Eierstockzyste
Eine Eierstockzyste oder Ovarialzyste ist eine flüssigkeitsgefüllte Blase am Eierstock (Ovar). Sie wird medizinisch als Ovarialzyste bezeichnet. E
Definition Eierstockzyste
Eine Eierstockzyste ist eine Blase am Eierstock, welche Flüssigkeit enthält. Sie kann einen Durchmesser von 1-10 cm haben. Zyste ist der medizinische Begriff für eine Geschwulst, welche innen hohl und mit Flüssigkeit gefüllt ist.
Eierstockzysten bilden sich direkt am Eierstock. Die weiblichen Eierstöcke liegen links und rechts der Gebärmutter im Unterbauch.
Ursachen für Eierstockzyste
Auch Endometriose (Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut) kann zur Bildung von Eierstockzysten führen. Der Grund für Retentionszysten (Retention = Zurückhalten) ist eine Ansammlung von Sekret, welches durch Verstopfung nicht abfließen kann.
Die Retentionszysten, die an den Eierstöcken entstehen, sind meist die sogenannten Dermoidzysten. Sie enthalten eine ölige Flüssigkeit und verschiedenes Zellgewebe. Sie kommen hauptsächlich bei jungen Frauen vor. Diese Art von Eierstockzysten ist eine Fehlbildung und ist angeboren.
Typische Symptome bei Eierstockzysten
Diagnose und Verlauf bei Eierstockzyste
Eine Eierstockzyste macht keine Beschwerden solange sie klein ist und nicht auf andere Organe drückt. Solch eine kleine Zyste wird meist zufällig bei einer gynäkologischen Routineuntersuchung entdeckt. Wächst die Eierstockzyste, so kann sie Schmerzen im Unterbauch verursachen. Auch Schmierblutungen, häufiger Harndrang, Beschwerden bei der Darmentleerung, Rückenschmerzen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr der Frau sind möglich.
Der monatliche Zyklus kann gestört sein und unregelmäßig verlaufen, auch verursachen Eierstockzysten manchmal stärkere Schmerzen bei der Regelblutung. Um eine Diagnose stellen zu können, wird der Arzt zunächst den Bauch von außen abtasten, sowie eine vaginale Tastuntersuchung durchführen.
Mit einer Ultraschalluntersuchung kann ein eventueller Tastbefund bestätigt werden. Hat sich bei älteren Frauen, die sich bereits in den Wechseljahren befinden, eine Eierstockzyste gebildet, so wird das Blut bezüglich eines Tumormarkers untersucht, um einen bösartigen Tumor ausschließen zu können.
Behandlung von Eierstockzyste
Manchmal werden hormonelle Medikamente wie die Anti-Baby-Pille verschrieben, um die Eierstockzyste schrumpfen zu lassen. Erst wenn sie weiter wächst und so groß wird, dass sie auf andere Organe drückt, wird sie operativ entfernt. Eierstockzysten, die bei älteren Frauen nach dem Klimakterium auftreten, sollten genau untersucht werden. Dazu entnimmt der Arzt mittels einer Laparoskopie, das heißt durch kleine Einschnitte in der Bauchdecke und unter Kontrolle mit einer Kamera, Gewebe aus der Eierstockzyste und lässt es im Labor untersuchen.
Die Patientin ist während des Eingriffs in Vollnarkose. Ist das Gewebe bösartig, so wird die Zyste operativ entfernt. Bei Eierstockzysten, die durch Endometriose verursacht wurden, wird zunächst eine hormonelle Therapie versucht. Sollte diese nicht anschlagen, so wird der Arzt auch diese Eierstockzysten operativ in einer Laparoskopie entfernen.
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Vorbeugung von Eierstockzyste
Eine Vorbeugung ist bei Dermoidzysten nicht möglich, da sie angeboren sind. Bei funktionellen Eierstockzysten wäre eine hormonelle Vorbeugung denkbar. Da diese Eierstockzysten jedoch harmlos sind und sich in der Regel selbst zurückbilden, wäre die Belastung für den Körper durch hormonelle Präparate größer als die Beeinträchtigung, die durch die Bildung einer Eierstockzyste entsteht.
Werden die Zysten durch Endometriose verursacht, so wirken die bei der Behandlung verabreichten Hormone nicht nur therapierend, sondern gleichzeitig als Prophylaxe. Das heißt, die Hormone lassen die bestehenden Zysten schrumpfen und verhindern zusätzlich die Neubildung von Eierstockzysten.
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