Reizmagen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Ein Reizmagen oder auch funktionelle Dyspepsie ist eine Erkrankung des Magens. Hierbei kommt es zu einer Funktionsstörung, wobei durch äußere und innere Reize eine krankhafte Veränderung innerhalb des Magens auftreten kann. Typische Anzeichen für einen Reizmagen sind Völlegefühl, Magenschmerzen im Oberbauch, Übelkeit und gelegentlich auch Erbrechen. Die genauen Ursachen sind bisher noch nicht restlos geklärt. Man geht jedoch hauptsächlich von psychischen Ursachen und Belastungen aus.
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Definition Reizmagen
Auch ein erhebliches Völlegefühl, selbst bei wenig Nahrungsaufnahme, deutet bei wiederholtem Auftreten auf einen Reizmagen hin. Begleitsymptome können Blähungen, häufiges Aufstoßen, Übelkeit oder Sodbrennen sein.
Ursachen für Reizmagen
Auch Theophyllin bei Lungenerkrankungen, Bisphosphonate bei Osteoporose oder Kortikosteroide und andere Entzündungshemmer, die als Schmerzmittel eingesetzt werden, können bei Langzeitgebrauch Auslöser für einen Reizmagen sein, der Behandlungsbedarf erfordert. Manchmal liegt der Grund für einen Reizmagen auch im psychischen Bereich, z.B. wenn andauernder Stress den Betroffenen belastet oder Krisensituationen ihn überfordern.
Ein Reizmagen kann aber auch in manchen Fällen erstes Anzeichen für ein Magengeschwür und in seltenen Fällen von Magenkrebs sein. Das bedeutet, dass das erste oder unerwartete Auftreten eines Reizmagens durchaus Alarmzeichen sein und Anlass geben sollte für weitere Untersuchungen.
Symptome
Krankheitsverlauf Reizmagen
Charakteristisch für den Krankheitsverlauf beim Reizmagen ist eine Verstärkung der Schmerzen bei Anstrengung, übermäßiges Schwitzen sowie eine immer größere Empfindlichkeit beim Berühren oder Abtasten der Bauchdecke.
Gelegentlich kommen starke Schluckbeschwerden, Gewichtsverlust oder gastrointestinale Blutungen hinzu. In solchen Fällen ist bei einem Reizmagen das umgehende Aufsuchen eines Arztes angezeigt. Die Prognose bei Reizmagen ist im Allgemeinen gut. Jedenfalls besteht bei Menschen mit Reizmagen kein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Geschwürs oder einer bösartigen Magenerkrankung.
Behandlung von Reizmagen
Patienten, die jünger als 55 Jahre sind, können bei einem Reizmagen in der Regel ohne weitere Examination behandelt werden. Allenfalls eine Infektion mit Helicobacter pylori sollte ausgeschlossen werden. Bei Personen in einem Alter von mehr als 55 Jahren empfiehlt sich eine gastrointestinale Endoskopie des oberen Abdominalbereiches, um ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür bzw. andere seltene bösartige Erkrankungen auszuschließen, ebenso bei medikamenteninduzierten Reizmagen.
Die Behandlung beim Reizmagen richtet sich nach der genauen Erscheinungsform der Beschwerden, also danach, ob diese funktionaler oder subjektiv empfundener, unangenehmer Art sind. Protonenpumpen-Inhibitoren (PPIs) wie Omeprazol oder Pantoprazol bieten in der Regel rasche Abhilfe bei Sodbrennen, einem Hauptsymptom bei Reizmagen. H2-Antagonisten wie Cimetidin oder auch simple Kautabletten mit dem Wirkstoff Simeticon helfen bei Blähungen und Völlegefühl. Mit freiverkäuflichen Präparaten, die Ranitidin enthalten, lässt sich unangenehmen Erscheinungen wie Aufstoßen, Reflux oder Magenübersäuerung begegnen. Manchmal genügen auch bewährte Kräuter und Hausmittel wie Pfefferminze, Kümmel und Anis, um einem Reizmagen wirkungsvoll entgegenzutreten.
Rezeptfreie Medikamente gegen Reizmagen
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Vorbeugung von Reizmagen
Merke: Wichtig beim Reizmagen ist zu unterscheiden, ob es sich um eine harmlose Symptomatik handelt, die mit oder ohne ärztlichen Rat relativ leicht in den Griff zu bekommen ist, oder ob eine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt, wie beispielsweise eine Gastritis. Einer akuten oder chronischen Entzündung des Magens bzw. Verdauungstrakts, die eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika erforderlich macht.
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