Konzentrationsstörungen
Konzentrationsstörung oder Konzentrationsschwäche sind Begriffe für eine Beeinträchtigung der Konzentration, die sich unterschiedlich stark ausprägen kann. Dabei kann ein Konzentrationsstörung oder Konzentrationsschwäche nur kurz oder über einen längeren Zeitraum hinweg auftreten.
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Definition Konzentrationsstörung
Hierbei ist die Konzentration selbst die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Handeln oder Sinnereiz. Auch auf andere Personen oder Gegenstände kann die Konzentration gelenkt werden. Dabei fokussiert man mit der Konzentration Dinge genauer, während die Umgebung nur am Rande oder unscharf wahrgenommen wird. Die Konzentration legt eine geistige Anstrengung zugrunde, die daher auch nicht ewig anhält. Kinder der Grundschule, beispielsweise, können sich gerade einmal eine viertel Stunde konzentrieren. Bei Erwachsenen lässt die Konzentration spätestens nach einer Stunde nach. Schwankungen können natürlich individuell auftreten.
Lässt die Konzentration in diesem normalen Zyklus nach, kann nicht von einer Konzentrationsstörung oder Konzentrationsschwäche gesprochen werden. Eine Konzentrationsstörung kann in jedem Alter vorkommen. Häufig wird dieses Symptom jedoch Kindern zu Unrecht zugeschoben, da sie eben noch nicht die gleiche Konzentrationsfähigkeit, wie Erwachsene aufgebaut haben.
Weicht die allgemeine Konzentrationsfähigkeit jedoch von den normalen Werten ab, steckt oft eine Konzentrationsstörung oder Konzentrationsschwäche dahinter. Der Unterschied zwischen einr Konzentrationsstörung und einer Konzentrationsschwäche besteht darin, dass bei Konzentrationsstörung nur kurzzeitig anhält, während eine Konzentrationsschwäche über einen längeren Zeitraum verläuft.
Medizinisch ist nicht genau festgelegt, ab wann eine Konzentrationsstörung vorhanden ist. Dennoch können Konzentrationsstörungen in verschiedenartiger Dimension auftreten und unterliegen ebenso den verschiedensten Ursachen.
Ursachen für Konzentrationsstörungen
Kurzzeitige Konzentrationsstörung oder Konzentrationsschwäche haben zumeist keine krankhaften Ursachen. Hauptsächlich sind hierfür Stress, Burnout, Überforderung, Schlafmangel, zu viel Kaffee, Drogen, Rauchen und Alkohol die Ursache. Aber auch mangelnde Bewegung, schlechte Ernährung, Mineral- und Vitaminmangel, Nebenwirkung von Medikamenten und Allergien können für temporäre Konzentrationsstörung oder Konzentrationsschwäche sorgen. Lang anhaltendes Computerspielen oder Fernsehgucken, gepaart von Schlafmangel sind besonders bei Kinder und Jugendlichen die Hauptursachen für deren Konzentrationsstörungen, die sich dann in den Schulnoten auch bemerkbar machen.
Konzentrationsstörungen oder Konzentrationsschwäche können aber auch im Zusammenhang mit körperlichen Beschwerden oder Krankheiten stehen. Vor allem psychosomatische und neurologische Probleme sind häufig auftretende Ursachen. Weitere Erkrankungen, die Konzentrationsstörungen als Symptom aufweisen, sind Schilddrüsenunterfunktion, Depressionen und Magersucht. Bei älteren Patienten kommen auch eine mangelhafte Gehirndurchblutung und Alzheimererkrankung in Frage. Eher harmlos sind Konzentrationsstörungen in den Wechseljahren der Frau.
In seltenen Fällen sind auch genetische Ursachen oder frühkindliche Schäden oder Komplikationen Gründe für Konzentrationsstörungen. In diesem Zusammenhang ist auch die als Konzentrationsschwäche bekannte Legasthenie oder die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oft in aller Munde.
Krankheiten
- Schilddrüsenunterfunktion
- Heuschnupfen
- Demenz
- Kater (Alkoholintoxikation)
- Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
Behandlung von Konzentrationsstörungen
Zunächst steht immer das Gespräch mit dem behandelnden Arzt im Vordergrund. Dabei wird besonderes Augenmerk auf die Lebensbedingungen des Kindes oder Erwachsenen gelegt. In vielen Fällen sollten daher auch Gespräche mit Eltern und Lehrer geführt werden. Um eine Konzentrationsstörung oder Konzentrationsschwäche zu diagnostizieren, benutzt der Arzt oder Psychologen dann Testverfahren. Zumeist wird bei Kindern die Testreihe zur Prüfung der Konzentrationsfähigkeit (TPK) oder KT 3-4 angewendet. Hierbei werden den Patienten bestimmte Aufgaben gestellt, um deren Konzentrationsfähigkeit zu prüfen. Besonders im Hinblick auf Ablenkbarkeit, können diese spezifischen Tests gute Ergebnisse erzielen.
Findet der Arzt oder Psychologe sodann die richtige Ursache, werden je nachdem entsprechende weitere Untersuchungen eingeleitet. Dabei sollen vor allem organische oder psychosomatische Krankheiten ausgeschlossen werden. Um diese ausschliessen zu können, werden Sehtesst und Hörtest gemacht. Ausserdem wird die Hormonkonzentration im Blut gemessen.
Sodann wird die Behandlung nach der abschliessenden Ursache durchgeführt. Autogenes Training und andere Entspannungstechniken (Progressive Muskelentspannung, Yoga, Akupunktur) können bei Stress und Burnout helfen, die Konzentrationsfähigkeit wieder zu erhöhen. In der Regel empfiehlt ihr Arzt oder Psychologe dann Konzentrationsübungen. Meist sind dies Logikspiele oder Rätsel, die aber nicht jedermanns Sache sind. Daher sind konzentrationsspezifische Sportarten, wie Surfen und Basketball gut geeignet, um nicht nur die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen, sondern gleichzeitig auch das Allgemeinbefinden zu verbessern. Joggen und Schwimmen können ebenso den Geist von unnötigem Ballast leeren und damit die Konzentration in Problemsituation schärfen.
Liegt der Konzentrationsstörung oder Konzentrationsschwäche eine organische oder krankheitsbedingte Ursache zu Grunde, so ist diese zunächst primär zu behandeln. Auch bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS, gibt es passende Behandlungsmöglichkeiten, die ihnen ihr Arzt vorschlagen wird.
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Vorbeugung von Konzentrationsstörungen
Besonders Mannschaftssportarten und Ausdauersport schaffen einen freien Geist und erhöhen die Konzentrationsfähigkeit. Zuletzt sei angeraten, sich gesund zu ernähren. Fettarme und zuckerfreie Kost ist da eine Selbstverständlichkeit, die von vitaminreichem Obst und Gemüse begleitet wird. Vermeiden sie übermäßig viel Kaffee und verzichten sie völlig auf Alkohol und Nikotin.
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