Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Spannungskopfschmerzen sowie chronische Kopfschmerzen machen rund 90 Prozent der Kopfschmerzbeschwerden aus. Rasche Hilfe ist gefragt, wenn der Kopf spannt, drückt oder pocht. Was hilft wirklich gegen einen schmerzenden Kopf?

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Kopfschmerzen?

Spannungskopfschmerzen werden am besten mit einem warmen Bad bekämpft, auch eine Wärmflasche kann helfen. Als Hausmittel werden auch feucht-warme Kompressen empfohlen, welche auf Schultern und Nacken gelegt werden. Generell werden Spannungskopfschmerzen am besten mit Wärme behandelt. Ein Bad hilft ebenfalls, wobei hier auf eine ansteigende Temperatur geachtet werden soll (beginnend bei ca. 34 °C warmem Wasser, gesteigert bis auf maximal 43 °C). Das Bad soll 10 bis 15 Minuten dauern.

Manchmal hilft Kälte, beispielsweise als kalte Kompresse oder kaltes Arm- und Fußbad. Pfefferminzöl gilt als das Hausmittel erster Wahl bei Kopfschmerzen, die von der Schläfe ausgehen. Eine leichte Massage mit dem Öl ist angebracht und lindert Spannungskopfschmerzen. Das Pfefferminzöl wirkt hier ähnlich wie Paracetamol.

Infogramm zu den Ursachen und Symptomen bei Migräne und Kopfschmerzen. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Allseits beliebt ist Kaffee als Medizin gegen Kopfschmerzen. Das enthaltene Koffein sorgt für eine bessere Durchblutung des Gehirns. Positiv auf die Durchblutung wirken sich zudem Infrarotbestrahlung und Fangopackungen aus.

Nicht immer helfen Hausmittel weiter. Dann müssen Medikamente eingenommen werden, wie Paracetamol oder Tabletten mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure. Auch Ibuprofen hilft gegen Schmerzen. Wichtig ist, die Tabletten immer in der angegebenen Dosierung einzunehmen, ansonsten wirken sie nicht richtig, werden unter- oder überdosiert. Gerade bei Einnahme nur der halben Dosis kann es passieren, dass die Tablette nicht richtig wirkt und eine weitere eingenommen wird. So kommt es zu einer (teils gefährlichen) Überdosierung.

Treten bei Kindern Kopfschmerzen auf, so sollten diese unbedingt ärztlich untersucht werden. Eine Eigenbehandlung mit Medikamenten ist nicht empfehlenswert, da meist Überlastung und Stress hinter den Beschwerden stehen. Diese Probleme müssen unbedingt abgeklärt werden. Kinder sollten auch nicht mit ätherischen Ölen behandelt werden, das gilt vor allem für Kinder unter sechs Jahren. Die Öle können Atemwegsprobleme bis hin zur Erstickung auslösen.

Schnelle Hilfe

Viele Kopfschmerzgeplagte führen die Schmerzen auf Flüssigkeitsmangel zurück und erhöhen ihre Trinkmenge. Wer weiß, dass er zu wenig trinkt, sollte daher seinen Flüssigkeitskonsum erhöhen. Dies wirkt einem Dickerwerden des Blutes und damit eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff entgegen.

Schnelle Hilfe verspricht der bereits erwähnte Kaffee, wenn ein Spritzer Zitrone beigemengt wird. Das Koffein sorgt für ein Zusammenziehen der Gefäße, wodurch die Durchblutung kurzfristig beeinflusst wird. Die Zitrone soll das gesamte Immunsystem unterstützen und so dafür sorgen, dass zumindest erkältungsbedingte Kopfschmerzen weniger häufig auftreten.

Dem Spannungskopfschmerz kann mit frischer Luft begegnet werden.
Oft ist unzureichende Flüssigkeitsaufnahme der Grund für Kopfschmerzen.

Allerdings ist noch nicht geklärt, ob das Mehr an Sauerstoff oder die kurze Auszeit für das Abklingen der Beschwerden verantwortlich ist. Betroffene berichten zudem über hilfreiche Massagen. Diese lockern verspannte Muskeln, denn auch diese können zu Kopfweh führen. Nicht nur die Massage der Schläfe ist hier gewinnbringend, sondern auch eine Massage der Schultern- und Nackenmuskulatur ist empfehlenswert.

Recht schnell wirken natürlich auch Medikamente, hier sind besonders Paracetamol und Ibuprofen hervorzuheben.

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Alternative Heilmittel

Die Naturheilkunde hält viele verschiedene Mittel gegen Kopfschmerzen parat. Entstehen diese zum Beispiel durch Stress, so sollen Globuli aus Cocculus die Schmerzen lindern. Gegen stressbedingte "den Kopf spaltende" Schmerzen hilft Nux vomica. Treten Kopfschmerzen plötzlich auf und in Folge von Angst, Aufregung oder Ärger, so wird Aconitum empfohlen. Belladonna hilft bei pochenden Schmerzen und überreizten Sinnen.

Schmerzen durch lange Arbeit am Computer werden mit Cimicifuga bekämpft. Auch Gelsemium wird gegen Schmerzen, die den Kopf regelrecht einengen, verwendet. Witterungsbedingte Kopfschmerzen werden mit Aconitum oder Rhus toxidendron behandelt.

Generell werden Langzeittherapien gern mit homöopathischen Mitteln durchgeführt, schnelle Schmerztherapien mit Mitteln der Schulmedizin. Die Naturheilkunde nutzt dabei auch kurmäßige Behandlungen von dreiwöchiger Dauer mit einwöchiger Pause. Die eingesetzten Potenzen sollten nicht zu hoch sein, D6 oder D12 genügen völlig. Bei einer Besserung der Beschwerden sollte das jeweilige Mittel abgesetzt werden.

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