Nachtschweiß (nächtliches Schwitzen)
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Nachtschweiß oder nächtliches Schwitzen kann einen Krankheitswert haben, muss aber nicht. Die Wechseljahre, hoher Blutdruck, Diabetes oder akute Erkältungen können ebenso zu Nachtschweiß führen wie eine erbliche Veranlagung, Stress oder ein überheiztes Schlafzimmer. Ob nächtliches Schwitzen auf eine Krankheit hinweist, muss im Einzelfall abgeklärt werden.
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Definition Nachtschweiß
Beides kann natürliche Ursachen haben. Ungewöhnlich viel Nachtschweiß oder übermäßiges nächtliches Schwitzen kann aber auch auf Hormone, einen gestörten Stoffwechsel, bestimmte Medikamente oder Erkrankungen zurückzuführen sein.
Nachtschweiß selbst ist abzugrenzen vom normalen nächtlichen Transpirieren oder dem täglichen Schwitzen. Er zeichnet sich lediglich durch seine Quantität in der Nacht aus.
Ursachen für Nachtschweiß
Als Folge verschiedener Medikamente kann vermehrt Nachtschweiß oder nächtliches Schwitzen eintreten. Vor allem Antidepressiva, Neuroleptika, Fiebersenker, Diabetesmedikamente oder Mittel gegen Asthma können verstärkt zu Nachtschweiß führen. Nächtliches Schwitzen kann aber auch hormonell bedingt sein. Durch die Wechseljahre oder gewisse Tumore kann es zu Nachtschweiß oder nächtlichem Schwitzen kommen.
Bekannt ist, dass akute Erkältungserkrankungen, Grippe und Tuberkulose zu Nachtschweiß führen. Dies ist auf eine verstärkte Arbeit des Immunsystems oder auf Fieberschübe zurückzuführen. Auch Entzündungen können Nachtschweiß und nächtliches Schwitzen beeinflussen.
Rheumatische oder infektöse Herzinnenhautentzündungen ziehen unweigerlich Nachtschweiß oder nächtliches Schwitzen nach sich. Malaria und Tuberkulose sowie eine HIV-Infektion führen bekanntermaßen ebenfalls zu Nachtschweiß.
Diagnose und Verlauf bei Nachtschweiß
Diagnose und Verlauf bei Nachtschweiß oder nächtlichem Schwitzen hängen immer von der Grundursache ab. Hat diese keinen Krankheitswert, kann man den Verlauf nur über dünnere Bettdecken, eine niedrig eingestellte Heizungstemperatur oder luftigere Bettbekleidung regeln.
Eine diagnostische Abklärung ist vor allem bei Fieber, akuten entzündlichen Prozessen mit weiteren Symptomen und plötzlich auftretendem Nachtschweiß anzuraten. Kann man sich den Nachtschweiß und das plötzliche Schwitzen nicht erklären, sollte man zum Arzt gehen. Er wird in der Gesamtanamnese feststellen können, was den Nachtschweiß verursacht.
Der weitere Verlauf bei Nachtschweiß und nächtlichem Schwitzen hängt dann von der Behandlung der Grunderkrankung ab. Je nach vorliegender Grunderkrankung gehört die Therapie bei Nachtschweiß in die Hände eines Facharztes für innere Medizin, für Hormon- oder Stoffwechselerkrankungen, für Nervenerkrankungen oder eines Hämatologen bzw. Onkologen.
Behandlung von Nachtschweiß
Die Behandlung von Nachtschweiß muss sich nach den Ursachen richten. Sind die Schlafbedingungen Auslöser für nächtliches Schwitzen, muss man sie verbessern. Ernährung und Trinkgewohnheiten können ebenfalls zu Nachtschweiß führen. Hier muss man scharfe Gewürze und Alkohol ins Visier nehmen.
Wenn Medikamente oder Infektionskrankheiten, Viren oder Hormone zu Nachtschweiß führen, kann die Behandlung medikamentös sein. Ist die Schilddrüsenfunktion gestört, muss man sie ebenfalls medikamentös ausgleichen. Auch nächtliches Schwitzen in Folge der Wechseljahre kann abgemildert werden.
Bei Nachtschweiß in Folge von Autoimmunerkrankungen, neurologischen Erkrankungen, Diabetes, Rheumaerkrankungen, bestimmten Gefäßentzündungen oder Krebserkrankungen sind verschiedene Therapien sinnvoll. Medikamente und Operationen können nötig werden.
Ist die Psyche für nächtliches Schwitzen verantwortlich, helfen Entspannungstherapien und Anti-Stresstraining. Bei idiopathischem Nachtschweiß ist die Ursache unklar. Hier kann man sein nächtliches Schwitzen nur schwer bekämpfen, weil die Schweißdrüsen zu aktiv sind. Dem Nachtschweiß kann man in solchen Fällen nur mit Maßnahmen begegnen, die allgemeiner Natur sind.
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Vorbeugung von Nachtschweiß
Da man sich bei übermäßigem Nachtschweiß leicht erkältet, ist eine ideale Körpertemperatur anzustreben. Überheizte Räume sind ebenso gefährlich wie zu kühle. Die allgemeine Lebenshaltung sollte gesund sein. Man kann durchaus mit vitalstoffreicher Ernährung, gutem Stressmanagement und einem ausgeglichenen Leben Nachtschweiß vorbeugen.
Wichtig ist, nächtliches Schwitzen als Folge von Erkältungen und Infektionen durch Abhärtung und Immuntraining vorzubeugen. Viele Erkrankungen, die Nachtschweiß begünstigen, kann man im Vorfeld verhindern.
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