HIV Infektion

Eine HIV Infektion ist nicht das Gleiche wie AIDS. Eine Infektion durch das HI-Virus (HIV) ist zunächst nur die Infektion durch das auslösende Virus, welches in Folge zu AIDS führen kann.

Inhaltsverzeichnis

Definition HIV Infektion

Das menschliche Immunschwächevirus ist im Englischen unter der Bezeichnung humane deficiency virus, kurz HIV, bekannt. Bei der Ansteckung mit solchen Viren spricht man nicht sofort von einer AIDS-Erkrankung, denn AIDS beschreibt erst das Auftreten der ersten Symptome und nicht die Infektion mit diesem Krankheitserreger an sich.

Erkennbare Symptome aufgrund einer Infektion beschreiben das Endstadium des HIV, man spricht nun von einer Erkrankung, dem erworbenen Immunschwächesyndrom - AIDS. Die HIV-Infektion wurde in den achziger Jahren erstmals in den USA beschrieben und ist bis heute eine behandelbare, jedoch nicht heilbare und meist tödlich verlaufende Krankheit.

Ursachen für HIV Infektion

Der häufigste Übertragungsweg bei einer HIV Infektion ist der ungeschützte Sexualverkehr. Über kleinste Schleimhautverletzungen infizieren sich die Partner hierbei unbemerkt. Das Risiko für eine HIV-Infektion ist ebenso bei der Übertragung von HIV-infiziertem Blut sehr hoch, oftmals geschieht dies im Drogenmilieu, wenn abhängige Menschen Spritzen und Nadeln anderer Abhängiger benutzen. Ein sehr geringer Anteil der Infizierten wurde bei der Schwangerschaft oder durch das Stillen einer kranken Mutter angesteckt.

Generell ist eine bestimmte Menge an Virusmaterial für eine Übertragung nötig und diese erfolgt über Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma, Scheidensekret und Muttermilch. Eine Tröpfcheninfektion ist allerdings nicht möglich. Eine unzureichende Aufklärung der Bevölkerung über diese Krankheit und ein geringes Wissen über die Ansteckungsrisiken verhindern ein Eindämmen dieser Infektionskrankheit, vor allem in Südafrika ist die Prävalenz besonders hoch.

Symptome

Krankheitsverlauf HIV Infektion

HIV gehört zu den Retroviren und es braucht zur Vermehrung den Zellkern einer Wirtszelle. Innerhalb des Krankheitsverlaufs einer HIV-Infektion lassen sich verschiedene Erkrankungsstadien unterscheiden. Nach der Infektion treten oft einige Wochen später Symptome auf, die einer Grippe sehr ähnlich sind und dadurch unbeachtet bleiben können: Fieber, Durchfall, Kopfschmerzen, Lymphknotenschwellung, Gliederschmerzen.

In den nachfolgenden Jahren sind HIV-Antikörper beim Patienten nachweisbar, doch können die Infizierten ohne auftretende Symptome leben. Beim sogenannten Lymphadenopathiesyndrom können über mehrere Monate an verschiedensten Körperstellen Lymphknotenschwellungen auftreten und beim AIDS-relatet Komplex ist eine Gewichtsabnahme, Nachtschweiß und Fieber erkennbar. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt allerdings beim Ausbruch des Vollbildes AIDS nur noch bei zwei Jahren; es kommt zu opportunistischen Infektionen und bösartige Tumore können entstehen.

Behandlung von HIV Infektion

Grundsätzlich ist die Erkrankung mit AIDS noch nicht heilbar, der Verlauf der HIV-Infektion kann bestenfalls verzögert werden. Eine wirksame Therapiemethode ist die hochaktive-antiretrovirale Therapie, kurz HAART. Hierbei werden mindestens drei verschiedene antiretrovirale Medikamente miteinander kombiniert, die die HI-Virusreplikation hemmen sollen, wodurch das Immunsystem gestärkt und auftretende Symptome rückgebildet werden können.

Diese Therapie erfordert eine gute Mitarbeit des Patienten. Die Einnahme dieser hemmenden Medikamente führt allerdings zu enormen Nebenwirkungen. Bei einer lebenslangen Behandlung sind schwerwiegende Schädigungen des Darms, der Leber, der Nerven oder des Herz-Kreislauf-Systems möglich. Diese Kombinationstherapie muss manchmal abgeändert oder gar abgebrochen werden, aufgrund der auftretenden unerwünschten Wirkungen. Wichtig ist, dass die Medikamente bei der Kombinationstherapie zur Behandlung einer HIV-Infektion nicht zu einer Resistenz führen und dadurch nicht mehr hemmend wirksam werden können.

AIDS ist eine Multisystemerkrankung, was bedeutet, dass neben der medizinischen Behandlung und Beratung auch eine psychosoziale Betreuung sehr wichtig ist. Das soziale System eines Patienten wird beeinflusst, es können sich notwendige Änderungen in beruflicher Hinsicht ergeben und ein sozialer Rückzug ist häufig die Folge von anhaltenden Depressionen, Ängsten oder Schuldgefühlen eines infizierten Menschen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

karla kommentierte am 26.12.2011 um 14:10 Uhr

Hallo, Ich habe heute schlimme Angst. Ich habe ein HIV-Test machen lassen zusammen mit einem Bluttest auf Eisenmangel. Das Resultat vom Bluttest ist positiv. Ich habe in meinem Körper gar kein Eisen und der HIV-Test ist noch nicht da. Hat der Eisenmangel mit HIV zu tun?

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