Schlafapnoe
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Von Schlafapnoe spricht man, wenn die Atmung während des nächtlichen Schlafes aussetzt. Daher kann man auch von einem Schlafapnoe-Syndrom sprechen, bei der eine Einengung der oberen Luftwege auftritt. Außerdem kann die Ursache auch eine Fehlfunktion oder Störung der Atemmuskulatur sein. Manchmal sind auch andere Krankheiten (z.B. Herzinsuffizienz) für eine Schlafapnoe verantwortlich.
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Definition Schlafapnoe
In Deutschland sind bis zu vier Prozent der Bevölkerung betroffen. Das männliche Geschlecht leidet häufiger an Schlafapnoe. Klassische Symptome sind massives Schnarchen, Kopfschmerzen, Schwindel, trockener Mund und eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit. Letzteres führt zu einer deutlich reduzierten Leistungsfähigkeit, Sekundenschlaf kann auftreten.
Durch den chronischen Stress kann es im Verlauf zu Depressionen, Bluthochdruck mit Gefahr für Herzinfarkte oder Schlaganfälle und erektiler Dysfunktion kommen. Die Diagnose wird durch die Anamnese und durch Überwachung im Schlaflabor gestellt.
Ursachen für Schlafapnoe
Begünstigt wird ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom durch erhebliches Übergewicht, eine behinderte Nasenatmung (Polypen bei Kindern, Tumore oder Missbildungen) und Drogen (Alkohol, Nikotin, Schlafmittel). Aber auch eine Veranlagung zu einer schlaffen Rachenmuskulatur kann auslösend sein. Die zentrale Form entsteht durch Schäden (z.B. Morphinintoxikation) oder Krankheiten (z.B. Borreliose) des ZNS. Die Folge ist eine gestörte Atemregulation im Gehirn. Die zentrale Schlafapnoe ist meist erblich bedingt.
Symptome
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Konzentrationsstörungen
- Gedächtnislücken
- Depressionen
- Potenzprobleme
- Atemnot
Behandlung von Schlafapnoe
Die effektivste Behandlung bei Schlafapnoe ist - nach Reduktion der Risikofaktoren - die CPAP-Beatmung (CPAP: Continuous Positive Airway Pressure). Diese erfolgt über eine Beatmungsmaske für Mund oder Nase. Neuerdings kann auch eine Nasenbrille eingesetzt werden. Der Ventilationsmodus wird so eingestellt, dass ein dauerhafter positiver Druck (Überdruck von ca. 5 bis 20 Millibar) gehalten wird.
So kann verhindert werden, dass die Rachenmuskeln zusammenfallen ("innere Schienung"). Ebenfalls kann so das Schnarchen verhindert werden. Auch wenn die Masken im ersten Moment erschreckend wirken, so sind Anwender wenig beeinträchtigt. Es erfolgt eine schnelle Gewöhnung und die Lebensqualität wird umgehend gesteigert.
Zur Reduktion von Tagesmüdigkeit kann Modafinil (Medikament zur Narkolepsie-Therapie) eingesetzt werden. In leichteren Fällen ist eine Behandlung mit Theophyllin (klassische Indikation bei Asthma und COPD) möglich, welches zentral stimulierende Effekte aufweist.
Reichen die konservativen Therapien nicht aus oder möchte der Patient eine kausale Therapie, kann operativ interveniert werden. Bei der bimaxillären Operation wird chirurgisch der Rachenraum vergrößert. Die Ergebnisse sind gut. Außerdem kann durch Strom Gewebe im Rachenraum "verbrannt" werden. Durch die narbige Schrumpfung wird der Raum hinter der Zunge erweitert.
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Vorbeugung gegen Schlafapnoe
Eine der wichtigsten Maßnahmen gegen die Schlafapnoe ist die Gewichtsreduktion. Ein Normalgewicht sollte das Ziel sein. Auf Alkohol und Nikotin sollte verzichtet bzw. der Konsum eingeschränkt werden. Auch Schlafmittel sollten sparsamen Einsatz finden. Es konnte gezeigt werden, dass das Spielen von Blasinstrumenten einen protektiven Effekt hat. Dies erklärt sich daraus, dass durch das Blasen die Rachenmuskulatur gestärkt wird.
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