Gesuendernet

Heuschnupfen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Heuschnupfen oder Pollenallergie ist eine Allergie durch Pollen und Blütenstaub. Vor allem im Frühling kommt der Heuschnupfen besonders häufig vor. Typische Symptome sind tränende Augen, brennende Augen, Niesen und Schnupfen.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für Heuschnupfen

Die Ursache für Heuschnupfen bzw. Pollenallergie findet sich in einer allergischen Reaktion, die durch Pollen und Blütenstaub ausgelöst wird. Kommt es zum Kontakt mit den Pollen an den Schleimhäuten, wie Augen und Nase, so wird eine Überreaktion des Immunsystems ausgelöst. Vor allem die daraufhin gebildeten Abwehrstoff bzw. Antikörper schütten dann sehr schnell Entzündungsbotenstoffe (Histamine) aus.

In der Regel folgt nun eine Vergrößerung der Blutgefäße und eine Verengung der Atemwege, vor allem die Bronchien. Daraufhin werden durch die Histamine andere Abwehrzellen herbei gelockt, die dann an den Augen für Augenentzündungen, Augentränen, Augenbrennen, Augenjucken oder eine Bindehautentzündung des Auges sorgen können.

Ebenso wird oftmals ein Niesreiz, Niesanfälle, Nasenjucken, Fließschnupfen, verstopfte Nase oder trockene Nasenschleimhaut durch die Überreaktion des Immunsystems ausgelöst.

Am meisten sorgen folgende Pollen oder Blütenpflanzen für den Heuschnupfen: Roggen, Birke, Erle, Haselnusssträucher, und verschiede Kräuter, wie Beifuß. Aber auch diverse Lebensmittel können einen Heuschnupfen auslösen: Haselnüsse, Äpfel, Walnuss, Kartoffel, Dill, Sellerie, Möhren, Erdnüsse, Kiwi und teilweise auch Kirschen.

Typische Symptome und Anzeichen bei Heuschnupfen

Krankheitsverlauf Heuschnupfen

Der Verlauf von Heuschnupfen bzw. Poellenallergie beginnt bereits oftmals in frühen Lebensjahren. Vor allem Kinder und Jugendliche leiden statistisch häufiger an Heuschnupfen als Erwachsene. Weiterhin kann der Heuschnupfen ein ganzes Leben lang immer wieder auftreten bzw. anhalten. Dennoch kann man die Hyposensibilisierung mit seinen auftretenden Symptomen lindern und eindämmen.

Wird der Heuschnupffen nicht behandelt können die allergischen Reaktionen massive Symptome hervorrufen. Es kann dann zu Bindehautentzündung oder Asthma kommen, die mit einer Behandlung gar nicht erst aufgetreten wären. Je älter der Betroffene wird, desto stabiler wird sein Heuschnupfen und die Symptome bleiben in ihrer Intensität geringer.

Behandlung und Therapie von Heuschnupfen

Bei Verdacht auf Heuschnupfen sollte ein Arzt aufgesucht werden. Vor allem die lästigen Begleitsymptome können medizinisch gelindert bzw. reduziert werden. Dabei wird der Arzt einen Allergietest machen und feststellen, auf welche Pollen, Nahrungsmittel oder Pflanzen der Betroffenen allergische Reaktionen zeigt.

Nun sollte in der Therapie versucht werden den Kontakt mit den auslösenden Pollen zu minimieren oder ganz einzustellen. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Dennoch empfielt sich hier ärztliche Aufklärung, was diesbezüglich getan werden kann. Es ist weiterhin möglich eine Desensibilisierung bzw. Hyposensibilisierung mit Hilfe einer spezifischen Immuntherapie durchzuführen.


Bei dieser Immuntherapie werden vom Arzt Allergene unter die Haut gespritzt. Ziel ist es das Immunsystem auf diese Stoffe und Reize anzupassen, sodass es nicht mehr zu starken allergischen Reizen kommt. Diese Therapie dauert im Allgemeinen bis zu drei Jahre. Alternativ kann diese Methode auch in Form von Tropfen oder Tabletten mit Pollenlösung verabreicht werden. Dabei werden die Allergene in Tropfenform unter die Zunge verabreicht. Es kann bei beiden Methoden aber zu ungefährlichen Nebenwirkungen, wie Schwellungen, Juckreizen und Hautrötungen kommen.

Rezeptfreie Medikamente gegen Heuschnupfen

Hier Informieren:

Medikamente gegen Heuschnupfen günstig und kompetent bei mycare Versandapotheke


Bücher über Heuschnupfen

Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Heuschnupfen?

Name oder Pseudonym:
E-Mail (optional):
(Wird nicht angezeigt. Nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden.)
Kommentar:
(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)
Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

allergiegeplagt kommentierte am 15.03.2013 um 16:08 Uhr

Ich habe schon zwei Desensibilisierungen hinter mir, ohne Erfolg. Gibt es wirksame Alternativen bei starker Allergie gegen insbesondere Haselnuss und Birke? Bitte um wirklich hilfreiche Tipps. Bin auch stark allergisch gegen z.B. Erle, Platane, Beifuss. Die Liste geht noch weiter. Momentan habe ich Fließschnupfen und starkes Augenjucken (Haselnuss-Allergie).