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Kopfschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Zu den häufigsten Beschwerden überhaupt, zählen die Kopfschmerzen (Cephalgien). Fast 70% der deutschen Bevölkerung leiden an akuten oder chronischen Kopfschmerzen. Manche Menschen leiden sogar unter täglichen Kopfschmerzen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen lassen sich in primäre und sekundäre Kopfschmerzen untergliedern. Zu den primären Kopfschmerzen, die viel häufiger auftreten, gehören zum Beispiel die Migräne und Spannungskopfschmerzen. Diese Art des Kopfschmerzes sind als eigenständige Krankheit zu betrachten.

Die meisten Kopfschmerzen, also sekundäre Kopfschmerzen, treten als Begleitsymptomen von verschiedenen Krankheiten auf. Zum Beispiel bei Erkältungen und grippalen Infekten. Kopfschmerzen sind entweder dumpf, pochend, stechend oder hämmernd. Sie können einseitig oder über den ganzen Kopf verteilt sein. Häufig treten Kopfschmerzen besonders um die Augen, an den Schläfen, an der Stirn oder am Hinterkopf auf. Kopfschmerzen können noch begleitet werden von anderen Symptomen wie Erbrechen, Übelkeit oder Sehstörungen.

Ursachen für Kopfschmerzen

Kopfschmerzen können vielfältige Ursachen haben. Statistisch gesehen, sind die häufigsten Ursachen für Kopfschmerzen Spannungskopfschmerzen oder Migräne.

Jedoch können auch Flüssigkeitsmangel, Alkohol, Sonnenstich, Augenerkrankungen, Kopfverletzungen, psychische oder psychosomatische Störungen, Ursache für Kopfschmerzen sein.

Der Medizin sind fast 220 auslösende Ursachen für Kopfschmerzen bekannt. Außerdem können Kopfschmerzen auch durch Medikamente (zum Beispiel Schmerzmittel), Verletzungen oder durch die Menstruation ausgelöst werden.

Diagnose und Verlauf bei Kopfschmerzen

Kopfschmerzen können sowohl sofort als auch schleichend auftreten. Die Diagnose ist dabei einfach: Schmerzen, die direkt im Kopf entstehen, sind als Kopfschmerzen zu bezeichnen. Eine Ausnahme bilden Schmerzen im Nackenbereich, denn das können sehr oft auch Verspannungen der Nackenmuskulatur sein, welche als Kopfschmerzen wahrgenommen werden. Siehe hierzu: Nackenschmerzen.

Der Verlauf ist unangenehm, da die Konzentrationsfähigkeit deutlich leidet, aber meist halten die Symptome nur sehr kurz an. Neben Erschütterungen des Kopfes ist Flüssigkeitsmangel ein häufiger Auslöser von einfachen Kopfschmerzen. Behalten die Kopfschmerzen länger als ein bis zwei Tage ihre Intensität und sind Schmerzmittel wie Aspirin oder Ibuprofen wirkungslos, muss allerdings sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Krankheiten mit Kopfschmerzen

Behandlung und Therapie von Kopfschmerzen

Nicht immer muss bei Kopfschmerzen ein Arzt aufgesucht werden, da meistens die Kopfschmerzen schnell wieder vergehen. Kopfschmerzen im Rahmen von Erkältungskrankheiten, Stress, Schlafmangel, Überanstrengungen und Alkoholkonsum sind zumeist ungefährlich und vergehen innerhalb eines Tages.

Treten die Kopfschmerzen über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder auf oder sind die Kopfschmerzen sehr stark und plötzlich, ist es ratsam einen Arzt aufzusuchen. Der Arzt wird im Rahmen seiner Diagnose überprüfen, in welchem Bereich des Kopfes die Kopfschmerzen auftreten. Weiterhin wird er über Intensität und Merkmale der Kopfschmerzen Untersuchungen einleiten. Dabei ist es wichtig festzustellen, ob die Kopfschmerzen über den ganzen Kopf verteilt oder einseitig auftreten. Sind chronische Kopfschmerzen die Ursache, empfiehlt es sich ein Tagebuch über die Kopfschmerzen zu führen. Hierbei sollte besonders die Dauer und das Auftreten der Kopfschmerzen dokumentiert werden.

Auch psychosomatische und neurologische Auffälligkeiten wird der Arzt gegebenenfalls in seine Diagnose mit einfließen lassen. Eventuell sollte auch die fachärztliche Diagnose des Augenarztes, des Orthopäden oder eines Hals-Nasen-Ohren Arztes zur weiteren Behandlung genutzt werden. Abhängig von der tatsächlichen Ursache der Kopfschmerzen sind auch Blutuntersuchungen und Urinproben wichtige Behandlungsgrundlagen. Auch eine elektrische Untersuchung der Hirnströme, Computertomographie und Ultraschallsuntersuchungen können erforderlich werden.

Infogramm zu den Ursachen und Symptomen bei Migräne und Kopfschmerzen. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Eine langfristige Behandlung ist besonders bei Patienten mit Migräne notwendig. Tritt der Kopfschmerz im Zusammenhang mit einem Gehirntumor, Schlaganfall oder Hirnhautentzündung auf, ist auch dies umgehend zu behandeln. Jedoch tritt diese Ursache sehr selten auf. Wie bei allen Symptomen, ist auch die Behandlung von Kopfschmerzen von ihrer Ursache abhängig.

Kopfschmerztabletten mit Inhaltsstoffen wie Paracetamol, Ibuprofen oder acetylsalicylsäurehaltige Substanzen, werden häufig gekauft. Jedoch sollten diese Medikamente nur mit Bedacht eingenommen werden. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist überaus sinnvoll.

Ebenso können auch Massagen, autogenes Training oder Akupunktur für Linderung sorgen. Auch wenn diese Verfahren nicht immer wissenschaftlich fundiert sind, gelten sie als gute Behandlungs- und Vorbeugungsmaßnahmen gegen Kopfschmerzen.

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Vorbeugung von Kopfschmerzen

Wie fast immer, gilt auch bei der Vorbeugung von Kopfschmerzen, dass eine gesunde Lebensweise mit viel Sport und Bewegung und eine gesunden Ernährung, die besten Garanten gegen Kopfschmerzen sind. Weiterhin sind wenig Stress, ausreichend Flüssigkeit, viel Schlaf und Entspannungsübungen ausgezeichnete Vorbeugungsmaßnahmen. Vermeiden Sie auch Alkohol und Nikotin.

Hausmittel und Kräuter gegen Kopfschmerz

Bei akuten Kopfschmerzen, Kopf und Stirn sanft und intensiv mit Majoranöl einreiben. Eine weitere Hilfe ist es, sich unter die Dusche zu stellen und den Strahl des heißen Wassers direkt auf den Nacken zu richten.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Heide kommentierte am 14.04.2012 um 02:42 Uhr

Ich habe seit 4 Tagen urplötzlich irrsinnige Kopfschmerzen auf der linken Seite Richtung Hinterkopf. Bisher habe ich nur sehr selten Kopfschmerzen gehabt und wenn nicht vergleichbar mit den jetzigen. Ibofrofen 800 und Paracetamol 1000 helfen nur bedingt und sehr kurzfristig. Dachte zunächst an einen Migräneanfall, aber nachdem die Schmerzen gar nicht nachlassen und auch sonst keine Symptome dafür sprechen, mache ich mir doch etwas Sorgen, dass es etwas Schlimmeres sein könnte. Ich bin kein Arztgänger und auch absolut niemand, der schnell jammert. Jetzt bekomme ich jedoch etwas Angst!