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Borreliose

Die Borreliose oder Lyme-Borreliose ist eine Infektionserkrankung, die vor allem durch Zecken bzw. Holzböcke übertragen und beim Menschen ausgelöst wird. Dabei sind die verursachenden Bakterien die sobezeichneten Borrelien.

Inhaltsverzeichnis

Definition Borreliose

Die Lyme-Borreliose, oder umgangsprachlich Borreliose, ist eine Infektion mit dem Bakterium Borrelia burgdorferi oder verwandten Arten. Die Bezeichnung, der durch Zeckenstiche übertragenen Krankheit, die für eine Vielzahl verschiedener, teilweise schwerwiegender Symptome verantwortlich gemacht wird, setzt sich aus dem Namen der Ortschaft Lyme im US-Bundesstaat Connecticut, in der die Borreliose 1975 erstmals beschrieben wurde, und dem Namen des französischen Bakteriologen Borrel zusammen.

1982 gelang erstmals Nachweis und Anzucht der im Folgenden Borrelia burgdorferi genannten Bakterien durch den Schweizer Willy Burgdorfer.

Ursachen für Borreliose

Borreliose wird durch Zeckenstiche übertragen. In Europa gilt der gemeine Holzbock (auch Zecken) als Hauptüberträger der Lyme-Borreliose. In Teilen Süddeutschlands sind bis zu 50% der Zecken mit dem Erreger verseucht. Je länger die Zecke in der Haut verbleibt, desto größer ist die Gefahr der Ansteckung.

Etwa ein Viertel bis die Hälfte aller mit dem Erreger infizierten Personen erkrankt tatsächlich an einer Borreliose. Auch in Nordeuropa steigt die Zahl der Infektionen, wofür Klimaveränderungen, aber auch ein gestiegener Bekanntheitsgrad der Krankheit verantwortlich gemacht werden.

Symptome

Krankheitsverlauf Borreliose

Da Borreliose alle Organe befallen kann und sich oft in Bindegeweben oder Gelenken "versteckt", kann eine Vielzahl eher unspezifischer Symptome auftreten. Es gibt aber auch typische Anzeichen: So ist das Erythema migrans, die Wanderröte, die innerhalb von Tagen bis Wochen um die Einstichstelle auftritt, charakteristisch für die lokale Infektion und damit das erste Stadium der Erkrankung.

Im zweiten Stadium streut der Erreger und breitet sich in der Folge über den gesamten Körper aus. Am Anfang kommt die Borreliose nicht selten mit dem typischen Beschwerdebild eines grippalen Infekts daher. Bei einer Neuroborreliose können die Lähmung der Gesichtsmuskulatur und starke Nervenschmerzen auftreten. Bei einem Gelenkbefall haben die Betroffenen "springende" Gelenkschmerzen und wiederkehrende Entzündungen in einzelnen oder mehreren Gelenken, die sogenannte Lyme-Arthritis.

Auch Herzmuskelentzündungen können auf eine Borreliose zurückgeführt werden. Das dritte Stadium der Erkrankung ist durch die Chronifizierung und Verschlechterung der oben genannten Symptomatik gekennzeichnet. Auch nach langen symptomfreien Perioden kann es zu rezidivierenden Hirnhautentzündungen und irreversiblen Nervenschädigungen kommen.

Behandlung von Borreliose

Die Diagnose einer Borreliose gilt als schwierig, da heute übliche Laborverfahren das Bakterium nicht mit hoher Zuverlässigkeit nachweisen können. Auch Jahre nach einer durchgemachten Borreliose können noch Antikörper gegen den Erreger im Blut gefunden werden, ohne dass eine aktive Infektion vorliegt.

Die Borreliose gilt in den ersten beiden Stadien als heilbar, wenn ausreichend Antibiotika über einen längeren Zeitraum gegeben werden. Hierbei sind zellgängige Antibiotika vorzuziehen, da sich Borrelia burgdorferi auch intrazellulär ansiedeln kann. Mittel der Wahl sind in Frühstadien Tetracycline (vor allem Doxycyclin), bei fortgeschrittener Erkrankung werden Cephalosporine eingesetzt (etwa Ceftriaxon). Allerdings wirken diese Medikamente nicht immer zuverlässig.

In 10 bis 50 Prozent der Fälle bleibt die Therapie erfolglos und muss wiederholt werden. Das dritte Stadium der Krankheit gilt als schwer therapierbar. Trotz der erschwerten Diagnosestellung bei der Borreliose ist die Prognose allgemein günstig. Schwere chronische Verlaufsformen sind selten. Als multisystemische Infektion ist die Borreliose aber nicht zu unterschätzen und muss konsequent und möglichst frühzeitig behandelt werden, um eine effektive Bekämpfung von Borrelia burgdorferi zu gewährleisten.

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