Bioresonanztherapie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 6. Oktober 2017
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Die Bioresonanztherapie ist eine nicht wissenschaftlich anerkannte Methode zur Behandlung von bestimmten Krankheitsbildern. Sie nutzt elektromagnetische Schwingungen und die Tatsache, dass jeder Körper eigene elektrische Signale abgibt. Die Bioresonanztherapie wurde in den 1970er Jahren von dem deutschen Arzt und Scientologiemitglied Frank Morell und seinem Schwiegersohn Erich Raschke unter dem Namen MORA Therapie entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Bioresonanztherapie?

Die Bioresonanztherapie oder MORA Therapie stellt eine Methode aus der Alternativmedizin dar, welche davon ausgeht, dass bei Krankheiten die körpereigenen elektrischen Signale gestört sind.

So lassen sich diese Störungen in Form von veränderten körperspezifischen Frequenzen (elektromagnetischen Signalen) messen und durch die gezielte Einwirkung elektrischer Signale aufheben. Dies entlastet nach Ansicht der Bioresonanztherapie den erkrankten Körper und sorgt so für eine Besserung der Symptome oder auch für eine Heilung. Generell wird durch jedes Nervensystem eine niedrige elektrische Spannung erzeugt, da bei der Weitergabe von Informationen zwischen den Nervenzellen elektrische Potentiale genutzt werden.

Auch bei der Muskelarbeit entstehen schwache elektromagnetische Felder, die medizinisch messbar sind, zum Beispiel bei einem EKG (Elektrokardiogramm, Aufzeichnung des Herzschlages) oder bei einem EEG (Elektroenzephalogramm, Aufzeichnung der Gehirnströme). Die Anhänger der Bioresonanztherapie gehen von einer krankhaften Veränderung dieser elektrischen Potentiale im Körper aus, für die bisher jedoch keine wissenschaftlich fundierten Beweise erbracht werden konnten.

Funktion, Wirkung, Anwendung & Ziele

Mit der Bioresonanztherapie werden zum Beispiel Allergien, Schlafstörungen, chronische Schmerzen, Rheuma oder Migräne behandelt.

Es wird mit Geräten gearbeitet, welche über Elektroden mit zwei Punkten an der Haut in Verbindung stehen. So kann zum Beispiel eine Elektrode in jede Hand genommen werden. Die so genannte "Minus-Elektrode" nimmt dabei die gestörten Schwingungen des Körpers auf und leitet diese an ein Bioresonanzgerät weiter. Dieses funktioniert als eine Art Umwandler und gibt dann über die "Plus-Elektrode" genau solche Schwingungen ab, welche für einen Heilungsprozess benötigt werden. Diese werden auch als therapeutische Schwingungen bezeichnet.

Eine weitere Arbeitsweise der Bioresonanztherapie besteht darin, dem Körper Schwingungen bestimmter Substanzen wie etwa allergieauslösender Stoffe (z.B. Pollen, Katzenhaare)zuzuführen. Es wird davon ausgegangen, dass diese Schwingungen dann das Immunsystem in die Lage versetzen, die jeweilige Allergie zu bekämpfen. Bestimmte Typen von Bioresonanzgeräten sollen auch in der Lage sein, die heilenden Schwingungen von Substanzen wie Ölen, Bachblütentropfen oder anderen homöopathischen Arzneien auf den Körper zu übertragen. Zu diesem Zweck werden Fläschchen mit der jeweiligen Substanz in einen Behälter gegeben, welcher mit dem Resonanzgerät verbunden ist.

Die Bioresonanztherapie nutzt elektromagnetische Schwingungen und die Tatsache, dass jeder Körper eigene elektrische Signale abgibt. Es wird mit Geräten gearbeitet, welche über Elektroden mit zwei Punkten an der Haut in Verbindung stehen.

Dieses wiederum steht dann über die Elektroden mit dem Körper des Patienten in Verbindung. Nach solch einem Prinzip soll es auch möglich sein, die wirksamen Schwingungen von Edelsteinen, Metallen oder Farbkarten auf den Körper zu übertragen. Generell wird im Rahmen einer meistens von einem Heilpraktiker durchgeführten Bioresonanztherapie ein individueller Behandlungsplan aufgestellt, der sich nach der Art der jeweiligen Beschwerden richtet.

Nach der Verbindung des Patienten mit den Elektroden dauert eine Sitzung zwischen etwa 15 und 45 Minuten, je nach Gerät und Beschwerdebild. Die Zahl der notwendigen Sitzungen bei einer solchen Bioresonanztherapie ist je nach Erkrankung und Wirkung der Behandlungen ebenfalls sehr unterschiedlich.

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Risken & Nebenwirkungen

Die Bioresonanztherapie wird von der schulmedizinschen Wissenschaft nicht anerkannt, und es konnten bisher keine Belege für eine Wirksamkeit dieser alternativmedizinischen Methode erbracht werden.

Weder die gestörten, krankmachenden Frequenzen, noch die von den Geräten oder Substanzen angeblich ausgesendeten heilsamen Schwingungen konnten tatsächlich wissenschaftlich nachgewiesen werden. Dementsprechend wird die Therapie von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt. Häufig wird von Erfolgen der Therapie beispielsweise bei Allergien, aber auch bei ernsten Erkrankungen wie etwa Rheuma berichtet.

Wissenschaftler gehen hier allenfalls von einem Placebo Effekt aus. So sollten sich Patienten vor Beginn einer möglichen Behandlung darüber im klaren sein, dass diese keine schulmedizinische Behandlung ersetzen und unter Umständen nur sehr geringe oder gar keine Erfolge erzielen kann. Weiterhin sollte die Kostenfrage bei einer Bioresonanztherapie bereits im Vorfeld geklärt sein.

Bücher über Bioresonanztherapie

Quellen

  • Ernst, E.: Praxis Naturheilverfahren. Springer, Berlin Heidelberg 2005
  • Federspiel, F., Herbst, V. : Die andere Medizin. Stiftung Warentest, Berlin 2005
  • Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage, de Gruyter, Berlin 2014

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