Depressive Verstimmung
Die depressive Verstimmung gehört leider für immer mehr Menschen zum Leben. Galt die mentale Erkrankung, die sich über Erschöpfung, Trauer bis hin zu Schwächegefühlen äußert, einst als Tabuthema, so gelangte sie nicht zuletzt durch einige prominente Betroffene verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung. Sie ist allerdings abzugrenzen von einer allgemeinen Depression. Die depressive Verstimmung ist heilbar, kann jedoch auch erhebliche Leiden hervorrufen.
Definition Depressive Verstimmung
Häufig treten die Leiden nicht durchgängig auf, sondern liegen schubweise vor – nicht selten in Verbindung an bestimmte Ereignisse oder Jahreszeiten. Die depressive Verstimmung wird insofern häufig mit einem langen Winter (Winterdepression) ohne Sonnenlicht assoziiert. Doch ist das nicht ganz richtig, da die depressive Verstimmung schon durch Stress, berufliche oder private Probleme sowie einen fehlenden Ausgleich zum Alltag ausgelöst werden kann.
Ursachen für depressive Verstimmung
Daneben kann aber auch das körperliche Ungleichgewicht zur depressiven Verstimmung führen. Etwa dann, wenn dem Organismus nicht die nötigen Vitamine oder Mineralstoffe zugeführt werden, um reibungslos zu funktionieren. Oder wenn auf ausgleichenden Sport und Bewegung an der frischen Luft verzichtet wird.
Die depressive Verstimmung ist daher meist in mehr als einer Ursache begründet. Nicht selten treten während der Therapie zudem lange verborgene Ängste oder Sehnsüchte auf – sie gelten als der wahre Kern der depressiven Verstimmung.
Typische Symptome bei depressiver Verstimmung
Verlauf und Diagnose bei depressiver Verstimmung
Im Normalfall verläuft die depressive Verstimmung schleichend. Von ersten meist unbeachteten Phasen der Schwäche, des Aufbrauens oder der Niedergeschlagenheit kehrt die depressive Verstimmung immer häufiger schubweise zurück.
Dem Betroffenen lastet sie bleischwer auf den Gedanken, versperrt die Sicht auf Auswege und scheint das Leben in tristen Farben zu malen. Die depressive Verstimmung geht dabei nicht selten mit einer Flucht in den Alkohol oder Drogen einher.
Da sich der Betroffene selten über seine Leiden äußert, erkennen Freunde, die Familie oder sonstige Weggefährten die depressive Verstimmung erst relativ spät. Nicht selten zu spät. Sobald es Anzeichen für die Erkrankung gibt, sollte die depressive Verstimmung allerdings therapeutisch behandelt werden.
Behandlung von depressiver Verstimmung
Hier wird oft auf das gegenwärtige sowie frühere Leben des Betroffenen abgestellt: Ängste, Sehnsüchte und Notlagen kommen zur Sprache. Bereits diese Befreiung von den angestauten Lasten kann die Symptome lindern. Tritt die depressive Verstimmung jedoch mit stärkeren Leiden auf, ist auch eine medikamentöse Begleitung möglich. Dabei werden die unerwünschten Gedanken des Patienten blockiert, wodurch der mentale Kreislauf des Negativen durchbrochen wird.
Erst bei den schweren Fällen ist eine stationäre Behandlung nötig. Hierbei handelt es sich oft um Personen, die über lange Zeit von der depressiven Verstimmung betroffen sind und sich in Ersatzsymptome – Magersucht, Alkoholabhängigkeit, Selbstverstümmelung – flüchten. Diese Aufenthalte in einer Klinik können jedoch auch freiwillig angetreten werden.
Anders sieht es dagegen bei konkreten Gefahren für das eigene Leben oder jenes fremder Personen aus: Hier wird die depressive Verstimmung zwangsweise stationär behandelt.
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Vorbeugung von depressiver Verstimmung
Die Vorbeugung der depressiven Verstimmung liegt zunächst in einer ausgewogenen Ernährung, sportliche Betätigung (⇒ Joggen hilft wahre Wunder) und einem Ausgleich zum Alltag des Lebens. Frische Luft und der reichliche Verzehr von Getränken gelten als Treibstoff für das Gehirn – kann es besser arbeiten, kommt die depressive Verstimmung seltener vor. Daneben kann es jedoch auch helfen, nicht alle Problemfälle allzu ernst zu nehmen und damit die depressive Verstimmung zu vermeiden.
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