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Muskelentzündung (Myositis)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. März 2013
Symptomat.deKrankheiten Muskelentzündung (Myositis)

Die Myositis oder Muskelentzündung kann erblich bedingt oder durch verschiedene Erreger verursacht sein. Infektionen, Immunstörungen, Parasiten, Viren, Bakterien oder Toxine können solche Muskelentzündungen auslösen. Das erschwert sowohl die Diagnostik als auch die Therapie der Myositis.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Muskelentzündung?

Als Muskelentzündung oder Myositis bezeichnet man alle entzündlichen Erkrankungen von Muskeln des menschlichen Skeletts. Man unterscheidet dabei verschiedene Formen der Myositis. Die wichtigsten sind als Polymyositis, Einschlusskörper-Myositis oder Dermatomyositis bekannt.

Eine Myositis kann aber auch durch verschiedene bakterielle bzw. virale Erreger oder Infektionen sowie durch die Verletzungen von Muskeln ausgelöst werden. Eine Myositis tritt zuweilen auch aus erblichen Gründen auf, wie das Münchmeyer-Syndrom. Sie kann auch als Folge einer Gifteinwirkung entstehen. Es handelt sich bei der Myositis in unseren Breiten um eine relativ selten auftretende Erkrankung.

Am Häufigsten tritt beim erwachsenen Menschen im Alter über 50 Jahren die Einschlusskörper-Myositis auf. Die Dermatomyositis tritt jedoch insgesamt in der Bevölkerung häufiger auf. Interessanterweise treten beide Myositisformen bevorzugt im Kindes und Jugendalter und dann wieder nach der Lebensmitte auf.

Solche Muskelentzündungen können von Muskelschwächen in bestimmten Körperbereichen, Hauterscheinungen oder Schluckstörungen begleitet werden. Der Verlauf einer Myositis kann durchaus gut behandelbar sein. Die Myositis kann aber auch fortschreiten und dauerhafte Behandlungen im Krankenhaus erfordern.

Ursachen für Muskelentzündung

Eine Myositis, die durch bestimmte Parasiten sowie bakterielle oder virale Krankheitserreger entsteht, ist in unseren Breiten eher selten anzutreffen. Viel häufiger kommt es zu einer Muskelentzündung, wenn eine entzündliche System-Erkrankung vorliegt.

Auch durch entzündlich-rheumatische Erkrankungen oder Bindegewebserkrankungen kann es zu einer Muskelentzündung kommen. Bei der Polymyositis und auch bei der Dermatomyositis nimmt man eine Auto-Immunerkrankung als Ursache der Muskelentzündung an. Die Einschlusskörper-Myositis wird hingegen auf degenerative und entzündliche Prozesse zurückgeführt.

Typischerweise sind bei Patienten mit Myositis oft erhöhte Werte bestimmter Entzündungsparameter und Enzyme zu finden. Diese Enzyme sind aber nicht die Ursache der Myositis. Sie entstehen in den Muskelfasern und werden durch die Muskelentzündung vermehrt freigesetzt. Daher können diese Enzyme als diagnostische Hilfsmittel zur Feststellung einer Myositis dienen.

Typische Symptome und Anzeichen bei Muskelentzündung

Krankheitsverlauf Muskelentzündung

Vor einer Behandlung der Myositis muss die Diagnostik stehen. Mit einer elektrischen Spannungsmessung, einer Muskelbiopsie oder Elektroneurographie kann man der Myositis ebenso auf die Spur kommen wie mit der Messung der Enzymwerte in den Muskelfasern.

Erschwerend für die Diagnostik einer Myositis ist der Umstand, dass eine Muskelentzündung - je nach Form - über Monate oder Jahre hinweg entstehen kann. Man weiß heute, dass Patienten mit einer Dermatomyositis häufiger maligne bzw. bösartige Tumore entwickeln. Nekrosen oder eingewanderte Entzündungszellen können wichtige Hinweise über den Krankheitsverlauf geben.

Jede Form der Myositis hat ihre eigenen Diagnosekriterien. Trotzdem ist sie schwer festzustellen. Der Krankheitsverlauf geschieht schleichend und wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkt. Zudem können Erkrankungen wie eine Muskeldystrophie die Diagnose erschweren.

Behandlung und Therapie von Muskelentzündung

Je nach Form und Schwere der Muskelentzündung muss man unterschiedlich therapieren. Als Standardbehandlung bei einer Muskelentzündung vom Typ der Dermatomyositis oder Polymyositis hat sich die Gabe von hoch dosierten Kortisonpräparaten bewährt.

Je nach Art der Myositis bessern sich die Beschwerden und man kann das Kortison nach einigen Wochen herunterdosieren. Manchmal ist der Verlauf einer Myositis aber auch mit Kortison nicht positiv zu beeinflussen. Dann kommen so genannte Immunsuppressiva oder -globuline zum Einsatz. Sie unterdrücken das Immunsystem in seinen Überreaktionen.

Patienten mit Einschlusskörper-Myositis werden mit Krankengymnastik oder Ergotherapie behandelt. Der Verlauf dieser Myositis macht oft aber auch eine Behandlung in einer Klinik nötig, die auf neuromuskuläre Krankheitsbilder spezialisiert ist. Bei Lähmungen oder Muskelverletzungen können Verhärtungen entstehen, die eine spezifischere Behandlung der Myositis nötig machen.

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Vorbeugung von Muskelentzündung

Eine Vorbeugung gegen die Entstehung einer Myositis ist praktisch nicht möglich. Man kann sich zwar in gewissem Maße vor viralen, bakteriellen oder parasitären Krankheitserregern schützen, könnte aber durch andere Umstände trotzdem eine Myositis bekommen. Gegen eine Autoimmunerkrankung oder toxisch bedingte Myositis kann man vorbeugend nichts ausrichten.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Sanne kommentierte am 18.02.2012 um 04:19 Uhr

Ich habe seit gestern 16.02.12 endlich die Gewissheit, dass mit meinen Muskeln etwas nicht stimmt. Die ersten starken Schübe habe ich bereits September 2006 gehabt und Niemand konnte mir sagen was ich habe. 2007 bin ich in Münster in der Uniklinik gewesen und auch dort wurde nichts gefunden. Dannach hatte ich 2008 einen schweren Bandscheibenvorfall und habe alles als Athrose abgeschmettert. Bis ich letzte Woche einen so schlimmen Schub wie schon lange nicht mehr hatte. Ich bin nur müde und schlafe fast 24 Stunden am Tag und bin endlich zur Blutabnahme gegangen. Am 23.02.12 komme ich in eine Rheumaklinik und hoffe auf Hilfe.

Ingrid kommentierte am 12.12.2012 um 18:39 Uhr

Seit 2007 habe ich verstärkt bemerkt, daß mir das Trenppensteigen, bergauf und bergab schwerer fällt als gewöhnlich. Durch Sport habe ich betimmte Dinge kompensieren können. Da keine Besserung eintrat wurde Anfang 2011 eine Biopsie durchgeführt und Einschlußkörperchen-Myositis festgestellt. Das verabreichte Immiglobin konnte mir nicht helfen und durch meine Herzkrankheit muß ich mit Medikamente vorsichtig sein. Es ist ein Dilemma. Was kann ich tun?
Gymnastik, Wasserbehandlung und Physiotherapie helfen nur für den Moment.

Ines kommentierte am 28.04.2013 um 19:51 Uhr

Seit 4 Jahren habe ich tagtäglich Muskelschmerzen in beiden Oberschenkeln. Nach Belastung kommt es zur Verstärkung. Dies trat erstmalig nach einer 5-wöchigen Lumbalgie auf. Mir half nur Methylprednisolon und eine Kur in schwefelhaltigem Wasser. Diese Behandlung bringt eine sehr gute Linderung, aber nach einer Weile treten die alten Beschwerden wieder auf. Man vermutet Myositis. Schüssler Salze hochkonzentriert bringen eine leichte Linderung, wenn man nicht ständig Methylprednisolon nehmen möchte.

Andrea kommentierte am 12.10.2013 um 16:20 Uhr

Meine Schwester ist vor 50 Jahren an Myositis erkrankt.
Ich bin jetzt 50 Jahre alt und habe seit drei Jahren die gleichen Symptome.
Was kann ich machen, damit mir geholfen wird?
Die Arztbesuche ergaben bisher alle negative Ergebnisse.

Serwan kommentierte am 20.06.2014 um 12:02 Uhr

Ich habe seit zwei Jahren starke Schmerzen im unteren Rücken. Es wurden bereits Röntgenaufnahmen, MRT und Sonstiges gemacht, ohne Befund. Meine Entzündungsparameter waren ganz normal. Die Ärzte wissen überhaupt nicht, was mit mir los ist. Die Schmerzen sind sehr komisch ich empfinde einen ständigen Druck und ständige Anspannung welche sich nach dem Sport verschlimmert. Manchmal ist es sogar so schlimm, dass ich mir nicht mal die Socken anziehen kann. Ich bin gerade mal 17 Jahre alt und möchte so nicht weiterleben. Ich hoffe auf eure Hilfe!

Martina kommentierte am 19.08.2014 um 15:15 Uhr

Hallo ihr Lieben! Ich habe eine Lösung für Euch. Stellt Euch mal auf eine basische Ernährung um. Eure Körper sind wahrscheinlich versäuert. Nur im basischen Bereich ist es möglich, gesund zu bleiben und zu werden. Die tägliche Übersäuerung durch die Nahrungsaufnahme macht den Körper auf Dauer "sauer". Somit hat (fast) alles seinen Ursprung dort. Kaum ein Arzt sagt einem das, weil sie alle der Pharmaindustrie verpflichtet sind. Probiert es aus und ihr werdet es merken.
Es gibt ein super Ernährungsprogramm, das alles zu essen erlaubt, aber im basischen Bereich ausgleicht und die Lebensmittel so kombiniert, dass gar nicht erst die "Große Säure" im Körper entstehen kann. Dann haben auch keine Krankheiten Platz. Die entstehen ausschließlich im Säurebereich! Die Wirksamkeit dieses Programmes basiert auf über 100.000 Kundenerfahrungen. Das Ernährungsgeheimnis besteht bereits seit 25 Jahren. Es gleicht auch die Ernährungssünden bei älteren Menschen aus und greift sofort. Ich hoffe, dass ihr alle davon profitiert und gesundet!