Diabetes mellitus
Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit oder einfach nur Diabetes ist eine häufig vorkommende chronische Stoffwechselerkrankung. Typisches Merkmal dabei ist der erhöhte Blutzuckerspiegel. Diabetes mellitus sollte auf jeden Fall vom Arzt behandelt werden, da die Folgeschäden zum Tod führen können.
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Definition Diabetes mellitus
Die Krankheit Diabetes mellitus ist auf einen Insulinmangel (absolut oder relativ), oder ein vermindertes Ansprechen des Körpers auf Insulin zurückzuführen.
Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet. Seine Hauptaufgabe ist die Aufnahme von Traubenzucker (Glukose) aus dem Blutstrom in die Zellen. Fehlt dieses Hormon, kann die Glukose nicht mehr in die Zellen eingebracht werden. In der Folge kommt es bei Diabetes mellitus zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels.
Ursachen für Diabetes mellitus
Bei Diabetes mellitus Typ 2 reagieren die Zellen nicht mehr ausreichend auf das körpereigene Hormon Insulin. Es entwickelt sich ein relativer Insulinmangel und in Folge eine Insulinresistenz - Insulin ist zwar vorhanden, aber die Zellen reagieren nicht darauf.
Bei den Meisten der Erkrankten werden körperliche Veränderungen vorgefunden, die als „Wohlstandssyndrom“ zusammengefasst werden. Dazu gehören starkes Übergewicht (mehr als 80 % der Betroffenen), Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin), Bluthochdruck und ein gestörter Zuckerstoffwechsel. Auch die erbliche Veranlagung spielt bei Diabetes mellitus Typ 2 eine große Rolle.
Symptome
- Gewichtszunahme
- oder Gewichtsabnahme
- Häufiges Wasserlassen
- Vermehrter Durst
- Appetitlosigkeit
- Allgemeine Schwäche
- Juckreize
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Übelkeit
- Erbrechen
- Sehstörungen
- Krämpfe
- Bewusstseinsstörungen
Krankheitsverlauf Diabetes mellitus
Verlauf und Prognose hängen bei Diabetes mellitus vor allem davon ab, wie gut es gelingt, den Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Niveau zu halten. Bei Diabetes mellitus Typ 1 kommt es ohne Behandlung innerhalb weniger Wochen zu Veränderungen im Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Daraus kann sich ein diabetisches Koma entwickeln, dass bis zum Tod führen kann. Der Typ 2 Diabetes mellitus entwickelt sich langsamer und wird oft erst nach jahrelangem Verlauf entdeckt.
Symptome beider Arten sind unter Anderem, verstärkter Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme, Neigung zu Infektionen, Wadenkrämpfe, Juckreiz und Sehstörungen. Der Verlauf wird hauptsächlich durch Folgeerkrankungen (Augenschäden, Nierenschäden, Nervenschäden, Durchblutungsstörungen) bestimmt. Häufige Todesursachen als Folge von Diabetes mellitus sind Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen.
Behandlung von Diabetes mellitus
Um den Blutzucker bei Diabetes mellitus in einen angemessenen Bereich zu bringen reicht eine gesündere Lebensweise oft nicht aus. In diesem Fall steht eine Bandbreite an Medikamenten, sogenannte Antidiabetika in Tablettenform (Biguanide, Sulfonylharnstoffe, Glukoseregulatoren, Insulinsensitizer) zur Verfügung.
Typ 1 Diabetiker müssen, von Beginn der Erkrankung an, Insulin spritzen, da ihre Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage ist Insulin selbst zu produzieren. Folgeerkrankungen lassen sich verhindern oder hinauszögern, wenn der Diabetes mellitus und seine Begleiterkrankungen richtig behandelt werden. Wird der Blutzuckerspiegel gut eingestellt können Diabetiker ein Leben ohne Einschränkungen und Beschwerden führen.
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