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Bauchschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. August 2014
Symptomat.deSymptome Bauchschmerzen

Wahrscheinlich jeder Mensch hat in seinem Leben bereits einmal oder mehrmals Bauchschmerzen gehabt. Deshalb gehören Bauchschmerzen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Neben den Bauchschmerzen gibt es aber auch Magenschmerzen und Unterleibsschmerzen, die vom Patienten nicht selten verwechselt werden. Meist treten Bauchschmerzen im Zuge von Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall auf.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Bauchschmerzen?

Bauchschmerzen gehören zu den am häufigsten akut oder chronisch auftauchenden Schmerzen. Da Bauchschmerzen durch ganz unterschiedliche Faktoren hervorgerufen werden können, sind sie oftmals eine große Herausforderung für die ärztliche Diagnostik. Ärzte sprechen in ihrer Fachsprache von abdominellen Beschwerden oder Abdominalschmerzen.

Bauchschmerzen treten in unterschiedlichen Formen auf: So können Bauchkoliken auftreten oder auch allgemeine, dumpfe Schmerzen, die die gesamte Bauchregion betreffen. Manchmal sind begleitende Beschwerden festzustellen, zu denen Fieber, Durchfall, Verstopfungen sowie Blähungen oder sogar Erbrechen und bei schwer wiegenden Fällen Blutungen gehören, wobei in letzterem Fall umgehend der Arzt aufgesucht werden muss. Bei Bauchschmerzen kommt es in der Regel zu einer alarmierenden Verhärtung der Bauchdecke.

Neben den Bauchschmerzen können Betroffene aber auch an Magenschmerzen oder Unterleibsschmerzen leiden. Bauschmerzen lassen sich in Unterbauchschmerzen und Oberbauchschmerzen nochmal untergliedern.

Ursachen für Bauchschmerzen

Bauchschmerzen sind keine Krankheit, sondern deuten lediglich auf Krankheiten hin. Die Ursachen von Bauchschmerzen können ganz unterschiedlich sein, denn alle im Bauchraum liegenden Organe des Menschen können für die Schmerzen verantwortlich sein. Relativ harmlos sind Bauchschmerzen, wenn sie durch bestimmte, unverträgliche Lebensmittel ausgelöst werden. Solche Nahrungsunverträglichkeiten können Hinweis auf eine Allergie, auf verdorbene Lebensmittel, aber auch einen Überkonsum von Nahrung oder sogar Hunger sein.

Häufig entstehen Bauchschmerzen durch Stress und bei dem Burnout-Syndrom. Hier liegen die Ursachen dann im psychosomatischen Bereich und haben etwas mit dem Alltag und dem Beruf der Betroffenen zu tun.

Aber auch ernsthaftere Krankheiten strahlen auf die Bauchregion aus und sind somit als Warnsignal zu verstehen. Beispielsweise können Herzerkrankungen oder Schädigungen der Milz, Leber und auch Speiseröhre sowie Durchblutungsstörungen des Darms, Polypen oder Gallensteine Bauchschmerzen verursachen.

Bauchschmerzen werden ebenfalls durch Darmkrebs oder akute Krankheiten wie der Blinddarmentzündung oder Gastritis (Magenschleimhautentzündung) ausgelöst - insofern müssen langanhaltende und häufig wiederkehrende oder sich steigernde Bauchschmerzen genau untersucht werden.

Bei der Untersuchung, der so genannten Anamnese, wird der Bauchraum abgetastet und nach Wölbungen hin untersucht, was ein Hinweis auf einen Leistenbruch sein kann. Blutdruck und Puls sowie Temperatur werden gemessen, aber auch Magen- und Darmspiegelung oder Ultraschalluntersuchung sowie Computertomographie können als Instrument eingesetzt werden.

Krankheiten mit Bauchschmerzen

Diagnose und Verlauf bei Bauchschmerzen

Bauchschmerzen stellen keine eigenständige Krankheit dar, sondern sind immer ein Symptom einer Erkrankung. Um diese zu diagnostizieren, muss der Arzt mit dem Patienten ein Gespräch führen (Anamnese). Fragen zu den Bauchschmerzen sowie zu bisherigen Krankheiten gehören dazu. In der Folge muss zudem der Körper untersucht werden.

Relativ simpel ist dabei die Palpation, bei der mit den Händen der Bauch abgetastet wird. Das Abhören mit dem Stethoskop (Auskultation) ist ebenso möglich. Mit Ultraschall- und Blutuntersuchungen sowie Darm- und Magenspiegelungen können weitere Erkenntnisse gewonnen werden.

Verschiedene Arten von Bauchschmerzen führen zu unterschiedlichen Verläufen. Sehr gut lokalisierbare Bauchschmerzen (somatisch) sind oftmals brennend und scharf, während weniger gut lokalisierbare (viszeral) krampfartig und dumpf wahrgenommen werden. Ein langsamer Anstieg der Intensität ist beim Entzündungs-Bauchschmerz zu beobachten.

Behandlung und Therapie von Bauchschmerzen

Bauchschmerzen treten häufig bei |Magen-Darm-Beschwerden auf.

Die Behandlung von Bauchschmerzen kann je nach Ursache sehr unterschiedlich ausfallen.

Selbstmedikationen bekämpfen höchstens erste Symptome und sollten nicht ohne Rücksprache mit dem Hausarzt eingenommen werden.

Sollten die Bauchschmerzen durch Wärme, Ruhe und Entspannungsübungen oder Schonkost nicht aufhören, muss nach weiteren Ursachen gesucht werden.

Bei einer Behandlung sollte deshalb auf jeden Fall - insbesondere bei starken Bauchschmerzen - ärztlicher Rat gesucht werden, vor allem auch, um schwerwiegende Erkrankungen wie zum Beispiel Herzerkrankungen oder Darmkrebs auszuschließen oder gegebenenfalls zu behandeln.

In solchen Fällen reichen Hausmittel natürlich nicht mehr aus. Dann sind Medikamente, Bestrahlungen oder auch operative Maßnahmen notwendig.

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Vorbeugung von Bauchschmerzen

Man kann eine ganze Reihe von Ursachen für Bauchschmerzen selbst ausschließen. Um psychosomatische Beschwerden vorzubeugen, ist eine ausgeglichene Lebensführung, gesunde und ausgewogene Ernährung (viel Obst und Gemüse, frische Lebensmittel, wenig schwer verdauliche und fettige oder zu viele, zu heiße und zu kalte Speisen) hilfreich.

Generell wird der Ernährung bei der Pflege des Magen-Darm-Trakts die größte Bedeutung von Ärzten beigemessen. Auch die Art und Weise, wie man Nahrung zu sich nimmt, hat Auswirkungen: So sollte das Essen nicht hinunter geschlungen werden, sondern langsam und gut gekaut aufgenommen werden. Yoga oder generell Sport beugt Ursachen von Bauchschmerzen vor, die etwa durch Durchblutungsstörungen hervorgerufen werden.

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