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Gelenkschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 10. September 2014
Symptomat.deSymptome Gelenkschmerzen

Unter Gelenkschmerzen, bzw einer Arthralgie versteht man Schmerzen mit unterschiedlichen Merkmalen. Gelenkschmerzen können unter anderem bei Arthrose, Prellungen und Verrenkungen auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Gelenkschmerzen?

Gelenkschmerzen werden in der medizinischen Fachsprache als Arthralgie bezeichnet. Sie können sämtliche Gelenke des menschlichen Körpers betreffen. Bei Gelenkschmerzen kann es sich um starke Schmerzen handeln, manchmal sind sie aber auch leichter; einige halten nur kurz an, während andere sich zu dauerhaften Gelenkschmerzen entwickeln - die Art des Gefühls hängt von der Ursache ab.

Gelenkschmerzen treten oft als Begleitsymptom bei Windpocken, Grippe, Masern und Röteln auf. Auch Autoimmunerkrankungen wie Sarkoidose oder rheumatische Erkrankungen haben als Leitsymptom die Gelenkschmerzen.

Ursachen für Gelenkschmerzen

Ursache für die häufigsten Gelenkschmerzen sind Gelenkentzündungen oder Verschleißerkrankungen, die im Vorfeld auftraten. Ausserdem sind allgemeine Abnutzungsschäden und ungleichmäßige, sowie zu starke Belastung der Gelenke, Ursache für deren Schmerzen.

Eine einheitliche Ursache für Gelenkschmerzen gibt es nicht. Die verschiedenen Ursachen lassen sich jedoch in verschiedene Gruppen aufteilen. Gelenkschmerzen können beispielsweise von körperlichen Verletzungen ausgehen, aber auch von starken Belastungen. Dies sind mechanische Gründe, da dabei direkt auf die Gelenke eingewirkt wird. Andererseits können Krankheiten die Ursache von Gelenkschmerzen sein. Dabei wird keine direkte Belastung auf die Gelenke ausgelöst.

Die häufigsten mechanischen Gründe für Gelenkschmerzen sind Prellungen, Verrenkungen oder ähnliche Traumata. Davon sind entweder Muskeln oder die Knochen betroffen. Ein weiterer häufiger Grund ist die übermäßige Belastung des Gelenks, beispielsweise durch anstrengende Sportarten oder Übergewicht. Gelenkschmerzen treten auch als Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen auf. Sie sind ein häufiges Symptom der Grippe, aber auch von Mumps oder Autoimmunerkrankungen wie der Sarkoidose.

Gelenkentzündungen, die zusätzlich Schmerzen entstehen lassen basieren auf Abriebpartikel innerhalb der Gelenkstruktur. Besonders häufig kommen Gelenkschmerzen im Berreich der Hüftgelenke oder Kniegelenke vor, die auch ein typisches Krankheitsbild der Arthrose ergeben. Bei rheumatischen Erkrankungen bzw. der rheumatoiden Arthritis sind insbesondere die Abwehrmechanismen des Körpers Ursache für Gelenkschmerzen. Im letzteren Fall besonders an den Hand- und Fingergelenken.

Krankheiten mit Gelenkschmerzen

Behandlung und Therapie von Gelenkschmerzen

Infogramm zu den Schmerzregionen und den betroffenen Gelenken bei rheumatoider Arthritis. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Eine Behandlung von Gelenkschmerzen ist meist schwierig. Der Verschleiß von Gelenken und seinen Schmerzen sollte möglichst früh erkannt werden und durch ärztliche Behandlung genauer diagnostiziert werden. Schwerwiegende Folgeerscheinungen können später nur noch durch künstlichen Gelenkersatz behandelt werden und sind besonders für junge und aktive Menschen ein grosser Lebensqualitätsverlust.

Ein orthopädischen Facharzt sollte umgehend aufgesucht werden wenn:

Gelenkschmerzen werden je nach Ursache unterschiedlich behandelt. Wichtig ist dabei, ob es sich um mechanisch bedingte Gelenkschmerzen oder krankheitsbedingte Begleiterscheinungen handelt. Weiterhin unterscheidet man zwischen symptomatischer Behandlung und der Ausmärzung der Ursachen. Zur symptomatischen Behandlung von Gelenkschmerzen eignen sich schmerzlindernde Cremes. Viele basieren auf dem Wirkstoff Diclofenac. Bei starken Schmerzen eignen sich auch Schmerztabletten wie Ibuprofen.

Mechanisch bedingte Gelenkschmerzen werden je nach Krankheit behandelt. Bei Übergewicht kann es helfen, sich ums Abnehmen zu bemühen und die Belastung der Gelenke zu verringern. Krankheiten wie die Arthrose müssen zunächst genau untersucht werden, da jeder Patient einen individuellen Behandlungsplan braucht - meist ist ein operativer Eingriff erforderlich . Bei Erkrankungen wie der Grippe oder den Windpocken werden Gelenkschmerzen meist unbehandelt gelassen, da sie nur in leichter Form auftreten. Andernfalls können sie symptomatisch behandelt werden, was sich vor allem dann empfiehlt, wenn sie schmerzhafter als gewöhnlich sind.

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Vorbeugung von Gelenkschmerzen

Gelenkschmerzen kann man je nach Ursache wirksam vorbeugen. Entweder werden sie damit ganz verhindert oder zumindest der Schmerz gelindert. Bei starkem Übergewicht sollte man dafür sorgen, dass man zwar gesund, aber möglichst schnell abnimmt. Das verringert die Belastung, die auf die Gelenke ausgeübt wird. Damit schützt man vor allem die Gelenke in den Beinen und kann verhindern, dass aus beginnenden Gelenkschmerzen ernsthaftere Erkrankungen des Bewegungsapparates werden.

Verschiedene Sportarten mögen zwar gesund sein, tragen aber zum Abnutzen der Gelenke und damit zu Gelenkschmerzen bei. Dazu gehören beispielsweise der Volkssport Joggen, aber auch Fahrradfahren oder Tennis. Man sollte darauf achten, die richtige Körperhaltung beim Sport einzunehmen, denn das trägt maßgeblich dazu bei, die Gelenke zu schonen. Gelenkschmerzen kann man zusätzlich vorbeugen, indem man häufig verschiedene Sportarten ausübt - das nimmt die Belastung von den Gelenken.

Wenn eine Krankheit wie Arthrose oder Rheuma bekannt ist, sollte man regelmäßig den Arzt zur Untersuchung aufsuchen. Auf diese Weise kann man Gelenkschmerzen und ihren Ursachen frühzeitig vorbeugen. Wichtig ist in einem solchen Fall auch die bewusste Schonung.

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