Physiotherapeut

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Ein Physiotherapeut, früher auch als Krankengymnast bezeichnet, ist eine ausgebildete Fachkraft, die eine Therapieform anbietet, welche zumeist nach ärztlicher Verordnung angewandt wird. Sie hat zum Ziel, die Funktions- und Bewegungsfähigkeit des Körpers wieder herzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Physiotherapeut?

Der Physiotherapeut beherrscht verschiedene aktive und passive Therapieformen, die sowohl als Prävention, Therapie oder auch in der Rehabilitation eingesetzt werden. Sie umfassen nicht nur die Krankengymnastik, sondern auch verschiedene mögliche physikalische Therapieformen.

Die frühere Form der Krankengymnastik, heutzutage besser als Bewegungstherapie bezeichnet, darf nur durch ausgebildete Physiotherapeuten durchgeführt werden. Die physikalischen Therapieformen dürfen dagegen auch durch ausgebildete Masseure angewandt werden.

Die physikalische Therapie setzt sich beispielsweise aus den Teilgebieten Massage, Hydrotherapie, Thermotherapie und Elektrotherapie zusammen. Die Ausbildung zum Physiotherapeuten ist bundesweit einheitlich geregelt und endet nach drei Jahren mit der Qualifikation zum staatlich anerkannten Physiotherapeuten.

Die zweieinhalbjährige Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister ist ebenfalls bundeseinheitlich geregelt. Beide Ausbildungen können sowohl an staatlichen, zumeist kostenlosen, oder auch an privaten Schulen durchgeführt werden, welche jedoch grundsätzlich kostenpflichtig sind.

Behandlungen

Ein Physiotherapeut kann ein recht weit gefächertes Behandlungsspektrum bearbeiten. Er kann sowohl präventiv tätig werden, wie auch in Fällen bereits eingetretener Erkrankungen oder Verletzungen. Ein weiterer Bereich der Physiotherapie ist die Arbeit in einer Rehabilitationsklinik.

In der Prävention wird der Physiotherapeut zumeist in der Medizinischen-Trainings-Therapie oder der Wirbelsäulengymnastik tätig. Beides kann sowohl in einer Praxis, wie auch in einem Fitnessstudio angeboten werden. Im Bereich der normalen Therapie wird der Physiotherapeut in vielen Fachbereichen der Medizin tätig, wobei hier nur einige beispielhaft genannt werden sollen.

Der Bereich der Orthopädie ist dabei vermutlich der bekannteste. Er umfasst beispielsweise degenerative Gelenkerkrankungen und leichtere Verletzungen. Im Bereich der Chirurgie kann Physiotherapie Muskelaufbau, Narbentherapie oder die Nachversorgung nach Operationen beinhalten. Pädiatrische Probleme können erworbene und angeborene Bewegungs- und Haltungsstörungen sein.

In der Gynäkologie kann ein Physiotherapeut zum Beispiel Beckenbodentraining gegen Inkontinenz oder Rückbildungsgymnastik nach einer Schwangerschaft durchführen.

In neurologischen Fällen, wie beispielsweise bei Schlaganfällen, ist der Einsatz von Physiotherapie erfolgversprechend, um den Patienten wieder alltagstauglich zu machen. Zusätzlich können die abwechslungsreichen Anwendungsgebiete eines Physiotherapeuten jedoch auch noch in vielen anderen Bereichen der Medizin eingesetzt werden.

Wie läuft die Behandlung & Therapie ab?

Bei der Physiotherapie soll die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederhergestellt, verbessert oder erhalten werden. Dazu unterstützt ein qualifizierter Physiotherapeut den Patienten. Klicken, um zu vergrößern.

Grundsätzlich erstellt der Physiotherapeut keine Diagnose. Die Patienten werden vom Arzt bereits mit einer Diagnose überwiesen, anhand derer die Physiotherapeuten ihre Behandlungsmethoden anpassen.

Vor Beginn der Behandlung erstellt der Physiotherapeut jedoch einen Patientenbefund, in welcher die Ziele der Behandlung dargestellt werden. Hierzu erfolgt zunächst die Anamnese des Patienten mit genauer Beschreibung der Beschwerden und persönlicher Hintergründe. Danach wird eine sogenannte Inspektion durchgeführt. Der Physiotherapeut begutachtet dabei den Patienten visuell von allen Seiten. Als nächstes erfolgt die Palpation, das Abtasten des Körpers, insbesondere der betroffenen Körperteile.

Eine Physiotherapie ist besonders bei Sportverletzungen von Nutzen. Muskelverhärtungen werden gelockert, Laktat abgebaut, Zerrungen und kleine Muskelrisse frühzeitig erkannt und behandelt.

Seinen Abschluss erhält die physiotherapeutische Untersuchung dann mit der Funktionsprüfung. Hierbei werden die entsprechenden Körperfunktionen getestet. Grundsätzlich verwendet der Physiotherapeut für seinen Patientenbefund keine Geräte, sondern setzt lediglich seine Sinne ein. Jedoch können die bereits durch den behandelnden Arzt veranlassten bildgebenden Verfahren hilfreich sein.

Anschließend wendet der Physiotherapeut die vom Arzt verordnete Maßnahme an. Hierbei kann zwischen aktiven Maßnahmen, wie Bewegungs- und Atemtherapie, sowie den passiven Therapieformen, wie Fango, Photo-, Elektro-, Thermo-, Hydro-, Heliotherapie oder Massagen, unterschieden werden.

Des Weiteren gibt es besondere Verfahren für den Physiotherapeuten. Hierzu zählen beispielsweise das Bobath-Konzept, manuelle Lymphdrainage, manuelle Therapie oder die Vojta-Methode.

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Worauf sollte der Patient achten?

Bei der Auswahl von einem Physiotherapeuten sollten verschiedene Gesichtspunkte beachtet werden.

Zunächst sollte der Physiotherapeut entsprechend der verordneten Behandlungsmethoden über eine angemessene Aus- und Fortbildung verfügen. Des Weiteren müssen bestimmte Arbeitsmaterialien oder Therapiegeräte, die notwendig für die Behandlung sind, zur Verfügung stehen. Ein weiterer wichtiger Punkt sollte jedoch auch die zwischenmenschliche Ebene sein. Da der Patient eng mit dem Physiotherapeuten zusammen arbeiten muss, sollte dieser dem Patienten sympathisch sein. Auch die Praxis sollte über ein angenehmes Ambiente verfügen.

Des Weiteren kann es hilfreich sein, wenn die Praxis nahe dem Wohnsitz liegt oder der Physiotherapeut auch Hausbesuche durchführt. Für Patienten mit Gehschwierigkeiten kann es auch wichtig sein, dass die Praxis des Physiotherapeuten ebenerdig oder zumindest mit einem Fahrstuhl zu erreichen ist und über nahegelegene Parkplätze verfügt.

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