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Vermehrter Durst

Vermehrter Durst, starker Durst, verstärkter Durst oder Polydipsie sind im medizinischen Zusammenhang zumeist Symptombegriffe, die auf eine Erkankung hinweisen können. Starker Durst kommt besonders bei Stoffwechselerkrankungen zum Tragen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Durst

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Zunächst einmal ist Durst ein normales und gesundes Verlangen, Wasser aufzunehmen. Da der menschliche Körper Wasser bzw. Flüssigkeit für ein normales Funktionieren des Stoffwechsels und anderer lebenswichtiger Prozesse benötigt, ist das Gefühl des Durstes ein überlebenswichtiger Zustand.

Ein erwachsener Mensch braucht in der Regel 3 Liter für den täglichen Bedarf. Je nach körperlicher Aktivität oder Umgebung (z.B. Wüste vs. Arktis), kann der Bedarf höher oder niedriger sein. Ebenso kann der Durst abhängig von Mineralien, wie Salzen, sein, die direkt oder über die Nahrung aufgenommen wurden. Ist der Salzgehalt höher als benötigt, wächst auch der Durst. Diesen Ausgleich von Salzen und Flüssigkeit nennt man auch Osmotischer Druck bzw. Osmose.

Ursachen für vermehrten Durst

Eher normale und ungefährliche Ursachen für einen stärkeren Durst sind Schwitzen, körperliche Bewegung und Umgebungstemperatur. Vermehrter Durst kann aber auch bei Fieber, Durchfall, Erbrechen, Verbrennungen und Blutverlust auftreten, da es hierbei zumeist zu einem Flüssigkeitsverlust kam.

Stark gesteigerter Durst beruht jedoch oftmals auch auf Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder auf Hormonstörungen. Ebenso können auch Krankheiten im Zusammenhang mit der Schilddrüse und den Nieren für einen gesteigerten Durst stehen. Auch psychische Ursachen liegen manchmal dem starkem Durstempfinden zugrunde. Mit dem verstärktem Durst geht oftmals auch häufiges Wasserlassen einher.

Polydipsie, also krankhaft gesteigerter Durst, wird durch verschiedene Stoffwechselstörungen verursacht. Dazu zählen vor allem der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und der Diabetes insipidus, bei dem ein Mangel an einem bestimmten Hormon vorliegt. Oftmals entsteht auch nach starken Alkoholkonsum ein starkes Durstgefühl, welches umgangssprachlich auch als "Brand" bekannt ist.

Krankheiten

Behandlung von gesteigertem Durst

Ist der verstärkte Durst auf keine normalen Ursache, wie Schwitzen, zurückzuführen, so sollte ein Arzt konsultiert werden. Oftmals liegt dann eine Erkrankung wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Diabetes insipidus (Wasserharnruhr) vor und sollte behandelt werden. Dabei wird der Arzt eine intensive Befragung zum vermehrten Durst und zum Wasserlassen durchführen. Danach wird er eine weitreichende körperliche Untersuchung einleiten.

Dazu gehört eine Blutuntersuchung sowie die labortechnische Untersuchung von Urin. Bei der Blutprobe wird auch der Hormonhaushalt auf Auffälligkeiten geprüft. Steht dann endgültig die Ursache für den vermehrten Durst fest, so kann eine individuelle Therapie bzw. Behandlung beginnen. Dazu sollte, wie bereits angemerkt, zunächst die Grunderkrankung behandelt werden, sofern vorhanden.

Bei Diabetes mellitus sollte angestrebt werden, die Blutzuckerwerte wieder zu normalisieren. Bei Diabetes insipidus ist es notwendig den Elektrolythaushalt auf Normalwerte zu regulieren. Ist dies erfolgreich, wird auch das verstärkte Durstgefühl wieder auf ein gesundes Maß zurück kommen.

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