Parkinson
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Parkinson oder auch Morbus Parkinson ist eine bisher unheilbare Krankheit des Gehirns. Typische Anzeichen sind eine sichtbare und starke Verschlechterung der Beweglichkeit und motorischen Fähigkeiten. Zudem ist ein starkes Zittern auffällig. Parkinson ist eine häufige neuronale Erkrankung und tritt meist zwischen dem 55. und 65 Lebensjahr auf.
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Definition Parkinson
Besonders die schwarze Substanz im Gehirn (sogenannte Basalganglien) werden abgebaut. Sie sind für die Bewegungen und die Kontrolle von motorischen Fähigkeiten zuständig. Ausserdem werde in ihnen die Hormone Noradrenalin und Adrenalin, sowie der Botenstoff Dopamin gebildet.
In der Folge kommt es bei Parkinson zu einer ausgeprägten Bewegungsarmut oder gar Bewegungslosigkeit. Aufgrund des fehlenden Dopamins entsteht das, für Parkinson typische, Zittern. Ebenso tritt eine Verspannung oder Steifheit der Muskeln auf.
Ursachen für Parkinson
Dennoch gibt es auch schon bekannte Ursachen für Parkinson. Zum einen spielen genetische bzw. erbliche Ursachen eine Rolle. Hierbei tritt oftmals die Parkinsonerkrankung bereits bis zum 40. Lebensjahr auf. Weitere Ursachen sind Umwelteinflüsse, wie Vergiftungen, Mangan und Kohlenmonoxid (entsteht beim Rauchen).
Auch andere Krankheiten (Stoffwechselstörunge, Hirntumore, Traumata) können als Ursache in Betracht kommen. Ausserdem besteht Verdacht bei einigen Medikamenten, dass sie Parkinson auslösen können. Dazu zählen blutrucksenkende Arzneimittel und Neuroleptika.
Symptome für Parkinson
- Zittern
- Muskelschwäche
- Verspannung
- Müdigkeit
- Depressionen
- Schweißausbrüche
- Verstopfung
- Innere Unruhe
Krankheitsverlauf Parkinson
Der Krankheitsverlauf von Parkinson vollzieht sich relativ langsam. Dennoch kann sich der Verlauf von Fall zu Fall unterscheiden. Entscheidend ist auch, ob eine Therapie bzw. Behandlung durchgeführt wird oder nicht. Bei guter ärztlicher Behandlung kann die Lebensqualität und die Lebenserwartung bei Parkinson erheblich gesteigert werden.
Die weitere Krankheitsprognose hängt vom fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung ab. Eine gänzliche Heilung von Parkinson ist bisher nicht möglich. Bei richtiger Behandlung kann der geistige und motorische Verfall auf mehr als zwanzig Jahre hinaus gezögert oder verlangsamt werden. Dennoch ist der Tod bei Parkinson leider unvermeidlich. Betroffene sterben in Folge der Krankheit zumeist an Lungenentzündung oder anderen Atemwegsinfektionen.
Behandlung von Parkinson
Die Therapie von Parkinson beruht vor allem auf einer frühzeitigen Erkennung und Behandlung. Da Parkinson zur Zeit noch nicht heilbar ist, sind die Ziele der Behandlung hauptsächlich im Bereich der allgemeinen Verbesserung der Lebensqualität zu finden. Dabei sollen die geistigen, seelischen und motorischen Beschwerdesymptome verringert werden. Es wird dabei versucht, dass der Betroffene solange wie möglich die eigene Selbstständigkeit erhalten kann.
Dabei werden Therapien auf Basis von Medikamenten und Krankengymnastik (auch Physiotherapie) eingesetzt. Aber auch eine Ernährungsumstellung kann unterstützend wirken. Die Medikamente (Levodopa und Dopamin-Agonisten) sollen den Mangel an Dopamin ausgleichen. Weiterhin kann auch die Tiefenhirnstimulation mit Hochfrequenz zur Therapie eingesetzt werden. Dieses recht neue Verfahren soll die betroffenen Hirnregionen stimulieren und anregen, ohne Nervenzellen dabei zu zerstören. Allerdings werde hierbei nur die Symptome behandelt und nicht die eigentliche Parkinsonkrankheit geheilt.
Für die Zukunft könnte es aber Therapieverfahren geben, die auf eine Stammzellentransplantation basieren (Stammzelltherapie), sodass die abgestorbenen Nervenzellen durch neue und herangezüchtete Zellen ersetzt werden. Unterstützend hat sich eine fettarme Ernährung, viel Trinken und ausreichende Bewegung, wie Wandern und Schwimmen, bewährt.
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