Muskulatur

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. November 2016
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In seinem Leben nimmt die Muskelmasse eines Menschen um das 30fache zu. Dies ist Beweis dafür, wie wichtig dieses Organsystem für den menschlichen Körper ist. Was ist die Muskulatur? Wie ist sie aufgebaut und welche Funktion erfüllt sie? Mit welchen Krankheiten und Beschwerden muss man hinsichtlich der Muskulatur rechnen?

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Muskulatur?

Muskeln sind Organe, die den – in diesem Fall menschlichen – Organismus mithilfe von Anspannung und Erschlaffung bewegen. Dabei handelt es sich um Bewegungen, die zum einen die aktive Fortbewegung und zum anderen auch Systeme innerer Körperfunktionen betreffen.

So bewegen wir zum Beispiel durch Muskelkraft unsere Beine beim Laufen und auch das Herz pumpt dank Muskelkraft das Blut durch den gesamten Organismus.

Der Name Muskulatur stammt übrigens von dem lateinischen Wort „musculus“, was „Mäuschen“ bedeutet und daher rührt, dass ein angespannter Muskel unter der Haut an eine Maus erinnert.

Anatomie & Aufbau

Die Muskulatur besteht aus Muskelgewebe, welches sich wiederum aus Muskelzellen bzw. aus Muskelfasern zusammensetzt. Umgeben ist der Muskel von der Faszie. Sie ist eine elastische Hülle aus Bindegewebe und umschießt mehrere Fleischfasern.

Auch diese werden jede für sich von Bindegewebe zusammengehalten, das mit Nerven und Blutgefäßen durchzogen ist. Eine Fleischfaser teilt sich wiederum in Faserbündel auf. Diese Bündel sind so gelagert, das sie sich verschieben lassen, um den Muskel flexibel zu machen. Auch die Faserbündel bilden noch nicht die kleinste Einheit, denn sie bestehen aus einzelnen Muskelfasern.

Muskelfasern sind nicht teilungsfähig. Das heißt, dass sie nicht nachwachsen können, falls es zu einem Verlust kommt. Die Anzahl der Muskelfasern ist also von Geburt an festgelegt, bei Muskelaufbau werden die einzelnen Fasern lediglich dicker.

Funktionen & Aufgaben

Ein Mensch besitzt 656 Muskeln. Inwieweit sie sich auf die Körpermasse auswirken, hängt von der Lebensweise des Einzelnen ab. Bei Männern beträgt der Muskelanteil 37 % bis 57 % bei Frauen um die 27 % bis 43 %. Wenn der Muskel aktiv wird, dann spannt er sich zunächst an, um sich schließlich wieder zu entspannen.

Auf diese Weise übt er eine Bewegung aus oder setzt eine Kraft frei. Ausgelöst wird diese Kontraktion von elektrischen Impulsen, die das Gehirn oder das Rückenmark an die Nerven weiterleitet. Man spricht bei einigen Muskeln von Agonisten und Antagonisten, das heißt von Spielern und Gegenspielern, die entgegengesetzt aufeinander wirken. Ein Beispiel dafür wäre der Bizeps und der Trizeps.

Synergisten hingegen sind Muskeln, die bei bestimmten Bewegungsabläufen miteinander arbeiten. Des weiteren kennt die Muskelfunktion Adduktoren, das sind Muskeln, die man braucht, um etwas an den Körper heranzuziehen. Abduktoren hingegen benötigen wir, wenn wir zum Beispiel Spreizbewegungen machen.

Krankheiten

Es gibt zahlreiche Probleme und Krankheiten, die im Zusammenhang mit der Muskulatur auftreten können. Jeder kennt den Muskelkater nach hoher Belastung bestimmter Muskelpartien, und auch Muskelkrämpfe, hervorgerufen durch Magnesiummangel, sind ein Phänomen, mit dem vor allem Sportler oft zu "kämpfen" haben.

Neben diesen eher harmlosen Erscheinungen, kommt es auch zu Verletzungen wie Muskelzerrungen oder Muskelfaserrissen. Bei einer Zerrung liegt im Unterschied zum Faserriss kein Gewebeschaden vor. Oft reicht es aus, die betroffene Partie zu schonen und zu kühlen. Werden die Beschwerden jedoch ignoriert, kann es auch zu einem Muskelfaserriss kommen. Vor allem bei Sportlern ist in diesem Fall oft sogar ein chirurgischer Eingriff notwendig.

Auch Muskelverhärtungen und Muskelprellungen sind typische Verletzungen, die durch Falsch- oder Überbeanspruchung bzw. durch Stürze verursacht werden. Außer Muskelerkrankungen, die auf äußere Einwirkungen zurückgehen, gibt es auch solche, die genetische oder neurologische Ursachen haben. Fortschreitendem Muskelschwund zum Beispiel liegt in vielen Fällen ein Gendefekt zugrunde.

Muskelschwäche wiederum ist eine neurologische Erkrankung, bei der die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel gestört ist. Gerade dann, wenn man unter Muskelproblemen leidet, die nicht auf harmlose Erscheinungen wie Muskelkater oder eine leichte Prellung zurückzuführen sind, sollte man in jedem Fall den Rat eines Arztes suchen.

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