucht werden, vor allem auch, um schwerwiegende Erkrankungen wie zum Beispiel Herzerkrankungen oder Darmkrebs auszuschließen oder gegebenenfalls zu behandeln.
In solchen Fällen reichen Hausmittel natürlich nicht mehr aus. Dann sind Medikamente, Bestrahlungen oder auch operative Maßnahmen notwendig.
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Vorbeugung von Bauchschmerzen
Generell wird der Ernährung bei der Pflege des Magen-Darm-Trakts die größte Bedeutung von Ärzten beigemessen. Auch die Art und Weise, wie man Nahrung zu sich nimmt, hat Auswirkungen: So sollte das Essen nicht hinunter geschlungen werden, sondern langsam und gut gekaut aufgenommen werden. Yoga oder generell Sport beugt Ursachen von Bauchschmerzen vor, die etwa durch Durchblutungsstörungen hervorgerufen werden.
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Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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