Magersucht

Magersucht oder Anorexia nervosa ist eine durch psychische Störungen verursachte krankhafte Essstörung. Typisch für die Magersucht ist einer radikaler Gewichtsverlust aufgrund einer mangelhaften Ernährung. Außerdem leiden die Betroffenen (zumeist junge Mädchen in der Pubertät) ein einer gestörten Selbstwahrnehmung und Angst dick oder gar fett zu werden.

Inhaltsverzeichnis

Definition Magersucht

Die Magersucht ist eine krankhafte Essstörung, die in der medizinischen Fachsprache auch als Anorexia nervosa bezeichnet wird. Häufig betrifft diese Erkrankung junge Frauen und Mädchen. Charakteristisch für die Magersucht ist ein starker Gewichtsverlust, zudem haben betroffene Patienten meist panische Angst vor einer erneuten Gewichtszunahme.

Liegt das Körpergewicht mehr als 15 Prozent unter dem Normalgewicht, spricht man im Allgemeinen von einer Magersucht. Magersucht ist eine durchaus ernst zu nehmende Erkrankung, die in etwa zehn bis 15 Prozent der Fälle sogar tödlich verläuft. Dies ist meist der Fall, wenn die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt wird.

Immerhin circa 1,5 Prozent der Frauen zwischen 14 und 35 Jahren sind von einer Magersucht betroffen. Der Anteil der unter 20-jährigen ist dabei enorm hoch; meist entwickelt sich diese Erkrankung bereits in der Pubertät. Grundsätzlich sind Frauen von diesem Symptom häufiger betroffen, jedoch können in Einzelfällen auch Männer an Magersucht leiden.

Ursachen für Magersucht

In den meisten Fällen lösen familiäre Konflikte und Probleme die Magersucht-Erkrankung aus. Wer psychisch labil ist, wird schneller von einer Magersucht heimgesucht. Zudem spielt die genetische Veranlagung eine große Rolle. Dies ist zwar noch nicht hinreichend erforscht, jedoch scheinen einige Menschen anfälliger für diese Krankheit zu sein als andere.

Auch eine Störung in der Hirnregion, welche für das Essverhalten und den Menstruationszyklus verantwortlich ist, kann eine Ursache für die Erkrankung Magersucht sein. Natürlich spielt auch die Gesellschaft eine ganz entscheidende Rolle. Dem heutigen Schönheitsideal entsprechen vor allem schlanke Körper; vor allem pubertierende junge Menschen werfen sich diesem schnell unter. Mädchen, die unter einem geringen Selbstwertgefühl leiden, erkranken deutlich häufiger an dieser Erkrankung.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass meist mehrere Faktoren zusammenspielen, die zum Ausbruch der Magersucht führen.

Symptome

Krankheitsverlauf Magersucht

Die Magersucht wird von zahlreichen Symptomen begleitet. Deutlich sichtbar ist natürlich der Gewichtsverlust; dieser kann so weit fortschreiten, dass er lebensbedrohlich werden kann. Durch die mangelhafte Ernährung fehlen natürlich lebenswichtige Nährstoffe. Kennzeichnend ist zudem die sogenannte Körperschemastörung. Betroffene Patienten halten sich grundsätzlich für zu dick und nehmen ihren Körper selbst anders wahr als Außenstehende.

Die Krankheit lässt sich in zwei Gruppen einteilen: etwa die Hälfte der Patienten hält lediglich eine Diät, während die anderen 50 Prozent zusätzlich Symptome der Ess-Brech-Sucht (Bulimie) aufweisen. Diese Patienten essen zwar viel, brechen dies aber wieder aus. Einige Patienten nehmen zusätzlich Abführmittel, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden. Auch betätigen diese sich häufig übertrieben sportlich.

Durch die Magersucht kommt es natürlich auch zu hormonellen Veränderungen im Körper; oft bleibt die Menstruation aus. Ein Kinderwunsch bleibt für Magersüchtige häufig unerfüllt. Grundsätzlich gilt: je früher die Magersucht erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Behandlung von Magersucht

Bei der Erkrankung Magersucht ist es in erster Linie wichtig, gegen das Untergewicht anzukämpfen, da dies natürlich alle inneren Organe in Mitleidenschaft zieht. Ernährungstherapeutische Maßnahmen sollen den Patienten weiterhin helfen, ihr Essverhalten grundlegend umzustellen und wieder zu lernen, "richtig" zu essen.

Zudem sind psychotherapeutische Maßnahmen nötig, da die Einstellung der Patienten zum Essen natürlich grundlegend gestört ist. Vor allem bei jungen Menschen haben sich hier auch Familientherapien bewährt. Da Betroffene sich aber häufig weigern, Nahrung aufzunehmen, wird diese nicht selten über Infusionen zugeführt.

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