Erkältung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 19. Oktober 2016
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Eine Erkältung oder grippaler Infekt sind eine häufig auftretende Infektion der Atemwege. Sie ist durch Viren bedingt und tritt zumeist akut auf. Typische Anzeichen einer Erkältung sind vor allem Heiserkeit, Halsschmerzen und Schnupfen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Erkältung?

Eine Erkältung oder grippaler Infekt wird durch Viren verursacht. Hierbei entsteht eine Infektion der oberen Atemwege (Nase, Rachen, Bronchien). In der Regel sind die Erkältungsviren leicht durch Tröpfcheninfektion übertragbar. Nicht selten kommt es bei einer Erkältung zu sogenannten Sekundärinfektionen mit Bakterien. Je nach Ausmaß der Sekundärinfektion ist eine Behandlung mit Antibiotika angezeigt.

Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, ist nicht zu verwechseln mit der Grippe (Influenza), die in der Regel wesentlich heftiger verläuft. Eine normale Erkältung dauert zwischen einer und zwei Wochen an. Erwachsene erkranken zirka zwei bis vier Mal jährlich an einem grippalen Infekt, Kinder hingegen wesentlich häufiger, teilweise bis zu zwölf Mal jährlich.

Ursachen

Es gibt insgesamt mehr als 100 verschiedene Erkältungsviren, die durch Husten oder Niesen übertragen werden können und zu einer Erkältung führen können. Die Zeit von der Ansteckung zum Ausbruch der Krankheit, auch Inkubationszeit genannt, beträgt zwei bis fünf Tage.

Zuerst befallen die Viren die Nasen- und Rachenschleimhäute. Von dort aus können sie sich auf die Bronchien und die Nasennebenhöhlen ausbreiten.

Bei einem geschwächten Immunsystem oder einer nicht intakten Schleimhaut haben es die Viren wesentlich einfacher und der Körper erkrankt schneller. Um Ansteckung zu vermeiden sollte man sich nach jedem Naseputzen die Hände waschen, denn die Erkältungsviren können mehrere Stunden auf der Hautoberfläche überleben.

Schematische Darstellung zur Anatomie und Aufbau der Nasenschleimhaut mit “Schlupflöchern" für Erkältungsviren (Tröpfcheninfektion). Klicken, um zu vergrößern.

Typische Symptome & Anzeichen

Krankheitsverlauf

Eine Erkältung beginnt in der Regel mit einer laufenden Nase und Niesen. Die Nasenatmung ist durch die geschwollenen Schleimhäute beeinträchtigt. Bei einer bakteriellen Infektion wird das Nasensekret mit der Zeit grün-gelblich. Wenn sich die Nebenhöhlen verschließen, kann auf den Ohren ein unangenehmer Druck entstehen. Weitere Symptome sind Müdigkeit und Schlappheit, leichtes Fieber, Husten, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Halsweh. Nach zirka einer Woche beginnen die Symptome der Erkältung langsam abzuklingen.

Behandlung & Therapie

Bei einer normalen Erkältung ist ein Arztbesuch in der Regel nicht notwendig. Der Patient sollte sich jedoch körperlich schonen, ausreichend schlafen und viel trinken. Heiße Getränke sind bei einer Erkältung besonders wohltuend. Inhalation mit speziellen ätherischen Ölen oder mit Salzwasser können die Beschwerden deutlich verbessern. Auch ein Erkältungsbad wird von den meisten Patienten als sehr angenehm empfunden.

Bei einer verstopften Nase kann man Nasenspray mit einer abschwellenden Wirkung verwenden. Dieses Spray sollte jedoch nicht länger als 10 Tage angewendet werden, da es eine austrocknende Wirkung hat und sich die Nasenschleimhäute schnell daran gewöhnen. Zur Befeuchtung der Nase eignet sich deshalb besonders gut Meerwasserspray. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, den Kopf beim Schlafen hoch zu lagern, damit das Atmen erleichtert wird. Zigaretten und Alkohol sollten bei einer Erkältung ganz gemieden werden, da sie das Immunsystem zusätzlich schwächen.

Gebrauchte Papiertaschentücher sollten nach der Benutzung unverzüglich weg geworfen werden und die Hände sollten mehrmals täglich mit Seife gewaschen werden, um eine Eigeninfektion auszuschließen. Bei der Ernährung sollte auf eine vitaminreiche Kost geachtet werden. Sinnvoll ist es auch zusätzlich Vitamin C- Präparate als Nahrungsergänzung einzunehmen.

Auf körperliche Anstrengung und Sport sollte während einer Erkältung gänzlich verzichtet werden, da man ansonsten eine Herzmuskelentzündung riskiert. Bei verfrühter Belastung kann es schnell zu einem Rückfall kommen, deshalb sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Erkältung ausreichend auskuriert wird.




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