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Diabetes mellitus

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Diabetes mellitus

Diabetes mellitus, Zuckerkrankheit oder einfach nur Diabetes ist eine häufig vorkommende chronische Stoffwechselerkrankung. Typisches Merkmal dabei ist der erhöhte Blutzuckerspiegel. Diabetes mellitus sollte auf jeden Fall vom Arzt behandelt werden, da die Folgeschäden zum Tod führen können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Diabetes mellitus?

Bei Diabetes mellitus („ honigsüßer Durchfluss“) oder Zuckerkrankheit handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung. Sie ist gekennzeichnet durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie).

Die Krankheit Diabetes mellitus ist auf einen Insulinmangel (absolut oder relativ), oder ein vermindertes Ansprechen des Körpers auf Insulin zurückzuführen.

Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet. Seine Hauptaufgabe ist die Aufnahme von Traubenzucker (Glukose) aus dem Blutstrom in die Zellen. Fehlt dieses Hormon, kann die Glukose nicht mehr in die Zellen eingebracht werden. In der Folge kommt es bei Diabetes mellitus zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels.

Ursachen für Diabetes mellitus

Die beiden Hauptformen von Diabetes mellitus, Typ 1 und Typ 2, haben gänzlich unterschiedliche Ursachen. Nur etwa fünf Prozent der Diabetiker sind vom Typ 1 Diabetes mellitus betroffen. Die Krankheit beginnt meist in jugendlichem Alter und wird deswegen auch als juveniler (jugendlicher) Diabetes bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Autoimmunerkrankung, die durch genetische Veranlagung und Virusinfektionen (vor allem Masern-, Mumps- und Grippeviren) begünstigt wird.

Bei Diabetes mellitus Typ 2 reagieren die Zellen nicht mehr ausreichend auf das körpereigene Hormon Insulin. Es entwickelt sich ein relativer Insulinmangel und in Folge eine Insulinresistenz - Insulin ist zwar vorhanden, aber die Zellen reagieren nicht darauf.

Bei den Meisten der Erkrankten werden körperliche Veränderungen vorgefunden, die als „Wohlstandssyndrom“ zusammengefasst werden. Dazu gehören starkes Übergewicht (mehr als 80 % der Betroffenen), Fettstoffwechselstörungen (hohes Cholesterin), Bluthochdruck und ein gestörter Zuckerstoffwechsel. Auch die erbliche Veranlagung spielt bei Diabetes mellitus Typ 2 eine große Rolle.

Diagnose und Verlauf bei Diabetes mellitus

Um Diabetes mellitus zu diagnostizieren, werden der sogenannte Nüchternblutzucker (die im Blut vorhandene Glukose-Konzentration) gemessen und ein Glukosebelastungstest durchgeführt. Wenn dabei an mindestens zwei Tagen ein erhöhter Blutzuckerwert gemessen wird, gilt das als Hinweis für Diabetes mellitus.

Im Verlauf der Krankheit kann es ohne Behandlung oder bei einer falschen Einstellung des Blutzuckers zu Fehlfunktionen von Organen kommen. Im Extremfall können verschiedene Organe sogar komplett versagen. Darüber hinaus verlieren Patienten mit Diabetes vom Typ 1 ohne entsprechende Behandlung in der Regel an Gewicht, fühlen sich unwohl und müssen oft Wasser lassen. Beim Typ 2 sind die Symptome hingegen deutlich weniger ausgeprägt.

Typische Symptome und Anzeichen bei Diabetes

Infogramm zur Anatomie und Ursache von Diabetes mellitus Typ 2. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Krankheitsverlauf Diabetes mellitus

Verlauf und Prognose hängen bei Diabetes mellitus vor allem davon ab, wie gut es gelingt, den Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Niveau zu halten. Bei Diabetes mellitus Typ 1 kommt es ohne Behandlung innerhalb weniger Wochen zu Veränderungen im Säure-Basen-Haushalt des Körpers. Daraus kann sich ein diabetisches Koma entwickeln, dass bis zum Tod führen kann. Der Typ 2 Diabetes mellitus entwickelt sich langsamer und wird oft erst nach jahrelangem Verlauf entdeckt.

Symptome beider Arten sind unter Anderem, verstärkter Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsabnahme, Neigung zu Infektionen, Wadenkrämpfe, Juckreiz und Sehstörungen. Der Verlauf wird hauptsächlich durch Folgeerkrankungen (Augenschäden, Nierenschäden, Nervenschäden, Durchblutungsstörungen) bestimmt. Häufige Todesursachen als Folge von Diabetes mellitus sind Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen.

Behandlung und Therapie von Diabetes mellitus

Um akute Beschwerden und Spätfolgen der Diabetes mellitus zu vermeiden ist vor allem eine gute Blutzuckereinstellung von Bedeutung. Dabei steht eine gesunde Lebensweise im Vordergrund. Neben mehr Bewegung und einer Gewichtsreduktion bei Übergewichtigen ist es wichtig normale Blutfettwerte und einen normalen Blutdruck zu erreichen.

Um den Blutzucker bei Diabetes mellitus in einen angemessenen Bereich zu bringen reicht eine gesündere Lebensweise oft nicht aus. In diesem Fall steht eine Bandbreite an Medikamenten, sogenannte Antidiabetika in Tablettenform (Biguanide, Sulfonylharnstoffe, Glukoseregulatoren, Insulinsensitizer) zur Verfügung.

Typ 1 Diabetiker müssen, von Beginn der Erkrankung an, Insulin spritzen, da ihre Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage ist Insulin selbst zu produzieren. Folgeerkrankungen lassen sich verhindern oder hinauszögern, wenn der Diabetes mellitus und seine Begleiterkrankungen richtig behandelt werden. Wird der Blutzuckerspiegel gut eingestellt können Diabetiker ein Leben ohne Einschränkungen und Beschwerden führen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Reißig Jacqueline kommentierte am 10.09.2012 um 17:04 Uhr

Es geht nicht um mich selber, sondern um meinen Lebensgefährten. Er hat Diabetes Typ 2. Sein Blutzuckerwert ist aber in Ordnung. Er nimmt seine Medikamente auch regelmäßig ein, hat aber trotzdem nach gewisser Zeit wieder starken Gewichtsverlust. Woran kann es liegen? Er hatte außer seiner Diabetes auch noch sehr viele andere gesundheitliche Probleme, die jetzt aber so gut wie beseitigt sind und er auf dem Weg ist zu einer vollständigen Genesung.