Physiotherapie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 24. November 2016
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Die Physiotherapie ist eine Behandlungsform, die vor allem Personen zuteil wird, die von Einschränkungen des Bewegungsapparates betroffen sind. Innerhalb Deutschlands wurde die Physiotherapie bis in das Jahr 1994 noch offiziell als Krankengymnastik bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Physiotherapie?

Eine Physiotherapie wird in der Regel durchgeführt von speziell ausgebildetem Fachpersonal, den sogenannten Physiotherapeuten. Die Physiotherapie fällt als Beruf in die Gruppe der Gesundheitsfachberufe.

Über die Notwendigkeit einer Physiotherapie bei einem Patienten entscheidet in der Regel ein behandelnder Arzt. Durch den Arzt wird dann ein entsprechendes Rezept ausgestellt.

Unabhängig von einer bescheinigten medizinischen Indikation kann Physiotherapie aber auch privat in Anspruch genommen werden. Der Therapieplan einer individuellen Physiotherapie richtet sich in der Regel nach den Beschwerden, die vom Patienten geäußert werden und nach den Beobachtungen, die ein Physiotherapeut im Laufe der Behandlung macht.

Funktion, Wirkung & Ziele

In der Behandlung von Patienten deckt die Physiotherapie verschiedene Facetten ab. So wird im Rahmen der Physiotherapie nicht nur die Behandlung körperlicher Beschwerden berücksichtigt, sondern auch das Steigern der Eigenmotivation eines Patienten und das Vermitteln von Wissen, das dem Patienten bei seiner individuellen Beschwerdelage hilfreich sein kann.

Angewandt werden kann die Physiotherapie sowohl bei akuten Beschwerdelagen als auch in der Prävention oder im Rahmen von Rehabilitationsmaßnahmen. Auch die Spanne der medizinischen Bereiche, in denen die Physiotherapie zum Einsatz kommt, ist groß. Meist wird die Physiotherapie dabei von Patienten aus dem Bereich der Orthopädie in Anspruch genommen. Diese Patienten weisen in den häufigsten Fällen Rückenbeschwerden auf.

Bei der Physiotherapie soll die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederhergestellt, verbessert oder erhalten werden. Dazu unterstützt ein qualifizierter Physiotherapeut den Patienten. Klicken, um zu vergrößern.
Ein gezielter Muskelaufbau ist besonders nach längerer Bewegungseinschränkung von immenser Bedeutung für den gesamtem Halteapparat.

Hier geben Physiotherapeuten den Patienten unter anderem hilfreiche Übungen und Bewegungsmuster an die Hand und trainieren diese gemeinsam. Außerdem wird die Physiotherapie im orthopädischen Bereich beispielsweise eingesetzt zur Mobilisation nach Knochenbrüchen, nach dem Einsatz künstlicher Gelenke, nach Gelenkerkrankungen oder auch nach Amputationen.

Einer Aufrechterhaltung der körperlichen Mobilität dient die Physiotherapie im orthopädischen Bereich unter anderem bei Erkrankungen wie der Arthrose (Gelenkverschleiß) oder entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Rheuma. Anwendung findet die Physiotherapie außerdem im Bereich der Neurologie. Hier ziehen unter anderem Patienten Nutzen, die von Erkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose betroffen sind.

Ziele einer entsprechenden Physiotherapie liegen je nach individuellem Beschwerdebild in einem Aufrechterhalten verschiedener Alltagsfähigkeiten wie beispielsweise dem Greifen, Stehen oder Gehen. Gezielte Physiotherapie kann beispielsweise nach einem erlittenen Schlaganfall zu einer graduellen Wiederherstellung von motorischen Fähigkeiten beitragen, die durch den Schlaganfall beeinträchtigt wurden.

Des Weiteren wird die Physiotherapie eingesetzt zur Behandlung von Kindern, die unter Entwicklungsstörungen leiden oder zur Linderung der Symptome bei Atemwegserkrankungen. Hier werden beispielsweise Atemtechniken erlernt. Und schließlich findet die Physiotherapie auch Anwendung bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magen-Darm-Erkrankungen und im weiten Bereich der Psychiatrie. In letzterem Fall kann die Physiotherapie etwa zu einem aktiveren Alltag beitragen.

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Nebenwirkungen & Gefahren

Damit von einer Physiotherapie keine Gefahren oder Nebenwirkungen ausgehen, ist es wichtig, den Behandlungsplan durch einen kompetenten Physiotherapeuten erstellen zu lassen. Wichtig ist dabei unter anderem, dass die Belastungen, die durch Maßnahmen der Physiotherapie auf den Körper eines Patienten ausgeübt werden, auch den entsprechenden Kapazitäten des Patienten entsprechen.

Ist dies nicht der Fall, so kann es nach physiotherapeutischen Maßnahmen beispielsweise zu Muskelkater kommen. Werden entsprechende Vorsichtsmaßnahmen in der Physiotherapie nicht eingehalten, so kann es bei einer Person mit instabiler Körperhaltung außerdem während des Durchführens gymnastischer Übungen zu Sturzverletzungen kommen.

Auch Blutergüsse können eine Folge von nicht sachgemäß durchgeführten Maßnahmen in der Physiotherapie sein. Zu Schädigungen kann es des Weiteren etwa kommen, wenn ein Patient nach einer Knochenverletzung wenig Eigenverantwortlichkeit zeigt und den verletzten Körperbereich stärker belastet als ihm während einer Physiotherapie vermittelt wurde. Dies kann unter anderem zu einer Verschlimmerung der Knochenschädigung führen.

Nebenwirkungen können sich außerdem ergeben, wenn im Rahmen einer Physiotherapie beispielsweise Massagetechniken angewandt werden. Ist der Körper nicht ausreichend auf die Massage vorbereitet oder erfolgt ein Massagegriff in nicht sachgemäßer Weise, können schmerzhafte Verspannungen die Folge sein.

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