Karies

Karies gehört, mit den typischen Symptomen der Zahnschmerzen und dunklen Verfärbungen der Zähne, zu den häufigsten Infektionserkrankungen in Europa. Karies wird dabei von Bakterien verursacht, die sich rund um die Zähne andiedeln und den Zahnschmelz angreifen. Besonders ungeputze Zähne, die zuckerhaltige Speisereste zwischen den Ecken haben, sind bei den Kariesbakterien besonders beliebt.

Inhaltsverzeichnis

Definition Karies

Die Zahnerkrankung Karies ist eine der häufigsten Erkrankungen in den industrialisierten Staaten. Fast jeder Mensch ist mindestens einmal im Leben von dieser Krankheit betroffen. Die oberen und hinteren Zähne sind deutlich häufiger von Karies betroffen; ebenfalls kommt es in einem bestimmten Alter vermehrt zum Ausbruch der Erkrankung. Besonders Kinder zwischen vier und elf Jahren sowie Männer und Frauen zwischen 55 und 65 Jahren erkranken oft an dieser Zahnkrankheit.

Grundsätzlich jedoch ist Karies eine Erkrankung, welche in jedem Alter auftreten und auch jeden Zahn betreffen kann. Eine ausreichende Mundhygiene und Zahnpflege kann bereits helfen, der Erkrankung Karies vorzubeugen. Die richtige Putztechnik ist hier ebenso wichtig wie das regelmäßige Auswechseln der Zahnbürste, nämlich mindestens alle drei Monate. Nach dem Zähneputzen sollte man es nicht versäumen, den Mund für mindestens 30 Sekunden mit einer Mundspülung zu spülen. Weiterhin sind natürlich regelmäßige Zahnarztbesuche sowie eine zahngesunde Ernährung, mit wenig Zucker, wichtig, damit Karies erst gar nicht auftritt.

Ursachen für Karies

Karies wird in den meisten Fällen ausgelöst von Bakterien, die sich auf den Zähnen ansiedeln und hier den Zahnschmelz beschädigen. Für die Entstehung von Karies sind aber weitaus mehr Faktoren verantwortlich. So spielt nicht nur die Zahnsubstanz eines Einzelnen eine entscheidende Rolle, auch die Ernährung kann verantwortlich sein für den Ausbruch der Erkrankung. Besonders zuckerhaltige Speisen begünstigen die Entstehung von Karies; diese in Verbindung mit Bakterien auf den Zähnen bieten beste Voraussetzungen für Karies, sich anzusiedeln.

Darüber hinaus können Menge und Zusammensetzung des menschlichen Speichels eine Rolle für die Entstehung von Karies spielen. Eine erhöhte Speichelmenge bewirkt einen besseren Abtransport der Speisen und gibt so schädlichen Bakterien weniger Chancen, sich auszubreiten.

Symptome

Krankheitsverlauf Karies

Karies

Wird die Erkrankung Karies nicht richtig behandelt, wird schlimmstenfalls nicht nur der Zahnschmelz angegriffen, sondern eventuell auch der Zahnnerv. Dies kann im schlimmsten Fall zu einem Ausfall des betroffenen Zahnes führen. Im Anfangsstadium macht sich Karies meist durch helle oder auch bräunliche Stellen auf den Zähnen bemerkbar, den sogenannten Kariesflecken. Später können diese dunkel und sogar schwarz werden.

In diesem Stadium der Erkrankung ist die Karies bereits schmerzhaft; spätestens jetzt sollte schnellstmöglich ein Zahnarzt aufgesucht werden. Der Verlust oder die Lockerung von bereits vorhandenen Füllungen kann ein weiteres Indiz für eine bestehende Karies sein.

Eine Begleiterscheinung von Karies, die von vielen Patienten beobachtet wird, ist die Schmerzempfindlichkeit sowohl gegenüber heißen, kalten oder aber auch süßen Speisen.

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Behandlung von Karies

Die Behandlung von Karies richtet sich danach, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Bei tieferen Zahndefekten wird die betroffene Stelle mit dem Bohrer behandelt und so die Karies entfernt. Hier wird meist eine örtliche Betäubung des Zahnnervs vorgenommen.

Eine in jüngster Zeit immer beliebter werdende Möglichkeit ist die sogenannte Lasertechnik; bei dieser verspürt der Patient keinerlei Schmerzen. Die durch das Bohren entstandenen Löcher werden mit speziellen Zahnfüllungen, meist mit Amalgam, verschlossen.

Der Zahnarzt erkennt eine Karies in der Regel bereits bei einem Blick in den Mund. Im Anfangsstadium geben Röntgenbilder ebenfalls Aufschlüsse. Ist die Karies bereits weiter fortgeschritten und der Zahnnerv in Mitleidenschaft gezogen, wird der behandelnde Arzt eine Wurzelfüllung anstreben.

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