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Neurologe

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. März 2014
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Der Neurologe ist innerhalb der Inneren Medizin tätig und beschäftigt sich hauptsächlich mit Erkrankungen des Nervensystems. Eng verbunden ist der medizinische Bereich der Psychiatrie.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Neurologe?

Ein Neurologe diagnostiziert und therapiert Fehlfunktionen und Krankheiten des Nervensystems. Dazu zählen vor allem Gehirn, Knochenmark und peripheres Nervensystem sowie versorgende Blutgefäße und wichtige Gewebsstrukturen.

Ein weiteres Feld umfasst Symptomatiken und Fehlfunktionen, welchen psychische Störungen zugrunde liegen. Dies können beispielsweise Lähmungen, Sinnesstörungen, Schmerzen oder Schlafstörungen sein. Eng verbunden ist daher das Fachgebiet der Psychiatrie, da mit einigen neurologischen Störungen psychisch bedingte Krankheiten verbunden sind.

Teilgebiete der Neurologie sind die Neurophysiologie, welche sich mit dem Nervensystem und seiner Funktionsweise befasst und die Neuropathologie. Diese beschäftigt sich vorrangig mit den krankhaften organischen Veränderungen des Nervensystems und gilt als theoretische Grundlage für die Neurologie. Die Neurochirurgie umfasst die operativen Eingriffe im zentralen und im peripheren Nervensystem.

Ein erfolgreiches medizinisches Studium mit Approbation als Arzt ist die Grundlage für eine Facharztausbildung zum Neurologen. Diese muss in einer entsprechenden Fachabteilung für Neurologie sowie für Psychiatrie absolviert werden. Abschließend erfolgt eine Facharztprüfung zum Neurologen.

Welche Behandlungen macht der Neurologe?

Da das Nervensystem ein sehr umfassender Bereich ist, sind auch die Krankheitsbilder sehr vielfältig. Im Folgenden können daher nur einige wenige Beispiele gegeben werden.

Ein Neurologe ist in erster Linie Spezialist für alle Erkrankungen, die Gehirn, Rückenmark und Nervensystem betreffen. Diese Krankheiten können durch Entzündungen, Gendefekte, Verletzungen, Tumore oder Stoffwechselstörungen verursacht werden. Entzündliche Erkrankungen können beispielsweise Hirnhautentzündungen, Multiple Sklerose oder die Gürtelrose sein.

Ein Neurologe wird ebenfalls nach Unfällen mit schweren Verletzungen wie ein Schädel-Hirn-Trauma oder Verletzungen der Wirbelsäule hinzugezogen. Des Weiteren ist eine Betreuung durch einen Neurologen oft nach Schlaganfällen, Erkrankungen wie BSE, Epilepsie und Narkolepsie angeraten sowie bei einigen Tumorerkrankungen, die das Nervensystem betreffen.

Auch Suchterkrankungen wie Alkoholismus oder Drogenmissbrauch sollten durch einen Neurologen begleitet werden, da bei einem Entzug unter anderem epileptische Anfälle auftreten können.

Schmerzhafte Erkrankungen wie das Karpaltunnelsyndrom, Lähmungserscheinungen oder ein Bandscheibenvorfall werden teilweise vom Neurologen therapiert. In den meisten Fällen steht neben der Diagnostik die medikamentöse Einstellung und Überwachung durch einen Neurologen im Vordergrund.

Welche Diagnose- und Untersuchungsmethoden nutzt der Neurologe?

Wie jeder Facharzt sucht auch ein Neurologe zuerst das Gespräch mit dem Patienten. Er erhebt eine Anamnese und veranlasst anschließend, entsprechend der Symptomatik, Untersuchungen. Nach der körperlichen Untersuchung können Blutabnahmen oder Gewebeproben ebenso notwendig sein wie die Diagnostik mit speziellen Geräten.

Typische neurologische Geräte sind hier das EEG (Hirnstrommessung), EMG (Prüfung der Funktionstüchtigkeit der Muskulatur) und das NLG (misst die Leitgeschwindigkeit bestimmter Nerven). MRT und CT dienen ebenfalls der genaueren Diagnostik, gerade bei Verletzungen, Schlaganfällen, Tumoren und entzündlichen Prozessen.

Neben diesen geläufigen Gerätschaften nutzt ein Neurologe auch Geräte, die die Hirnleistung messen oder Aufschluss über die Funktionstüchtigkeit von Seh-, Hör- und Gleichgewichtsnerv geben. Manche Krankheitsbilder werden mittels Ultraschall und Farbduplex genauer abgeklärt.

Nicht immer kann der Neurologe allein eine Diagnostik erstellen. In vielen Fällen ist ein multidisziplinäres Team aus verschiedenen Fachbereichen notwendig, um dem Patienten bestmöglich zu helfen.

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Worauf sollte der Patient bei der Wahl des Neurologen achten?

Auch beim Neurologen ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Arzt und Patient notwendig. Fühlt sich der Patient nicht wohl oder missverstanden kann das den Heilungsprozess erheblich beeinträchtigen. Der Neurologe sollte deshalb sorgfältig gewählt und notfalls auch gewechselt werden, wenn die Beziehung nicht stimmt.

Meist kann der Hausarzt bei der Suche nach einem passenden Neurologen hilfreich zur Seite stehen, da er die Krankengeschichte bereits kennt und oft weiß, bei welchem Neurologen der Patient am besten aufgehoben ist. Bei der Wahl sollte das Krankheitsbild im Vordergrund stehen, da Neurologen unterschiedliche Spezialisierungen haben. Hier kann auch die Krankenkasse ein Ansprechpartner sein.

In manchen Fällen ist eine zweite Meinung wichtig, gerade wenn Unsicherheiten bestehen. Auch die Praxisausstattung oder die Zusammenarbeit mit Kliniken kann, je nach Krankheitsbild, ein ausschlaggebendes Kriterium sein, um unnötige Wege und wertvolle Zeit zu sparen.

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