Mundhygiene

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 26. September 2017
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Sorgfältige Mundhygiene ist für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit. Schon die Jüngsten lernen das richtige Zähneputzen und werden regelmäßig dem Zahnarzt vorgestellt. Schöne und gesunde Zähne sind der Lohn für regelmäßige Pflege und Prophylaxe.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Mundhygiene?

Unter dem Begriff Mundhygiene werden alle vorbeugenden Maßnahmen zusammengefasst, die das Entstehen von Krankheiten der Zähne und des Zahnhalteapparates verhindern sollen.

Die Spannbreite reicht vom regelmäßigen Zähneputzen und professionellen Prophylaxemaßnahmen in der Zahnarztpraxis bis zur Fluoridierung des Trinkwassers. Am wichtigsten ist die individuelle Prophylaxe, die in Basis- und Intensivprophylaxe unterteilt wird. Zu den basisprophylaktischen Maßnahmen zählen die gesunde Ernährung und die tägliche Zahnreinigung.

Bei den meisten Personen reichen diese einfachen Hygienemaßnahmen allein nicht aus, sie brauchen professionelle Intensivprophylaxe, die nur von geschulten Fachleuten durchgeführt werden kann. Um krankhafte Veränderungen an den Zähnen und am Zahnfleisch frühzeitig erkennen zu können, sind zwei Vorsorgeuntersuchungen pro Jahr empfehlenswert.

Funktion, Wirkung & Ziele

Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates werden durch Zahnbelag (Plaque) und dessen Stoffwechselprodukte verursacht. Auf dem Zahnbelag können sich Bakterien und andere Mikroorganismen ansiedeln.

Bei zuckerreicher Ernährung produzieren die Mikroorganismen Säuren, die Karies verursachen. Andere Bakterien, die sich ebenfalls auf dem Zahnbelag ansiedeln, provozieren das Immunsystem und es entsteht eine Zahnfleischentzündung. Weiche Zahnbeläge aus Nahrungsresten und Bakterien lassen sich mit der Zahnbürste durch gründliches Putzen und Spülen entfernen.

Das tägliche Benutzen der Zahnbürste und der Zahnpasta gehört zu den Grundlagen einer gesunden Mundhygiene. Wird das Zähneputzen häufig vergessen, kommt es sehr schnell zur Karies.

Darum ist das regelmäßige Zähneputzen der wichtigste Teil der Mundhygiene, der nicht nur für frischen Atem sorgt, sondern die meisten Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates wirksam verhindern kann. Die Schichten aus Nahrungsresten, Mikroorganismen und ihren Stoffwechselprodukten können zusätzlich Mineralstoffe aufnehmen. Durch diese Mineralisation des Zahnbelages entsteht Zahnstein. Zahnstein lässt sich mit der Zahnbürste nicht mehr entfernen.

Harte Beläge und unschöne Verfärbungen, wie sie beispielsweise vom Rauchen oder vom Teetrinken verursacht werden, müssen durch den Zahnarzt oder durch speziell geschulte Mitarbeiter in der Praxis entfernt werden. Diese professionelle Zahnreinigung sollte im Abstand von etwa sechs Monaten durchgeführt werden und ist eine wichtige Ergänzung der persönlichen Mundhygiene.

Typische Produkte & Mittel

Die optimale Mundhygiene besteht aus täglichem Zähneputzen und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen durch den Zahnarzt.

Wichtigstes Instrument für die Mundhygiene ist die Zahnbürste. Ob man sich für die klassische Handzahnbürste, die es in verschiedenen Härtegraden und Formen gibt, eine elektrische Zahnbürste oder sogar eine Ultraschallzahnbürste entscheidet, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und des Geldbeutels.

Die Reinigungsleistung der Hand- und Zahnbürsten wird von Fachleuten als etwa gleichwertig eingeschätzt. Ultraschallzahnbürsten brauchen eine spezielle Zahnpasta, da sie ein anderes Reinigungsprinzip haben. Sie reinigen sehr gründlich und schonend. Für die Reinigung der Zahnzwischenräume eignet sich Zahnseide.

Sind die Abstände größer, werden Interdentalbürsten genutzt. Zahnpasta für Hand- und Elektrozahnbürsten gibt es in großer Auswahl. Mundwässer und Mundspülungen sorgen für frischen Atem. Einige Produkte werben mit antibakterieller Wirkung. Diese hält nur etwa eine halbe Stunde an.

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Krankheiten, Risiken & Gefahren

Ein strahlendes Lächeln ist die beste Visitenkarte, doch das können nur die zeigen, die gesunde und sorgfältig gepflegte Zähne haben. Die Gesundheit der Zähne wird vor allen Dingen durch Karies und Parodontitis gefährdet.

Während Karies den Zahn beschädigt und im fortgeschrittenen Stadium starke Schmerzen bereitet, bleibt die Entzündung und die allmähliche Zerstörung des Zahnhalteapparates in vielen Fällen zu lange unbemerkt. Die Behandlung von Karies wird von den meisten Patienten zwar als sehr unangenehm empfunden, aber die Schmerzen sorgen dafür, dass der Zahnarzt aufgesucht wird.

Nur in besonders schwierigen Fällen muss der Zahn extrahiert werden und hinterlässt eine unschöne Lücke. Problematischer als Karies ist die Parodontitis, die zur Zerstörung des Zahnhalteapparates führt. Zunächst macht sich die Entzündung, die durch Plaque verursacht wird, durch Schwellung des Zahnfleisches und Zahnfleischbluten bemerkbar. Später geht Bindegewebe und Knochensubstanz verloren. Dadurch lockern sich die Zähne und es droht der vollständige Verlust.

Parodontitis führt außerdem zu einer Verschlechterung des allgemeinen Gesundheitszustandes. Das Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Rheuma und für Frühgeburten wird durch eine Parodontitis gesteigert.

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Quellen

  • Gängler, P., et al.: Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Meyer-Lückel, H., et al.: Karies. Thieme, Stuttgart 2012
  • Meyer-Lückel, H., Paris, S., Ekstrand, K. (Hrsg.): Karies: Wissenschaft und Klinische Praxis. Thieme, Stuttgart 2012

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