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Salmonellenvergiftung (Salmonellose)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Eine Salmonellenvergiftung wird in der Medizin auch als Salmonellose oder Salmonellen-Enteritis bezeichnet. Wie der Name selbst bereits ausdrückt, handelt es sich bei dieser Erkrankung um eine Vergiftung bzw. Entzündung des Magen-Darm-Traktes durch Salmonellenbakterien. Die Symptome ähneln einer Magen-Darm-Grippe und können daher leicht unterschätzt werden. Eine ärztliche Behandlung ist dringend anzuraten, besonders bei Kindern und älteren Menschen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Salmonellenvergiftung (Salmonellose)

In der warmen Jahreszeit steigt immer wieder die Anzahl der Erkrankungen mit Salmonellenvergiftung. Die Salmonellenvergiftung, auch als Salmonellose bezeichnet, ist die häufigste lebensmittelbedingte Infektionskrankheit in Deutschland.

Der Magen-Darm-Trakt wird durch das Eindringen von Salmonellen gestört. Diese stäbchenförmigen Bakterien kommen in zahlreichen Arten vor. Etwa 120 verschiedenen Arten verursachen beim Menschen die Salmonellenvergiftung. Abhängig von der Bakterienart zeigt die Salmonellenvergiftung ein jeweils anderes Krankheitsbild. Die Bakterien gelangen durch verdorbene Nahrungsmittel in den Körper.

Doch nicht alle aufgenommenen Bakterien führen zu einer schweren Salmonellenvergiftung. Dagegen tritt eine verhältnismäßig kurze Krankheitsdauer von ein bis zwei Tagen sehr häufig auf.

Ursachen für Salmonellenvergiftung

Fest steht, dass die Ursache der Salmonellenvergiftung eine Infektion durch verdorbene Lebensmittel ist. Bei geeigneten Temperaturen finden die Salmonellen besonders bei Geflügel, Fleisch, Eierspeisen und Milchprodukten einen guten Nährboden. Einige Arten sind selbst durch Kochen nicht zu vernichten.

Salmonellen sind auch über mehrere Monate lebensfähig. Selbst beim Einfrieren von Speisen sterben sie nicht ab und können nach dem Auftauen immer noch eine Salmonellenvergiftung hervorrufen. Sie vermehren sich recht schnell und gelangen so in großer Menge beim Verzehren befallener Speisen in den Körper.

Die Magensäure vernichtet mit ihrer keimtötenden Wirkung eine große Anzahl der Salmonellen. Bei Kindern oder älteren Menschen ist weniger Magensäure vorhanden. Daher sind besonders diese Gruppen gefährdet und erleiden selbst bei einer geringen Salmonellenanzahl eine schwere Salmonellenvergiftung. Bei der Salmonellenvergiftung wandern die Bakterien in den Darm und setzen sich in der Darmschleimhaut fest. Sie schädigen diese, indem sie Bakteriengift ausscheiden. Die Krankheit kann bereits nach wenigen Stunden ausbrechen.

Typische Symptome und Anzeichen bei Salmonellenvergiftung

Krankheitsverlauf Salmonellenvergiftung (Salmonellose)

Salmonellenvergiftung

Die Salmonellenvergiftung beginnt mit allgemeinen Beschwerden, wie Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen.

Hinzu kommen Bauchkrämpfe und Durchfälle. Eine schwere Salmonellenvergiftung ist von Brechdurchfällen und Fieber begleitet. Bei schwerem Verlauf der Salmonellose kann es auch zu Schüttelfrost kommen. Die Betroffenen fühlen sich schon in kurzer Zeit schwer krank.

Durch die Störung der Darmfunktion entsteht ein Mangel im Wasserhaushalt und im Elektrolythaushalt des Körpers. So kann die Salmonellenvergiftung auch die Herzfunktion und die Temperaturregelung beeinflussen.

Das kann zu Blutdruckabfall und sogar bis zum Kollaps führen. Während sich gesunde und jüngere Menschen nach einigen Stunden Unwohlsein wieder erholen, kann eine Salmonellenvergiftung bei Kindern und älteren Betroffenen auch tödlich enden.

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Behandlung von Salmonellenvergiftung

Die Behandlung einer Salmonellenvergiftung ist vorrangig darauf ausgerichtet, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und den Mineralstoffhaushalt wieder zu stärken. Der Erkrankte soll ausreichend Flüssigkeit trinken. Diese kann leicht gesüßt oder auch leicht gesalzen sein.

Als Maßstab gilt, dass die Flüssigkeit maximal wie Tränenflüssigkeit schmecken darf. Wenn der Körper bereits stark ausgetrocknet ist, hilft auch eine Elektrolytlösung aus der Apotheke. Bei starkem Erbrechen während der Salmonellenvergiftung darf der Kranke die Flüssigkeit nur in kleinen Mengen zu sich nehmen. Während der Behandlung der Salmonellenvergiftung sind die Kreislauffunktionen des Erkrankten gut zu überwacht. Um den Darm zu entlasten, bekommt der Kranke nur leichte Nahrung, wie klare Suppen, Zwieback oder geriebener Apfel. Dadurch wird auch die natürliche Darmtätigkeit wieder angeregt.

Die Gabe von Medikamenten gegen Übelkeit und Erbrechen sowie stopfende Medikamente können den Krankheitsverlauf etwas lindern. Bei schwerem Krankheitsverlauf einer Salmonellenvergiftung können auch Antibiotika eingesetzt werden. Dadurch dauert allerdings das Ausscheiden der Salmonellen aus dem Körper länger und der Krankheitsverlauf verzögert sich.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Monika kommentierte am 27.09.2011 um 13:23 Uhr

Guten Tag

Ich hatte zweimal eine Salmonellenvergiftung und beide Male sehr starken Schüttelfrost während der ersten Nacht, bzw. in einem Fall während der ersten beiden Nächte. Das typische Symptom Schüttelfrost fehlt in Ihrer Beschreibung.

Freundliche Grüsse
Monika

Symptomat kommentierte am 27.09.2011 um 15:16 Uhr

Liebe Monika. Vielen Dank für Ihren Hinweis auf den Schüttelfrost. Schüttelfrost kommt meist nur bei einem schweren Verlauf der Salmonellenvergiftung vor. Wir haben es dennoch gleich, der Vollständigskeitshalber, hinzugefügt.

gabriella kommentierte am 11.10.2011 um 15:45 Uhr

Mein Tochter hatte nach einer schweren Salmonellenvergiftung Gelenkschmerzen, ähnlich wie Arthritis. Kann mir jemand etwas dazu sagen? Bin wirklich sehr dankbar.

Marcus kommentierte am 22.10.2011 um 07:57 Uhr

Meine Salmonellen-Vergiftung dauert jetzt schon eine Woche an. Sie ist begleitet von Magenschmerzen und Darmkrämpfen. Die Darmkrämpfe setzten kurz vor dem Toilettengang ein und sind wärend des Stuhlgangs mit Bauchschmerzen verbunden. Der Durchfall war teilweise schon fast füssig und in kurzen Abständen.

Jessy kommentierte am 14.12.2011 um 22:15 Uhr

Hallo kann mir einer helfen? Ich habe von Sonntag früh 10h bis Montag früh 2.30h durchgängig gebrochen mit leichten Durchfall.
Seit Dienstag grummelt mein Magen nur noch und ich muss fast alle 30min oder kürzer immer auf die Toilette und habe Durchfall aber eigentlich mehr Wasser.
Dazu kommt noch das mir drüselig im Kopf ist und auch Kopfschmerzen habe ich bzw. es ist mir auch öfter wieder schlecht und mein Temperatur ist auch sehr heiß. Kann es eine solche Salmonellenvergiftung sein oder doch ein Magen-Darm Virus?

Ria kommentierte am 26.04.2012 um 20:43 Uhr

Mein Mann und ich haben nach dem Essen von panierten Schweinelendchen eine Salmonellose bekommen, mit all den typischen Symptomen. Das Fleisch war vorher vakuumverpackt und niemals aus der Kühlung. Kann die Vergiftung durch das einzige Ei für die Panade gekommen sein? Wie kann ich das in Zukunft verhindern? Ich gebe unsererer Hündin jeden zweiten Tag ein rohes Ei. Kann sie davon auch Salmonellose bekommen, wenn das Ei befallen war?

akinom kommentierte am 10.09.2013 um 10:08 Uhr

Wie lange kann eine schwere Salmonellenvergiftung dauern?

Claudia kommentierte am 12.11.2013 um 19:36 Uhr

Meine Tochter (9) hat seit Ende September Salmonellen im Stuhl und immer noch nach fettiger Nahrung Bauchweh sowie nach dem Aufstehen. Manchmal ist ihr übel und sie bricht.
Das Gesundheitsamt hat dies der Schule gemeldet nach den Informtionen des Labors, diese fühlt sich aber weiter nicht zuständig. Die Kinderärztin wundert sich darüber und sagt, Stuhlproben erfreuen allenfalls das Labor und wenn ich drauf bestehe, soll ich in 4 Woche wieder eine bringen.
Meine Tochter sieht krank aus und fällt in der Schule durch ihr Unwohlsein auf. Schonkost bringt etwas Linderung; vielleicht war es ein Fehler, das ein Arzt ihr zu Anfang gleich ein Antibiotika gegen Magen-Darm-Infektionen gab. Ich mache mir große Sorgen darüber, wie ich der Kleinen helfen kann. Haben Sie einen Rat für mich? Danke!