Muskelentzündung (Myositis)
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Die Myositis oder Muskelentzündung kann erblich bedingt oder durch verschiedene Erreger verursacht sein. Infektionen, Immunstörungen, Parasiten, Viren, Bakterien oder Toxine können solche Muskelentzündungen auslösen. Das erschwert sowohl die Diagnostik als auch die Therapie der Myositis.
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Definition Muskelentzündung
Eine Myositis kann aber auch durch verschiedene bakterielle bzw. virale Erreger oder Infektionen sowie durch die Verletzungen von Muskeln ausgelöst werden. Eine Myositis tritt zuweilen auch aus erblichen Gründen auf, wie das Münchmeyer-Syndrom. Sie kann auch als Folge einer Gifteinwirkung entstehen. Es handelt sich bei der Myositis in unseren Breiten um eine relativ selten auftretende Erkrankung.
Am Häufigsten tritt beim erwachsenen Menschen im Alter über 50 Jahren die Einschlusskörper-Myositis auf. Die Dermatomyositis tritt jedoch insgesamt in der Bevölkerung häufiger auf. Interessanterweise treten beide Myositisformen bevorzugt im Kindes und Jugendalter und dann wieder nach der Lebensmitte auf.
Solche Muskelentzündungen können von Muskelschwächen in bestimmten Körperbereichen, Hauterscheinungen oder Schluckstörungen begleitet werden. Der Verlauf einer Myositis kann durchaus gut behandelbar sein. Die Myositis kann aber auch fortschreiten und dauerhafte Behandlungen im Krankenhaus erfordern.
Ursachen für Muskelentzündung
Auch durch entzündlich-rheumatische Erkrankungen oder Bindegewebserkrankungen kann es zu einer Muskelentzündung kommen. Bei der Polymyositis und auch bei der Dermatomyositis nimmt man eine Auto-Immunerkrankung als Ursache der Muskelentzündung an. Die Einschlusskörper-Myositis wird hingegen auf degenerative und entzündliche Prozesse zurückgeführt.
Typischerweise sind bei Patienten mit Myositis oft erhöhte Werte bestimmter Entzündungsparameter und Enzyme zu finden. Diese Enzyme sind aber nicht die Ursache der Myositis. Sie entstehen in den Muskelfasern und werden durch die Muskelentzündung vermehrt freigesetzt. Daher können diese Enzyme als diagnostische Hilfsmittel zur Feststellung einer Myositis dienen.
Symptome
- Muskelschwäche
- Ausschlag
- Muskelschmerzen
- Entzündung der Muskeln
Krankheitsverlauf Muskelentzündung
Vor einer Behandlung der Myositis muss die Diagnostik stehen. Mit einer elektrischen Spannungsmessung, einer Muskelbiopsie oder Elektroneurographie kann man der Myositis ebenso auf die Spur kommen wie mit der Messung der Enzymwerte in den Muskelfasern.
Erschwerend für die Diagnostik einer Myositis ist der Umstand, dass eine Muskelentzündung - je nach Form - über Monate oder Jahre hinweg entstehen kann. Man weiß heute, dass Patienten mit einer Dermatomyositis häufiger maligne bzw. bösartige Tumore entwickeln. Nekrosen oder eingewanderte Entzündungszellen können wichtige Hinweise über den Krankheitsverlauf geben.
Jede Form der Myositis hat ihre eigenen Diagnosekriterien. Trotzdem ist sie schwer festzustellen. Der Krankheitsverlauf geschieht schleichend und wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkt. Zudem können Erkrankungen wie eine Muskeldystrophie die Diagnose erschweren.
Behandlung von Muskelentzündung
Je nach Art der Myositis bessern sich die Beschwerden und man kann das Kortison nach einigen Wochen herunterdosieren. Manchmal ist der Verlauf einer Myositis aber auch mit Kortison nicht positiv zu beeinflussen. Dann kommen so genannte Immunsuppressiva oder -globuline zum Einsatz. Sie unterdrücken das Immunsystem in seinen Überreaktionen.
Patienten mit Einschlusskörper-Myositis werden mit Krankengymnastik oder Ergotherapie behandelt. Der Verlauf dieser Myositis macht oft aber auch eine Behandlung in einer Klinik nötig, die auf neuromuskuläre Krankheitsbilder spezialisiert ist. Bei Lähmungen oder Muskelverletzungen können Verhärtungen entstehen, die eine spezifischere Behandlung der Myositis nötig machen.
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Vorbeugung von Muskelentzündung
Eine Vorbeugung gegen die Entstehung einer Myositis ist praktisch nicht möglich. Man kann sich zwar in gewissem Maße vor viralen, bakteriellen oder parasitären Krankheitserregern schützen, könnte aber durch andere Umstände trotzdem eine Myositis bekommen. Gegen eine Autoimmunerkrankung oder toxisch bedingte Myositis kann man vorbeugend nichts ausrichten.
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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
Sanne kommentierte am 18.02.2012 um 04:19 Uhr
Ich habe seit gestern 16.02.12 endlich die Gewissheit, dass mit meinen Muskeln etwas nicht stimmt. Die ersten starken Schübe habe ich bereits September 2006 gehabt und Niemand konnte mir sagen was ich habe. 2007 bin ich in Münster in der Uniklinik gewesen und auch dort wurde nichts gefunden. Dannach hatte ich 2008 einen schweren Bandscheibenvorfall und habe alles als Athrose abgeschmettert. Bis ich letzte Woche einen so schlimmen Schub wie schon lange nicht mehr hatte. Ich bin nur müde und schlafe fast 24 Stunden am Tag und bin endlich zur Blutabnahme gegangen. Am 23.02.12 komme ich in eine Rheumaklinik und hoffe auf Hilfe.
