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Sellerie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. August 2011
Symptomat.deHeilpflanzen Sellerie

Die Gattung Sellerie (lateinisch: Apium) gehört mit ihren dreißig Arten der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) an. Weit verbreitet ist vor allem die Art Echter Sellerie (Apium graveolens), der als Nutz- und Heilpflanze Verwendung findet.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen und Anbau von Sellerie


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Die Wildform des Echten Selleries ist weltweit verbreitet. Sie gedeiht vor allem in salzhaltigem und sumpfig-feuchtem Boden in gemäßigten Breiten. Man vermutet, dass mit der Kultivierung im Mittelmeergebiet begonnen wurde.

Heute gilt die Wildform in Deutschland, abhängig vom Bundesland, als stark gefährdet bis ausgestorben. Kultiviert erfolgt der Sellerieanbau im Rahmen des Gemüseanbaus, wo er nach Aussaat im Januar im Mai geerntet werden kann.

Auch während des Sommers und Herbstes kann Sellerie geerntet werden. Zu diesem Zweck pflanzt man vorgezogene Selleriepflanzen zwischen Mai und Juni ins Freiland aus. So steht Sellerie als Gemüse nahezu das ganze Jahr über frisch zur Verfügung.

Schon den alten Ägyptern diente Wildsellerie als Heilpflanze, ebenso den alten Griechen, von denen die Römer den Sellerie übernahmen. In Mitteleuropa wurde der Sellerie ab dem Mittelalter als Arzneipflanze genutzt. Die heute erhältlichen Varietäten entstanden ab dem 17. Jahrhundert in Italien.

Wirkung und Anwendung von Sellerie

Heutzutage ist der Sellerie in Form des Knollenselleries insbesondere als Suppengrün beliebt, wird aber auch als Wurzelgemüse in Schmorgerichten verwendet. In der traditionellen mitteleuropäischen Küche reicht man pürierten Sellerie als Beilage, verwendet ihn im Salat wie beispielsweise im Waldorfsalat, in Suppen oder – in Scheiben gebraten und paniert – auch als Hauptgericht, die sogenannten Sellerieschnitzel.

Bis ins 18. Jahrhundert erfolgte der Anbau allerdings nur in Klostergärten, da man dem Sellerie eine aphrodisierende sowie mild stimmungsaufhellende Wirkung nachsagte und er somit in die Hände eines erfahrenen Drogisten gehörte. In Form von Schnitt- oder Würzsellerie, wo nur die Sellerieblätter Verwendung finden, gehört der Sellerie vermutlich aufgrund der nachgesagten potenzsteigernden Wirkung bis heute zu den beliebtesten Küchenkräutern.

Der mild schmeckende Stauden- oder Bleichsellerie findet als Gemüse oder Rohkost Verwendung, wohingegen der Knollensellerie bevorzugt als Suppengrün oder Schmorgemüse verzehrt wird. Sehr modern und beliebt ist Stangensellerie, welcher als Rohkost mit Kräuterdips serviert oder mit Frischkäse gefüllt wird. Zur leichten Sommerküche gehört auch gedünsteter oder mit Käse überbackener Stangensellerie.

Bedeutung von Sellerie für die Gesundheit

Aufgrund seines hohen Ghealts an ätherischen Ölen gilt Sellerie aus ernährungsphysiologischer Sicht als wertvoll. Die ätherischen Öle dienen nämlich nicht nur dem würzigen Geschmack, sondern wirken auch blutdrucksenkend. Zudem sollen die im Sellerieöl enthaltenen Terpene das Wachstum von schädlichen Pilzen und Bakterien im Mund hemmen sowie Rachenbereich und Magen desinfizieren.

Selleriesaft (Reformhaus) wirkt entwässernd, entschlackend und blutreinigend. Dies ist dem hohen Kaliumgehalt des Selleries zu verdanken, der die Entwässerung fördert. Neben Kalium enthält Sellerie die Vitamine B1, B2, B12, Vitamin C und Vitramin E und darüber hinaus wertvolle Mineralstoffe wie Calcium und Eisen. Sellerie wirkt allgemein kreislauf- und stoffwechselanregend und insgesamt belebend. Hieraus mag sich die überlieferte potenzsteigernde Wirkung erklären. Zudem fördert Sellerie die Magensäurebildung und wirkt sich insofern günstig auf die Verdauung aus.

Auch bei Hauterkrankungen kann der Verzehr eines Selleriesalats helfen, der aus geriebenem Sellerie, Äpfeln, Nüssen, braunem Zucker und Honig hergestellt wird. Dieser Salat soll auch entschlackend wirken. Nicht zuletzt ist eine Sellerieauflage eine traditionelle Behandlung bei Problemen der Harnwege. Hierbei werden Selleriewurzeln und -blätter klein geschnitten, mit Wasser oder Wein zu einem Brei verkocht und in einem Leintuch eingeschlagen auf den Unterbauch gelegt.

Sellerie ist ein kalorienarmes Lebensmittel, weshalb es sich auch für die gesunde Diät-Küche eignet. Nierenkranke sollten Sellerie jedoch nicht in großen Mengen verzehren, da Sellerie die Nieren reizen kann. Zudem gilt Sellerie als Allergieauslöser. Menschen mit einer entsprechenden Veranlagung sollten hier vorsichtig sein.

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Bücher über Sellerie und Heilpflanzen

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