Muskatnussbaum

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 2. Dezember 2016
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Die Muskatnuss bereichert dank ihres warmen und würzigen, süßlich-bitteren, feurigen und pfeffrigen Aromas bereits seit dem Mittelalter die Küche. Eine Prise der Samen würzt, fein gerieben, viele verschiedene Speisen wie Kartoffelpüree, Blumenkohl oder helle Soßen. Die Muskatnuss ist botanisch gesehen keine Nuss, sondern der Samenkern des Muskatbaums.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau des Muskatnussbaums

Die Muskatnuss, die von den indonesischen Banda-Inseln stammt, war zwar schon im Altertum und in der Antike als Heilmittel bekannt, doch als Gewürz spielte sie zu dieser Zeit noch keine große Rolle. Erst im 16. Jahrhundert gewann die Muskatnuss auch in dieser Hinsicht an Bedeutung. Die Muskatnuss gelangte zwar erst später in die europäischen Küchen Europas, heutzutage ist sie jedoch ein fester Bestandteil der Gewürz-Palette.

Der Muskatnussbaum ist ursprünglich in Indonesien beheimatet, wird inzwischen jedoch weltweit in den tropischen Gebieten angebaut. Heutzutage ist er zum Beispiel in Afrika, Asien und Südamerika zu finden. Die wichtigsten Anbauländer sind Indonesien, Indien und Grenada. Der immergrüne Baum kann bis zu 20 Meter hoch wachsen, wobei er auf Plantagen meistens nicht höher als sechs Meter wird.

Die dunkelgrünen, ledrigen Blätter sind kurz gestielt und lanzettförmig spitz. Der Muskatbaum, der gelblich-weiß blüht, verfügt über männliche und weibliche Blüten. Aus den weiblichen Blüten des Baums entwickeln sich gelbe, dem Pfirsich ähnliche Steinfrüchte. Die Muskatnuss, bei der es sich botanisch um eine einsamige Beere handelt, steckt in einer glatten und holzigen Schale. Sie ist von einem leuchtend-karmin- bis violettroten Samenmantel umgeben (Muskatblüte).

Der Samenmantel wird entfernt und, genau wie die Nuss, getrocknet. Wird die Schale entfernt, kommen die bräunlichen Samen mit ihrer netzartigen Oberfläche zum Vorschein, die bis zu 25 Millimeter lang und ungefähr vier Gramm schwer sind. Beim Trocknen verblasst die Muskatblüte. Sie wird orange bis gelblich-braun und drei bis vier Zentimeter lang. Als Muskatnuss werden die Kerne mit der leicht runzeligen Oberfläche bezeichnet.

Sie ist aromatisch, süß-würzig und leicht harzig. Die Muskatnuss enthält 30 bis 40 Prozent Öl, aus dem ausgepresst die Muskatbutter entsteht. Die Muskatnuss wird mittlerweile seit über 2.000 Jahren gerieben als Gewürz verwendet. Der Muskatbaum benötigt durchschnittlich ungefähr acht Jahre, bis er die ersten Früchte trägt und erst nach etwa 15 Jahren erfolgt eine ertragsreiche Ernte.

Wirkung & Anwendung

Die Muskatnuss kann vielfältig zubereitet werden. Die geriebene Nuss mit warmer Milch aufgekocht hat aufgrund der ätherischen Öle, die sich dabei entfalten, zum Beispiel eine beruhigende Wirkung und hilft insbesondere bei einer Schlaflosigkeit sehr gut. Frisch geriebener Muskat regt zudem die Verdauung an. Die ätherischen Öle wirken des Weiteren antibakteriell, sodass auch eine äußerliche Behandlung wirksam ist.

Hierfür wird eine Muskatnuss frisch gerieben und mit Wasser zum dicken Brei vermischt. Dies wird auf die entzündete Stelle gegeben. Das ätherische Muskatnussöl kann zudem in Cremes eingearbeitet werden. Die Muskatbutter wird beispielsweise bei Verdauungsbeschwerden und äußerlich angewendet gegen Hautleiden eingesetzt. Die Muskatnuss dient auch der Verfeinerung von zahlreichen Speisen.

Sie wird in der Küche jedoch sparsam verwendet, denn sie schmeckt sehr intensiv. Sie hat einen warmen, würzig-aromatischen und pfeffrigen Geschmack und wird gern genutzt, um beispielsweise Kartoffel- und Fleischgerichte, helle Soßen, Cremesuppen, Blumen- und Rosenkohl und Spargel zu würzen. Die Muskatnuss wird in der italienischen Küche gern in der Kombination mit Nudelgerichten und Spinat verwendet.

Der Muskatnussbaum ist ursprünglich in Indonesien beheimatet, wird inzwischen jedoch weltweit in den tropischen Gebieten angebaut. Die Muskatnuss ist botanisch gesehen keine Nuss, sondern der Samenkern des Muskatbaums.

Dank des leicht bitteren Aromas ist sie auch aus der Weihnachtsbäckerei nicht wegzudenken. Muskat ist gemahlen und als ganze Muskatnuss erhältlich. Meist genügt eine Prise, um den Gerichten eine schöne Würze zu verleihen. Die Muskatnuss sollte erst kurz vor dem Ende der Garzeit zugegeben werden, damit das Aroma in den Speisen erhalten bleibt. Früher war die Muskatnuss sehr kostbar, sodass sogar Kriege darum geführt wurden, doch heutzutage ist das exotische Gewürz relativ günstig in jedem Supermarkt erhältlich.

Da das Aroma schnell verfliegt, wird die Muskatnuss am besten luftdicht und dunkel verpackt aufbewahrt und immer frisch über die Speisen gerieben. In Mengen ab vier Gramm etwa wirkt die Muskatnuss giftig. Kinder und Schwangere sollten sie gänzlich meiden.

Bedeutung für die Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Die Muskatnuss kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Hierbei ist jedoch eine besondere Vorsicht ratsam, um eine Überdosierung zu vermeiden. Die Muskatnuss soll bei zahlreichen Erkrankungen und Beschwerden helfen, beispielsweise bei Blähungen, Durchfall, Magenkrämpfen, einer Leber-, Gallen- und Herzschwäche, einer Schlaflosigkeit, Ekzemen und Herpes. Die ätherischen Öle wirken schmerzlindernd und können auch bei Gicht, Rheuma und Gelenkschmerzen eingesetzt werden.

Die Muskatnuss hat außerdem eine anregende, aphrodisierende und leistungssteigernde Wirkung, sie fördert die Verdauung und löst Krämpfe. Die Muskatnuss soll sich insbesondere auf die Darmtätigkeit sehr positiv auswirken und außerdem bei Magen-Darm-Infekten mit Durchfall sowie bei einer akuten Magenschleimhautentzündung helfen.

Die Darmwände sollen durch den Verzehr durchlässiger für die wichtigen Nährstoffe werden. Außerdem entkrampft die Muskatnuss bei Blähungen. Auch den Appetit regt sie an, sodass sie gern nach einer längeren Krankheit eingesetzt wird, wenn kein Appetit mehr vorhanden ist. Die Muskatnuss wird in der ayurvedischen Medizin zusätzlich bei einer Inkontinenz, einem vorzeitigen Samenerguss und einer Schlaflosigkeit verwendet.

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