Unterleibsschmerzen
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Unterleibsschmerzen können bei beiden Geschlechtern auftreten. Bei Frauen können Unterleibsschmerzen jedoch auf andere Krankheiten hinweisen als beim Mann. So treten Unterleibsschmerzen bei der Frau häufiger im Rahmen von Menstruationsbeschwerden auf.
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Definition Unterleibsschmerzen
Unterleibsschmerzen können krampfartig auftreten und dabei recht heftige Schmerzen verursachen, was die häufigste Form ist. Gelegentlich sind sie aber auch leicht und deuten dann meist auf einen harmlosen Gesundheitszustand hin.
Bei Männern weisen die Schmerzen im Unterleib eher auf Entzündungen der Prostata hin. Aber auch geschlechtsübergreifende Krankheiten oder Gesundheitsstörungen können für die Unterleibsschmerzen verantwortlich sein.
Ursachen für Unterleibsschmerzen
Frauen kennen Unterleibsschmerzen, die einmal im Monat auftreten und die Regelblutung begleiten oder sogar ankündigen. Einige Tage vor dem Beginn der Menstruation setzen Unterleibsschmerzen ein, die sehr leicht sein, aber auch eine erhebliche Stärke entwickeln können. In schweren Fällen machen sie Frauen für einen oder mehrere Tage arbeitsunfähig, da sie von Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufproblemen begleitet sind.
Einseitige, starke Schmerzen sind daher ein Fall für die Notaufnahme. Weniger erheblich sind leichte bis mittelschwere Unterleibsschmerzen, die beispielsweise Magen-Darm-Probleme begleiten. Sie können auf beginnenden Durchfall hindeuten, können aber auch für Verstopfungen stehen. Im Regelfall werden sich diese Unterleibsschmerzen von alleine lösen, sobald die Magen-Darm-Probleme vorbei sind oder man auf der Toilette gewesen ist.
Krankheiten mit Unterleibsschmerzen
- Regelschmerzen (Dysmenorrhö)
- Leistenbruch
- Nierenbeckenentzündung
- Morbus Crohn (chronische Darmentzündung)
- Blinddarmentzündung
- Prostataentzündung (Prostatitis)
- Darmkrebs
Behandlung von Unterleibsschmerzen
Unterleibsschmerzen durch die Regelblutung sind in den meisten Fällen leicht zu behandeln. Betroffene Frauen brauchen ein einfaches, frei erhältliches Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol, die Schmerzen sollten sich bald darauf geben. Wenn das nicht hilft, sollten sich Frauen eine stärkere Dosierung vom Arzt verschreiben lassen. Nur in sehr wenigen Fällen sind die Unterleibsschmerzen so stark, dass sie sich durch gängige Schmerzmittel nicht mehr behandeln lassen und durch die Pille unterdrückt werden müssen - in extrem seltenen Fällen muss eine Hysterektomie durchgeführt werden, um Linderung zu verschaffen.
Operativ beendet werden Unterleibsschmerzen auch dann, wenn es sich um eine Blinddarmentzündung handelt: Das betroffene Organ muss umgehend operativ entfernt werden, da es andernfalls platzen und eine lebensbedrohliche Sepsis verursachen kann. Unterleibsschmerzen durch Magen-Darm-Beschwerden sind hingegen harmlos und werden häufig unbehandelt gelassen, da die Magen-Darm-Probleme ebenfalls von alleine wieder verschwinden.
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Vorbeugung von Unterleibsschmerzen
Zur Vorbeugung von Magen-Darm-Beschwerden, die Unterleibsschmerzen nach sich ziehen, sollte man versuchen, auf eine gesunde Ernährung zu achten, die viele Ballaststoffe und frische Zutaten, aber dafür nur etwas Fett in Maßen beinhaltet. Ebenso kann regelmäßiges Joggen, Gymnastik und Yoga vorbeugendwirken. Die Unterleibsschmerzen werden hierdurch seltener auftreten, da die Verdauungstätigkeit reguliert ist.
Die Blinddarmentzündung ist jedoch eine Ursache der Unterleibsschmerzen, der sich gar nicht vorbeugen lässt. Einige Menschen bekommen nie Probleme, bei anderen treten sie aus unbekannten Ursachen auf.
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