Osteopath

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Die Osteopathie ist ein Bereich der alternativen Medizin. Der Osteopath hat im Gegensatz zur Schulmedizin nicht nur die einzelnen Krankheitssymptome im Blick. Für ihn spielt der ganze Mensch mit seiner Persönlichkeit und seiner Vorgeschichte eine bedeutende Rolle. Ein guter Osteopath ist in der Lage, die Selbstheilungskräfte des Patienten zu mobilisieren.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Osteopath?

Viele, die den Glauben an die Schulmedizin verloren haben, wenden sich Alternativmedizinern wie einem Osteopathen zu, für den der ganze Mensch und nicht nur einzelne Krankheitssymptome im Mittelpunkt stehen.

Der Osteopath deckt allein durch seine geschulten Hände Störungen und Blockaden innerhalb des Organismus auf, die durch bestimmte, sanfte osteopathische Techniken gelöst werden können. Den Beruf des Osteopathen können Interessierte inzwischen durch ein anspruchsvolles, fünfjähriges Vollstudium mit einem anschließenden Praktikum erlernen. Im Mittelpunkt dieser Ausbildung stehen vor allem umfassende anatomische Kenntnisse, die osteopathische Diagnostik und das Erlernen osteopathischer Therapiemethoden.

Der zukünftige Osteopath wird mit verschiedenen Bereichen vertraut. Ihm wird der Zusammenhang zwischen dem Nerven- und dem Flüssigkeitssystem, die Bedeutung der inneren Organe in Verbindung mit dem gesamten Organismus und die Strukturen des Bewegungsapparates verdeutlicht. Alles hängt miteinander zusammen, alles muss reibungslos fließen, damit der Mensch gesund sein kann. Ein guter Osteopath erweckt die Selbstheilungskräfte des Patienten, er löst die störenden Blockaden.

Behandlungen & Therapien

Da der Osteopath den ganzen Menschen vor sich sieht, stehen nicht nur das Skelett, der Muskel- und Bänderapparat im Focus. Nein, in der Osteopathie ist ebenso das Zusammenwirken mit der Blut-und Lymphflüssigkeit sowie die Funktion des gesamten Nervensystems maßgeblich.

Das heißt, dass das ganze Gewebe, alle Körperzellen miteinander in Verbindung stehen. Störungen und Blockaden innerhalb eines Teils des Organismus wirken sich gleich auf andere Organe aus. Daher fühlt sich der Osteopath für alle Dysfunktionen des Körpers zuständig. Behandlungserfolge erzielen Osteopathen besonders bei chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates, beispielsweise beim Schulter-Arm-Syndrom, beim sogenannten Tennisellenbogen, bei Kniebeschwerden und bei Haltungsschäden.

Eine Studie aus dem Jahr 2014 versucht zu belegen, dass Osteopathie bei Rückenschmerzen hilfreich sein kann. Sie kam zu dem Schluss, dass osteopathische Behandlungen nicht nur den Rückenschmerz effektiv verringern, sondern auch die körperlichen Fähigkeiten verbessern.

Der Osteopath hilft aber auch bei chronischen Kopfschmerzen und Tinnitus, bei Migräne und chronischen Schwindelgefühlen. Sogar eine Reizblase und ein Reizdarm kann durch die Techniken der Osteopathie therapiert werden. Die viszerale Osteopathie ist auch bei chronischen Verdauungsbeschwerden, bei Menstruationsbeschweren, bei Asthma und funktionellen Herzerkrankungen und auch bei schlecht heilenden Wunden hilfreich.

Voraussetzung ist die Mobilisierung der Selbstheilungskräfte. Ein verantwortungsbewusster Osteopath verweist allerdings Menschen, die an entzündlichen Erkrankungen, an schweren akuten Krankheiten wie einem Schlaganfall leiden und Patienten mit einer Krebserkrankung an Spezialisten der Schulmedizin.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden

Osteopathie im Rahmen einer Kniegelenksarthrose. Klicken, um zu vergrößern.

Wenn ein Patient eine osteopathische Praxis aufsucht, muss er sich nicht in die Hand technischer Geräte begeben. Der Osteopath führt zunächst eine sehr ausführliche Anamnese durch. Das heißt, der Patient wird nicht nur nach seinen Vorerkrankungen befragt, sondern er sollte den Therapeuten auch über bedeutende Stationen im Laufe seines Lebens informieren.

Hier haben sich möglicherweise seelische Störungen manifestiert, die sich durch körperliche Erkrankungen äußern. Der Osteopath gilt also nicht nur als Mediziner, sondern auch als Psychotherapeut. Nach der Anamnese erfolgt die gründliche Untersuchung. Der Osteopath tastet sorgfältig den gesamten Körper ab. Er untersucht das Gewebe, den Knochenbau sowie die Muskulatur und die Sehnen.

Da in der Osteopathie kein Elektrokardiogramm, kein Röntgen- und Ultraschallgerät zum Einsatz kommt, ist der Osteopath allein auf seine Hände angewiesen. Durch diese sensible Untersuchungsmethode erspürt er behandlungsbedürftige Mobilitäts- und Funktionsstörungen, die ebenfalls manuell beseitigt werden. Der Osteopath löst Blockaden, beseitigt physische und psychische Spannungen und aktiviert die Selbstheilungskräfte des Patienten.

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Worauf sollte der Patient achten?

Dass die Diagnose- und Therapiemethoden eines Osteopathen durchaus erfolgreich sind, beweist die Kostenübernahme der Behandlung nicht nur durch die Private Krankenversicherung, sondern mittlerweile in bestimmtem Umfang auch durch gesetzliche Krankenkassen.

Damit der Patient einen fähigen Osteopathen wählt, sollte er sich davon überzeugen, dass der Osteopath eine qualifizierte, langjährige Ausbildung absolviert hat. Da der Beruf des Osteopathen jedoch noch nicht geschützt ist, fällt der interessierte Patient leider nicht selten auf schwarze Schafe herein.

Der Osteopath allerdings, der sich der Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie (BAO) angeschlossen hat, weist eine umfassende Ausbildung und eine entsprechende Prüfung nach.

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