Zahnfleischbluten
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Wie der Name bereits selbst ausdrückt, erkennt man Zahnfleischbluten (auch Zahnfleischblutung) zumeist an den Blutspuren im Mundraum. Diese werden zumeist beim Zähneputzen mit dem Ausspühlen der Zahncreme bemerkt.
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Definition Zahnfleischbluten
Zahnfleischbluten macht sich durch Blut und Schmerzen beim Zähneputzen, Blutspuren beim Biss in einen Apfel und in fortgeschrittenen Fällen durch Schwellungen, die bei Berührung schmerzen, bemerkbar.
Aber auch beim Essen von Weißbrot oder anderen Brötchen können Blutreste sichtbar werden. Meist liegt neben dem Zahnfleischbluten auch eine Zahnfleischentzündung vor, sodass bei deisem Beschwerden ein Zahnarzt aufgesucht werden sollte, um weitere Komplikationen auszuschliessen.
Im Gegensatz zum gesunden Zahnfleisch, das hell rosafarben ist, kann erkranktes Zahnfleisch rötlich verfärbt sein. Die verstärkte Durchblutung führt dann zu Zahnfleischbluten.
Ursachen für Zahnfleischbluten
Die häufigste Ursache einer Zahnfleischentzündung und für Zahnfleischbluten ist eine mangelnde Zahnhygiene. Bakterien können sich ungehindert vermehren und ihre Giftstoffe zwischen Zahnhals und Zahnfleisch ausscheiden. Eine besondere Gefahr für Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten entsteht, wenn sich bereits Zahnfleischtaschen gebildet haben.
Nicht immer muss Zahnfleischbluten eine entzündliche Ursache haben. Hormonelle Veränderungen, z. B. während der Wechseljahre der Frau, Leberschäden, verschiedene gerinnungshemmende Medikamente, eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse oder Diabetes können zu Zahnfleischbluten führen. Trotzdem in diesen Fällen das Zahnfleisch nicht verfärbt oder geschwollen ist, kann es zum Zahnfleischbluten kommen.
Krankheiten mit Zahnfleischbluten
Behandlung von Zahnfleischbluten
Zahnfleischbluten muss behandelt werden. Ein Fehler ist, aufgrund der Zahnschmerzen auf das Zähneputzen zu verzichten. Auf diese Weise schreitet die Erkrankung immer weiter fort. Um die Vermehrung der Bakterien zu verhindern, kommt es auf die richtige Mundhygiene an. Bei Zahnfleischbluten sollte der Zahnarzt aufgesucht werden, um die Ursache zu erkennen und zu behandeln.
Sind Zahnfleischtaschen vorhanden, misst der Zahnarzt deren Tiefe. Der Zahnarzt stellt die Neigung zum Zahnfleischbluten fest. Da bei Zahnfleischbluten und einer Zahnfleischentzündung der Kieferknochen bereits geschädigt sein kann, untersucht der Zahnarzt anhand von Röntgenaufnahmen die Beschaffenheit des Knochens.
Zahnfleischbluten wird durch eine Säuberung des Zahnhalteapparates, d. h. durch Entfernung von Zahnstein, vorhandener Rückstände und entzündlichen Gewebes aus den Zahnfleischtaschen, gezielt behandelt. Die Behandlung von Zahnfleischbluten kann durch eine spezielle Zahncreme und eine antibakterielle Mundspüllösung unterstützt werden. Das Zahnfleisch kann mit Myrrhe-Tinktur eingepinselt werden. Bei erfolgreicher Behandlung klingt die Entzündung rasch ab und das Zahnfleischbluten hört auf.
Rezeptfreie Medikamente gegen Zahnfleischbluten
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Vorbeugung von Zahnfleischbluten
Um Zahnfleischbluten zu vermeiden, sollte eine weiche Zahnbürste verwendet werden. Das Zähneputzen sollte ohne viel Druck erfolgen. Um Entzündungen und Zahnfleischbluten zu vermeiden, sollte die Zahnbürste mindestens alle drei Monate ausgewechselt werden. Zur Vorbeugung sollten die Zahnzwischenräume nach dem Essen mit Zahnseide gereinigt werden. Der Verzehr von rohem Obst und Gemüse sowie von Vollkornbrot trägt zur Zahngesundheit bei und kann das Zahnfleischbluten verhindern.
Ist eine ernst zu nehmende Erkrankung die Ursache von Zahnfleischbluten, gilt es, diese Erkrankung zu behandeln. Schließlich kommt es auf den regelmäßigen Besuch beim Zahnarzt an. Mit einer gesunden Ernährung und einer sorgfältigen Zahnpflege kann dem Zahnfleischbluten entgegengewirkt werden.
Bücher über Zahnfleischbluten
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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