Heilpraktiker

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Der Heilpraktiker sind Menschen, die den Heilberuf ausüben dürfen, ohne Ärzte zu sein. Ein Heilpraktiker muss seine medizinischen Kenntnisse im Rahmen einer Prüfung vor einer Landesärztekammer nachweisen. Heilpraktiker arbeiten eigenverantwortlich meist in eigenen Praxen. Der Beruf des Heilpraktikers zählt zu den freien Berufen im Sinne des Einkommensteuergesetzes.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Heilpraktiker?


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Heilpraktiker sind Personen, die - obwohl sie über keine ärztliche Approbation verfügen - in der Heilkunde tätig sind. Um den Beruf des Heilpraktikers ausüben zu dürfen, ist eine Prüfung vor einer Landesärztekammer notwendig.

Dabei handelt es sich um einen schriftlichen und einen mündlichen Test, bei dem der angehende Heilpraktiker die unterschiedlichsten Fragen zum Thema Medizin, aber auch zu verschiedenen rechtlichen Themenstellungen, die sein Berufsbild umfassen, beantworten muss. Der schriftliche Test besteht aus 60 Multiple-Choice-Fragen, von denen der Proband 45 richtig beantworten muss. In der mündlichen Prüfung werden oft die gemachten Fehler noch einmal geprüft.

Eine vorherige Ausbildung ist keine Pflicht, wenngleich verschiedene (Fern-)Lehrinstitute Kurse zur Vorbereitung auf die Prüfung anbieten. Der Interessent hat die Möglichkeit, zwischen den Fachrichtungen "Heilpraktiker mit Vollzulassung" und "Heilpraktiker für Psychotherapie" zu wählen.

Behandlungen & Therapien

Ein Heilpraktiker mit Vollzulassung darf Diagnosen stellen und Therapien anbieten. Grundsätzlich besteht Therapiefreiheit, das bedeutet, ein Heilpraktiker mit Vollzulassung darf die Therapie anwenden, auf die er spezialisiert ist.

Die meisten Heilpraktiker wenden Verfahren aus der Alternativmedizin an, etwa aus dem Bereich der Phytotherapie, der Aromatherapie, der Physiotherapie, der Bioresonanztherapie oder der Homöopathie. Auch Osteopathen sind meist Heilpraktiker. Das Behandlungsspektrum eines Heilpraktikers ist beschränkt; so darf ein Heilpraktiker darf keine Geburthilfe leisten, nicht in der Strahlentherapie tätig sein, keine Zahnbehandlungen durchführen und keine meldepflichtigen Krankheiten behandeln.

Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen nicht verschrieben und Betäubungsmittel nicht angewandt werden. Abgesehen von diesen Einschränkungen kann ein Heilpraktiker in vollem Umfang medizinisch tätig sein. Typische Anwendungsgebiete sind zum Beispiel die Behandlung von Schlafstörungen oder das Wiederherstellen von schmerzfreien Bewegungsmöglichkeiten bei diversen Rückenproblemen.

Viele Heilpraktiker unterstützen Frauen mit Menstruationsbeschwerden oder Paare mit unerfülltem Kinderwunsch etwa als Folge einer Endometriose. Heilpraktiker mit Schwerpunkt Psychotherapie sind in der Regel spezialisiert auf Hypnose (z.B. zur Rauchentwöhnung), NLP und auf Autogenes Training, Familienaufstellungen und systemische Therapie.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden

Die meisten Heilpraktiker wenden Verfahren aus der Alternativmedizin an, etwa aus dem Bereich der Phytotherapie, der Aromatherapie, der Physiotherapie, der Bioresonanztherapie oder der Homöopathie.

Zu den Diagnose- und Untersuchungsmethoden stehen dem Heilpraktiker alle Techniken und Instrumente zur Verfügung, die ein Arzt auch nutzt. In der Regel arbeiten Heilpraktiker jedoch alternativ und sind auf sanfte Methoden des Heilens spezialisiert.

Ein Heilpraktiker diagnostiziert Erkrankungen daher eher als ein Arzt dadurch, dass er zuhört, den Körper abtastet und anschließend umfassend berät bzw. Therapien ausarbeitet. Medizinische Geräte werden lediglich zur Unterstützung heran gezogen, etwa ein Stethoskop oder ein Othoskop. Eine Behandlungsliege fehlt natürlich auch in einer Heilpraktikerpraxis nicht. Viele Heilpraktiker bedienen sich den Techniken der Labormedizin, etwa zur Blutuntersuchung eines Patienten.

Bei der Bioresonanztherapie werden Elektroden auf die Haut des Patienten gesetzt, um die Nervenspannung zu messen. Bietet ein Heilpraktiker diese Therapie an, verwendet er dazu entsprechende Elektroden und technische Apparate, um die Ergebnisse auslesen zu können.

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Worauf sollte der Patient achten?

In Deutschland arbeiten etwa 20.000 niedergelassene Heilpraktiker mit den unterschiedlichen Spezialgebieten. Ein Patient sollte bei der Wahl eines Heilpraktikers zunächst darauf achten, dass die Therapieform, die der Heilpraktiker anwendet, ihm zusagt.

Genau wie zu einem Arzt sollte der Patient zu dem Heilpraktiker eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen können, eine gewisse Sympathie ist daher zunächst ausschlaggebend für die Wahl des richtigen Heilpraktikers. Der Heilpraktiker sollte zudem über eine umfassende Berufserfahrung verfügen respektive sich - ist er noch Berufsanfänger - auf die Erfahrungen eines Kollegen stützen können. Heilpraktiker können ihre Leistungen nicht über eine Krankenkasse abrechnen, das bedeutet, dass der Patient selbst für die Behandlung aufkommen muss.

Viele Kassen übernehmen im Anschluss einen Teil der Kosten; ein seriöser Heilpraktiker klärt vor dem Abschluss eine Behandlungsvertrages hierüber auf. Heilpraktiker unterliegen nicht der Schweigepflicht, seriöse Heilpraktiker verpflichten sich hierzu dennoch freiwillig.

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