Drogen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Januar 2017
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Unter Drogen verstehen die meisten Menschen Rauschmittel wie Haschisch, Opium oder Heroin. Doch auch tägliche Genussmittel wie Kaffee und Tee, Alkohol und Nikotin fallen unter die Kategorie Drogen. Tatsächlich handelt es sich bei den Folgen des Drogengebrauchs um ein weites Feld, das von einer leichten Stimulierung des Geistes bis hin zur völligen Zerstörung von Geist und Körper reicht.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Drogen?

Im Gegensatz zu den meisten medizinischen Fachbegriffen, die sich aus dem Griechischen und Lateinischen ableiten, stammt das Wort Droge aus dem Niederländischen. Als Kolonialmacht im südostasiatischen Raum beherrschten die Niederlande Jahrhunderte lang den Gewürzhandel. Gewürze und Tee wurden getrocknet nach Europa gebracht. Manche dieser Gewürze, wie etwa Muskatnuss, verfügen über bewusstseinsverändernde, sogenannte psychotrope Fähigkeiten.

Die Geschichte des Drogenkonsums ist in etwa so alt, wie die Zivilisationsgeschichte. Dass vergorener Traubensaft lustig macht, lernte die Menschen etwa 6.000 vor Christus. Somit ist Wein älter als Bier, denn das Brauen wurde in Ägypten erst vor rund 5.000 Jahren, also 3.000 v. Ch. entdeckt.

Pilze zu Erzeugung eines Rausches wurden damals bereits in Nordafrika und in den weiten Sibiriens genutzt. Auch auf dem amerikanischen Kontinent hatte man die bewusstseinsverändernde Macht verschiedener Pilze erkannt. Zum dem begannen Indianer etwa zur Zeitenwende mit dem Genuss von Tabak.

Akzeptiert sind in der heutigen Gesellschaft weithin Nikotin, Alkohol und Koffein. Zu den Klassikern wie Tee und Kaffee haben sich inzwischen auch eine unübersehbare Anzahl von sogenannten Energydrinks gesellt. Sie enthalten neben Koffein auch noch die Muntermacher Taurin und Guanin. Bisweilen werden, vor allem in Bars und Diskotheken, Energy-Drinks mit Alkohol gemischt, was die Wirkung verstärkt.

Medizinische Anwendung, Wirkung & Gebrauch

Häufig werden Medikamente wie Psychopharmaka, Aufputsch-, Schmerz- oder Schlafmittel als Drogen missbraucht. Umgekehrt nutzen manche HIV- oder Krebspatienten eigentlich verbotene Mittel wie Cannabisprodukte, etwa Haschisch, zu therapeutischen Zwecken.

In der medizinischen Anwendung werden zudem Opioide (z.B. Morphium), als Schmerzmittel legal eingesetzt. Bei psychischen Erkrankungen kommen häufig verschiedene Drogen als Antidepressiva zum Einsatz. Sogar LSD und MDMA werden zurzeit in der Psychotherapie erforscht.

Verschiedene Ureinwohner Südamerikas, Afrikas und Asiens nutzen bis heute verschiedene Drogen aus Pflanzen im Schamanismus zur Krankheitsbekämpfung und zur spirituellen Reinigung des Körpers.

Pflanzlische, natürliche & chemisch-pharmazeutische Drogen

Unter Drogen verstehen die meisten Menschen Rauschmittel wie Haschisch, Opium oder Heroin. Doch auch tägliche Genussmittel wie Kaffee und Tee, Alkohol und Nikotin fallen unter die Kategorie Drogen.

Populär war bis vor wenigen Jahren die Unterscheidung in weiche und harte Drogen. So fielen unter „weich“ etwa Haschisch und Marihuana, während Heroin, LSD oder Crack zu den harten Drogen gezählt wurden.

Doch diese Einteilung gilt heute als überholt. Vielmehr spielen inzwischen Art und Herkunft der Drogen eine Rolle. Einerseits gibt es die Drogen, die auf natürlichem Wege aus Pflanzen hergestellt werden, wie etwa Cannabisprodukte, die aus Hanf, oder Opiate, die aus Schlafmohn gewonnen werden. Andererseits sind heute zahlreiche Drogen erhältlich, die in Labors zusammengestellt werden, die sogenannten Designerdrogen.

Seit einer Studie von David Nutt im Jahr 2007 werden Drogen nach ihrem Schaden für den Konsumenten selbst, seinem Anhängigkeitsgrad und dem sozialen Schaden eingestuft. Danach gilt Heroin als die gefährlichste Droge mit einem Schadenspotential von 8,32 auf einer neunteiligen Skala. In einer Folgestudie, in der dem sozialen Schaden mehr Platz eingeräumt wurde, fand sich Alkohol ganz vorne, gefolgt von Heroin.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Ein grundsätzliches Problem bei Drogen ist das Suchtpotential. So kann schon die einmalige Einnahme von Heroin zu einer Abhängigkeit führen. Doch gerade der regelmäßige Gebrauch von Drogen kann sich auf Geist oder Körper langfristig verheerend auswirken.

So hat zum Beispiel Haschisch ein geringeres Suchtpotential als Alkohol oder Nikotin. Längere regelmäßiger Genuss des Cannabisproduktes kann allerdings zu einer dramatischen Persönlichkeitsveränderung oder gar zu Psychosen führen. Das können auch die schlimmste Auswirkungen bei hochgradiger Alkoholsucht sein. Zudem führt eine schwere Alkoholkrankheit auch zum körperlichen Verfall.

Das sind auch die Folgen einer Heroinsucht, mit dem Unterschied, dass der Verfall viel rasanter voranschreitet. Eine andere Gefahr beim Heroinmissbrauch ist hingegen viel bedrohlicher: Da das Suchtpotential so groß ist und der Körper von Trip zu Trip höhere Dosen benötigt, um das erwünschte Rausch-Niveau zu erreichten, kann es leicht zur Überdosis, zum „Goldenen Schuss“ kommen.

Eine ganz spezielle Gefahr geht von dem wachsenden Markt der Designerdrogen (z.B. Crystal Meth) aus. Da es sich hier um völlig neue Verbindungen handelt, sind ihre langfristigen Auswirkungen oft völlig unklar.

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