Darmpolypen
Darmpolypen oder Adenome können in der Darmschleimhaut entstehen. Sie sind gutartige Verwölbungen, die meist nicht größer als ein paar Millimeter werden. Nur selten erreichen sie die Größe von einigen Zentimetern. Obwohl Darmpolypen zunächst nicht gefährlich sind, sollten sie vom Arzt untersucht und behandelt werden, denn sie können auch als Wucherungen des Drüsengewebes bösartig werden. Beschwerden treten meist erst auf, wenn die Darmpolypen eine bestimmte Größe erreicht haben.
Inhaltsverzeichnis |
Definition Darmpolypen
Darmpolypen, die über viele Jahre lang weiter wachsen und dabei größer werden, können sich in bösartige Geschwulste umwandeln. Darmpolypen können einzeln auftreten oder zu mehreren und sind verschiedenartig an der Darmschleimhaut befestigt.
Die Wachstumsgeschwindigkeit der gutartigen Adenome ist mit maximal einem Millimeter sehr langsam. Ab einer bestimmten Größe können Darmpolypen zu bösartigen Karzinomen werden, wenn sie nicht entfernt werden.
Ursachen für Darmpolypen
Sind die Darmpolypen erblich bedingt, so gelten Polyposis, das Gardner-, das Cowden- und das Peutz-Jeghers Syndrom als Ursachen. Polyposis ist eine familiär bedingte adenomatöse Erkrankung, die auf einem Gendefekt beruht. Darmpolypen, die durch das Gardner-Syndrom entstehen, finden ihre Ursache ebenfalls in einem Gendefekt und lösen in diesen Fällen in fast allen Fällen auch Darmkrebs aus.
Darmpolypen und vermehrte braune Fleckenbildung an den Extremitäten und im Mund sind Anzeichen der Ursache Peutz-Jeghers-Syndrom. Erblich bedingt sind Darmpolypen beim Cowden-Syndrom und treten oft in Zusammenhang mit Schilddrüsen- und Brustkrebs auf.
Symptome
Bei den meisten Darmpolypen spüren die Betroffenen keine Beschwerden bzw. Symptome. Erst wenn die Polypen größeren Ausmaßes sind, können Beschwerden eintreten. Dazu gehören vor allem:
Krankheitsverlauf Darmpolypen
Darmpolypen sind zunächst völlig unauffällig. Deshalb kann im Älterwerden eine Darmuntersuchung Aufschluss darüber geben, ob Darmpolypen vorhanden sind. Wer an Durchfall oder Verstopfung leidet oder öfter unter Bauchschmerzen leidet, sollte sich Darmuntersuchungen unterziehen, da dies möglicherweise Hinweise auf Darmpolypen sein können.
Wenn Blut und Schleim im Stuhl bemerkt werden oder der Stuhl schwarz gefärbt ist, können auch diese Anzeichen für die Darmpolypen sein. Darmpolypen wachsen unsichtbar und treten ab 50 Jahren vermehrt auf, wobei Frauen weniger von den Darmpolypen betroffen sind als Männer. Deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland eingeführt worden, die als rektale Untersuchung mit dem Finger ihren Anfang nehmen. Bei Blut im Stuhl kann mit einem Hämoccult-Test abgeklärt werden, ob die Ursache Darmpolypen sind.
Rezeptfreie Medikamente bei Magen-Darm-Krankheiten
Hier Informieren:
Behandlung von Darmpolypen
Im Falle erblich bedingter Darmpolypen und bei großen Darmpolypen wird statt der Endoskopie eine Operation angewandt. Wurden einmal Darmpolypen entdeckt und entfernt, ist es relativ wahrscheinlich, dass nach einigen Jahren erneut mit Darmpolypen zu rechnen ist. Insofern gehört zur Therapie von Darmpolypen der Faktor Ernährung, der ursächlich die Entstehung von Darmpolypen fördert.
Im Falle von Darmpolypenbildung kann also der Patient selbst sehr viel dafür tun, dass sich keine weiteren Darmgeschwulste entwickeln. Eine gesunde und ausgwogene Ernährung sorgt dafür, dass Darmpolypen gar nicht erst entstehen.
Bücher über Darmpolypen
Ihre Meinung zum Thema
