Eierstockzyste

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. September 2014
Symptomat.deKrankheiten Eierstockzyste

Eine Eierstockzyste oder Ovarialzyste ist eine flüssigkeitsgefüllte Blase am Eierstock (Ovar). Sie wird medizinisch als Ovarialzyste bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Definition Eierstockzyste

Eierstockzysten bzw. Ovarialzysten entstehen häufig durch hormonelle Veränderungen im Körper und bilden sich oft von selbst zurück. Nur wenn sie so groß werden, dass sie Schmerzen verursachen oder auf andere Organe drücken, oder als bösartig diagnostiziert werden, müssen sie operativ entfernt werden.

Eine Eierstockzyste ist eine Blase am Eierstock, welche Flüssigkeit enthält. Sie kann einen Durchmesser von 1-10 cm haben. Zyste ist der medizinische Begriff für eine Geschwulst, welche innen hohl und mit Flüssigkeit gefüllt ist.

Eierstockzysten bilden sich direkt am Eierstock. Die weiblichen Eierstöcke liegen links und rechts der Gebärmutter im Unterbauch.

Ursachen für Eierstockzyste

Man unterscheidet zwei Arten von Eierstockzysten: die funktionelle Eierstockzyste und die Retentionszyste. Jede dieser Zysten hat eine andere Ursache. Die funktionelle Eierstockzyste ist die häufigere Art. Sie entsteht durch hormonelle Schwankungen, welche entweder durch eine fehlgesteuerte Hormonproduktionen im Körper oder durch eine therapeutische Hormonbehandlung verursacht werden.

Auch Endometriose (Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut) kann zur Bildung von Eierstockzysten führen. Der Grund für Retentionszysten (Retention = Zurückhalten) ist eine Ansammlung von Sekret, welches durch Verstopfung nicht abfließen kann.

Die Retentionszysten, die an den Eierstöcken entstehen, sind meist die sogenannten Dermoidzysten. Sie enthalten eine ölige Flüssigkeit und verschiedenes Zellgewebe. Sie kommen hauptsächlich bei jungen Frauen vor. Diese Art von Eierstockzysten ist eine Fehlbildung und ist angeboren.

Typische Symptome bei Eierstockzysten

Diagnose und Verlauf bei Eierstockzyste

Die Anatomie der weiblichen Geschlechts- und Fortpflanzungsorgane zeigt deutlich die betroffenen Eierstöcke.

Eine Eierstockzyste macht keine Beschwerden solange sie klein ist und nicht auf andere Organe drückt. Solch eine kleine Zyste wird meist zufällig bei einer gynäkologischen Routineuntersuchung entdeckt. Wächst die Eierstockzyste, so kann sie Schmerzen im Unterbauch verursachen. Auch Schmierblutungen, häufiger Harndrang, Beschwerden bei der Darmentleerung, Rückenschmerzen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr der Frau sind möglich.

Der monatliche Zyklus kann gestört sein und unregelmäßig verlaufen, auch verursachen Eierstockzysten manchmal stärkere Schmerzen bei der Regelblutung. Um eine Diagnose stellen zu können, wird der Arzt zunächst den Bauch von außen abtasten, sowie eine vaginale Tastuntersuchung durchführen.

Mit einer Ultraschalluntersuchung kann ein eventueller Tastbefund bestätigt werden. Hat sich bei älteren Frauen, die sich bereits in den Wechseljahren befinden, eine Eierstockzyste gebildet, so wird das Blut bezüglich eines Tumormarkers untersucht, um einen bösartigen Tumor ausschließen zu können.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: N83.2 Sonstige und nicht näher bezeichnete Ovarialzysten) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Behandlung von Eierstockzyste

Die Behandlung einer Eierstockzyste ist abhängig von der Art der Zyste. Bei jungen Frauen sind Eierstockzysten meist harmlose funktionelle Zysten, die sich in der Regel von selbst wieder zurückbilden. Man wartet zunächst ab und beobachtet, wie sich die Zyste entwickelt und ob sie sich wieder verkleinert und ganz verschwindet.

Manchmal werden hormonelle Medikamente wie die Anti-Baby-Pille verschrieben, um die Eierstockzyste schrumpfen zu lassen. Erst wenn sie weiter wächst und so groß wird, dass sie auf andere Organe drückt, wird sie operativ entfernt. Eierstockzysten, die bei älteren Frauen nach dem Klimakterium auftreten, sollten genau untersucht werden. Dazu entnimmt der Arzt mittels einer Laparoskopie, das heißt durch kleine Einschnitte in der Bauchdecke und unter Kontrolle mit einer Kamera, Gewebe aus der Eierstockzyste und lässt es im Labor untersuchen.

Die Patientin ist während des Eingriffs in Vollnarkose. Ist das Gewebe bösartig, so wird die Zyste operativ entfernt. Bei Eierstockzysten, die durch Endometriose verursacht wurden, wird zunächst eine hormonelle Therapie versucht. Sollte diese nicht anschlagen, so wird der Arzt auch diese Eierstockzysten operativ in einer Laparoskopie entfernen.

Rezeptfreie Medikamente gegen Frauenkrankheiten

Hier Informieren:



Vorbeugung von Eierstockzyste

Eine Vorbeugung ist bei Dermoidzysten nicht möglich, da sie angeboren sind. Bei funktionellen Eierstockzysten wäre eine hormonelle Vorbeugung denkbar. Da diese Eierstockzysten jedoch harmlos sind und sich in der Regel selbst zurückbilden, wäre die Belastung für den Körper durch hormonelle Präparate größer als die Beeinträchtigung, die durch die Bildung einer Eierstockzyste entsteht.

Werden die Zysten durch Endometriose verursacht, so wirken die bei der Behandlung verabreichten Hormone nicht nur therapierend, sondern gleichzeitig als Prophylaxe. Das heißt, die Hormone lassen die bestehenden Zysten schrumpfen und verhindern zusätzlich die Neubildung von Eierstockzysten.

Bücher über Frauenkrankheiten

Weitere Infos

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Eierstockzyste?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Claudia kommentierte am 24.04.2013 um 20:47 Uhr

Heute hat meine Frauenärztin eine 10cm große Eierstockzyste bei mir festgestellt und mich an ein Krankenhaus zur Endoskopie verwiesen. Nun meine Frage, an welches Krankenhaus ich mich wenden kann und ob die Gynäkologie an meinem Wohnort in Bad Homburg zu empfehlen ist, oder ob ich mich besser an ein Krankenhaus in Frankfurt am Main wenden sollte?

Kathrin kommentierte am 24.10.2014 um 14:15 Uhr

2010 hatte ich eine 4,5 cm große Zyste am rechten Eierstock. Durch einen harmlosen Eingriff sollte sie entfernt werden, doch da sie nicht wie eine normale Zyste aussah, wurde nur eine Probe entnommen und im Labor untersucht. Es stellte sich heraus, dass ich einen Borderlinetumor am rechten Eierstock hatte. Bei einer zweiten OP wurde der Tumor samt Eierstock entfernt. Für diejenigen die mit Borderlinetumor nichts anfangen können folgt die Erklärung: Hierbei handelt es sich um einen Tumor, dessen Werte nicht richtig zugeordnet werden können. Das heißt er war weder gut noch bösartig.
Damals war ich gerade 19 Jahre alt und immer wieder habe ich Zysten. Deshalb rate ich jedem der starke Schmerzen hat oder dessen Blutung länger als gewöhnlich dauert den Weg zum Arzt nicht zu scheuen. Denn eins ist sicher, es kann jeden treffen.

anne kommentierte am 22.11.2014 um 21:11 Uhr

Ich hatte eine Zyste, die ist geplatzt, was sehr schmerzhaft war. Die Ursache dafür soll meine Sterilisation sein. Ich habe extreme Probleme mit einem unregelmäßigen Zyklus sowie starken Blutungen und Schmerzen. Angeblich soll die Einnahme der Pille helfen, aber ich möchte keine Chemie mehr einnehmen.

Symptomat kommentierte am 30.06.2015 um 07:12 Uhr

simone kommentierte am 08.01.2015 um 14:45 Uhr

Ich bin Simone und 41 Jahre jung. Ich liege gerade im Krankenhaus, da ich mehrere Zysten am Eierstock hatte. Sie haben mir diese entfernt und auch meine Eierstöcke und Eileiter per Laparoskopie. Heute ist der 2. Tag und mir geht es schon besser, bis auf das Gas, was noch unter der Rippe sitzt. Sonst habe ich keine Schmerzen. Ich habe nur vor den Folgen etwas Angst und bin gespannt, was da noch auf einen zukommt.

Micaela kommentierte am 23.03.2015 um 12:49 Uhr

Hallo. Ich liege gerade auch wegen einer Zyste am Eierstock im Krankenhaus. Der Ärger soll nun aber nicht von der Zyste, sondern aus dem Harnweg bzw. der Blase kommen. Ich habe schon länger Probleme damit und bisher konnte niemand helfen.

Lena kommentierte am 13.04.2015 um 18:30 Uhr

Liebe Micaela,
mich würde interessieren, welche Art von Ärger die Harnwege und Blase bei dir machten und was letztlich diagnostiziert wurde. ich habe auch seit langem Probleme damit und keiner findet die Lösung. Ich wünsche dir und allen anderen gute und schnelle Genesung!!
Herzliche Grüße!

Symptomat kommentierte am 30.06.2015 um 07:12 Uhr

Lena kommentierte am 14.04.2015 um 14:07 Uhr

Liebe Micaela,
mich würde interessieren, welche Art von Ärger die Harnwege und die Blase bei dir machten und was letztlich diagnostiziert wurde. Ich habe auch seit langem Probleme damit und keiner findet die Lösung. Ich wünsche dir und allen anderen gute und schnelle Genesung.

Juli kommentierte am 18.05.2015 um 11:21 Uhr

Hallo zusammen,
auch mir wurde vor einem halben Jahr ein "Zystensack" am rechten Eierstock entfernt. Ich habe vorher an Druck im Unterleib, Müdigkeit und Lustlosigkeit, Kopfschmerzen und Verdauungsproblemen gelitten. Bei mir hat kein richtiges Völlegefühl beim Essen eingesetzt und teilweise hatte ich tagelang keinen Stuhlgang. Nach der OP ging es mir besser und die Wunde etc. war nach 2 Wochen wieder in Ordnung. Auch Sex war kein Problem. Vor 2 Monaten hatte ich wieder Probleme beim Stuhlgang und Schmerzen beim Sex, sowie Druck im Unterbauch. Ich habe wieder eine 4x4 cm große Zyste, welche aber laut meinem Gynäkologen nicht entfernt werden muss. Da ich Beschwerden habe, mich aber nicht gegen den Rat meines Frauenarztes operieren lassen will, bin ich gerade ratlos. Vielleicht habt ihr eine Idee? Juli (28 Jahre)

Larissa kommentierte am 11.06.2015 um 19:38 Uhr

Ich bin 20 Jahre alt und habe am linken Eierstock eine Zyste und das schon seit längerem. Durch die Zyste habe ich leider jeden Monat 3-4 Wochen eine Schmierblutung, die mit Schmerzen verbunden ist. Ich war auch schon ein paar mal bei meinem Frauenarzt und der sagte, ich solle die Pille für einen Monat weg lassen, was auch nicht geholfen hat. Nun stellt sich die Frage, was ich jetzt machen soll, da es wirklich nicht mehr schön ist. LG larissa

Symptomat kommentierte am 30.06.2015 um 07:12 Uhr

Bekannt aus: