Stimmungsschwankungen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 11. Mai 2017
Sie sind hier: Symptomat.deSymptome Stimmungsschwankungen

Stimmungsschwankungen sind Gemütszustände oder Verstimmungszustände und können viele Gründe haben. Stimmungsschwankungen sollten nicht mit einer Depression verwechselt werden. Einfache Stimmungsschwankungen kommen jeden Tag vor und sind normale Anzeichen für unsere Hoch- und Tiefgefühle im Alltag.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Stimmungsschwankungen?

Stimmungsschwankungen sind vor allem ein psychisches Symptom. Sie können entweder als alleinige Erkrankung oder als begleitendes Symptom auftreten, das auf eine weitere zugrundeliegende Erkrankung hindeuten kann. Unter Stimmungsschwankungen versteht man einen Zustand, der eine Person zuerst extrem glücklich und wenig später extrem niedergeschlagen oder sogar aggressiv machen kann. Die Stimmung des Patienten verändert sich binnen weniger Sekunden oder Minuten von einem Extrem zum anderen. Das schadet nicht nur seiner eigenen Leistungsfähigkeit, sondern sorgt auch dafür, dass er sich bei Mitmenschen in ungünstige Situationen bringt.

Bei Stress und Überforderung treten besonders häufig Stimmungsschwankungen auf. Zumeist machen sie sich durch weitere Begleitsymptome sowohl körperlich als auch psychisch bemerkbar. Dazu gehören Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Müdigkeit, Gewichtsschwankungen und Potenzprobleme. Ebenso können Antriebslosigkeit, Konzentrationsmangel und Traurigkeit typische Anzeichen bei Stimmungsschwankungen sein.

Ursachen

In der Regel sind die alltäglichen Stimmungsschwankungen ungefährlich und werden von fast allen Menschen irgendwann einmal erlebt. Wie sie gekommen sind so gehen sie auch wieder und meist erinnert man sich ein paar Tage später gar nicht mehr an sie.

Die Ursachen von Stimmungsschwankungen sind jedoch zumeist auf der psychischen Seite zu suchen. Sie können gemeinsam mit anderen begleitenden Symptomen auf diverse psychische Erkrankungen hindeuten. Stimmungsschwankungen treten beispielsweise unter depressiven Persönlichkeiten häufig auf. Erkennbar sind sie vor allem durch den plötzlichen Wechsel von Freude zu tiefer Trauer. Sie können allerdings auch auf psychische Defizite hindeuten. Ein Patient, der beispielsweise nicht alle Stufen der Maslowschen Bedürfnispyramide erfüllt sieht, leidet unter anderem auch unter Stimmungsschwankungen - zu analysieren wären in diesem Fall die Lebenssituation und die zwischenmenschlichen Beziehungen, da hier die Defizite liegen müssen.

Stimmungsschwankungen können aber auch auf eine körperliche Ursache hindeuten. Meist handelt es sich dabei um eine Erkrankung, die das Gehirn oder die Hypophyse beeinflusst, die dort sitzt und durch Erkrankungen die Stimmung des Patienten beeinflussen kann. Tumore können den Druck im Schädelinneren erhöhen und dafür sorgen, dass es dadurch zu starken Stimmungsschwankungen kommt. Auch hormonelle Behandlungen wie die Einnahme der Pille können dazu führen, dass die Patienten Stimmungsschwankungen entwickeln - bei Frauen reichen auch Regelblutungen für kurzfristige Veränderungen aus.

Kommen Stimmungsschwankungen jedoch häufiger und in rythmischen Abständen vor so können psychische bzw. seelische Ursachen (z.B. Stress, zwischenmenschliche Probleme, Jahreszeiten) darin liegen. Auch diverse hormonelle Krankheiten wie Schilddrüsenüberfunktion können eine Ursache sein.

Oft sind auch der übermäßige Konsum von Genussmitteln, wie Alkohol und Zigaretten mögliche Verursacher von starken Stimmungschwankungen.

Krankheiten

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: F32.9 Depressive Episode, nicht näher bezeichnet) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Komplikationen

Stimmungsschwankungen entstehen meistens im Rahmen einer psychischen Erkrankung, aber auch organische Erkrankungen können auch die Ursache sein. Diese haben dementsprechende Komplikationen. Eine Borderline-Störung geht meistens mit weiteren Erkrankungen einher. Dies können vor allem Depressionen sein. Eine Depression kann mit einem Missbrauch von Alkohol und Drogen zusammenhängen.

Ein häufiger Alkoholkonsum kann beim Betroffene zu einer Fettleber führen, die anschließend in eine Leberzirrhose enden kann. Drogen können zu Psychosen und Angststörungen führen. Ein damit verbundener sozialer Rückzug verstärkt die Symptomatik nur. Häufiger Nikotingebrauch verstärkt die Wahrscheinlichkeit an einer Chronisch Obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zu erkranken und auch das Risiko eines Lungenkrebses wird erhöht.

Zudem leiden Depressive meist unter Schlaf- und Essstörungen. Ein Schlafmangel oder Adipositas verstärken das Risiko an Herz-Kreislauferkrankungen zu erleiden. Häufig wird auch die Persönlichkeit bei Betroffenen verändert. Im schlimmsten Falle kommt es zu Gedanken an Suizid. Daneben kommt es auch meist zu sozialen Problemen vor allem in der Partnerschaft oder am Arbeitsplatz.

Eine Demenz, die auch zu Stimmungsschwankungen führt, kann ebenfalls Persönlichkeitsstörungen hervorrufen. Alltägliche Dinge können nicht mehr richtig ausgeführt werden. Der Betroffene hat meistens auch Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und auch Sprechen. Ein sozialer Rückzug ist ebenfalls nicht selten. Die Erkrankung kann ebenfalls zu einer Inkontinenz und damit eine Pflegebedürftigkeit führen.

Behandlung & Therapie

Stimmungsschwankungen sind vor allem ein psychisches Symptom. Sie können entweder als alleinige Erkrankung oder als begleitendes Symptom auftreten.

Eine ärztliche Behandlung ist nur dann ratsam, wenn der Patient selbst keinen Ausweg aus seinen Stimmungsschwankungen weiss. Auch bei immer wiederkehrenden Stimmungsveränderungen sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Psychisch bedingte Stimmungsschwankungen werden dann meist medikamentös behandelt. Es ist davon auszugehen, dass sie durch ein psychisch herbeigeführtes hormonelles Ungleichgewicht entstehen, weshalb eine Gesprächstherapie oder andere Formen der verbalen Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringen würden. Antidepressiva helfen etwa Patienten mit depressiven Verstimmungen dabei, ihre Stimmungsschwankungen in den Griff zu bekommen. Anschließend sollten allerdings weitere Therapieformen angeschlossen werden, um den Grund für die Erkrankung zu ermitteln und dem Patienten in Zukunft zu ermöglichen, psychischen Stress besser abzubauen.

Handelt es sich um starke Stimmungsschwankungen, die den Patienten selbst gefährden oder suizidale, selbstverletzende Stimmungen beinhalten, wird oftmals auch eine Einweisung zur Therapie in einer Klinik angeordnet. Wird eine körperliche Ursache vermutet, muss vor allem diese behandelt werden. Handelt es sich beispielsweise um einen Tumor, muss dieser entfernt werden - die Stimmungsschwankungen verschwinden dadurch von alleine. Hormonelle Behandlungen müssen hingegen umgestellt und neu angepasst werden, wenn sie der Auslöser sind.

Grundsätzlich sollte man aber auch sich selbst nach den Ursachen und damit auch nach möglichen Änderungen suchen. So sollten übermässiger Stress, Probleme mit Mitmenschen, Genussgifte (Alkohol, Nikotin) und jegliche Probleme realistisch und optimistisch bedacht werden.

Zumeist findet sich hierbei eine Lösung, vor allen in Gespärchen mit der Familie und Freunden. Unterstützend sind auch vermehrte körperliche Aktivitäten (z.B. Wandern, Gartenarbeit), Sport (Joggen, Schwimmen, Radfahren), Kultur (Theater, Festivals), Wellness (Sauna, Schwimmbad) und eine gesunde Ernährung (Obst, Gemüse, Vollkorn).

Aussicht & Prognose

Stimmungsschwankungen können bei vielen Menschen auftreten, wobei es sich allerdings in den meisten Fällen um ein temporäres Symptom handelt. Oft kommen die Stimmungsschwankungen aufgrund einer bestimmten Situation auf und verschwinden nach einer kurzen Zeit wieder. In diesem Falle müssen die Stimmungsschwankungen auch nicht behandelt werden und führen nicht zu weiteren Beschwerden.

Stimmungsschwankungen können auch bei Frauen vor oder in der Periode auftreten und stellen dort hormonbedingt ebenso ein gewöhnliches Symptom dar. Auch in diesem Falle ist eine Behandlung nicht notwendig und das Symptom verschwindet von selbst wieder.

Sollten die Stimmungsschwankungen allerdings oft auftreten und nicht mit bestimmten Ereignissen verbunden sein, so sollte ein Arzt aufgesucht werden. Eine Behandlung ist durch einen Psychologen oder mit Hilfe von Medikamenten möglich. Sie führt in der Regel schnell zum Erfolg und zieht keine weiteren Komplikationen nach sich.

Die Stimmungsschwankungen können auch ohne Behandlung wieder von alleine verschwinden, falls es sich zum Beispiel im Jugendliche und Teenager handelt, welche einen Hormonwechsel durchleben. Falls die Stimmungsschwankungen allerdings den Alltag erschweren, müssen sie von einem Arzt behandelt werden.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Vorbeugung

Der Entstehung von Stimmungsschwankungen kann man kaum effektiv vorbeugen. Psychisch Erkrankte können allerdings dafür sorgen, dass bereits vorhandene Stimmungsschwankungen ihr Leben nicht beeinträchtigen. Verordnete Medikamente sollten immer richtig eingenommen werden und man sollte dafür sorgen, sich zu stressigen Situationen einen Ausgleich zu schaffen. Ein allgemein gesunder Lebensstil sorgt für einen gesunden Körper, ein verbessertes Wohlbefinden und kann helfen, Erkrankungen körperlicher oder psychischer Natur vorzubeugen. Stimmungsschwankungen werden in ihrer Entstehung behindert, wenn man sich darum bemüht, gesund zu leben und sich gelegentlich auch eine Auszeit zu gönnen.

Das können Sie selbst tun

Bei Stimmungsschwankungen helfen eine Reihe von Maßnahmen und Hausmitteln. Schnelle Hilfe bringen ätherische Öle, die stimmungsaufhellend und antidepressiv wirken. Bewährt haben sich Öle aus Mandarinen, Limetten, Orangen und Grapefruits, aber auch Düfte wie Bergamotte, Jasmin, Rose und Sandelholz. Doch auch normale Nahrungsmittel und Gewürze wie zum Beispiel Ingwer, Muskat, Chilischoten und Schokolade können die Laune verbessern. Als alternative Heilmethoden empfehlen sich Bachblüten und Schüssler-Salze, die als Tee, Salbe oder Badezusatz angewendet werden können.

Davon abgesehen, sollte auch die Ursache für die Stimmungsschwankungen ermittelt werden. Häufig liegt etwa ein harmloser Lichtmangel vor, der sich durch Bewegung an der frischen Luft beheben lässt. Im Allgemeinen führen Sport und Lachen zur Ausschüttung von Glückshormonen. Wirkungsvoll sind auch Wärme oder künstliches Licht in Form einer Infrarotlampe oder eines Besuchs im Solariums. Auch angenehmes Kerzenlicht und Gespräche mit Freunden und Familienmitgliedern regulieren die Stimmung auf natürliche Weise.

Bleiben die Stimmungsschwankungen über einen längeren Zeitraum bestehen, liegt womöglich eine ernste Erkrankung vor. Wer sich immer wieder in depressiven Verstimmungen wiederfindet, sollte deshalb mit einem Arzt oder Therapeuten sprechen.

Bücher über Stimmungsschwankungen

Quellen

  • Grüne, S., Schölmerich, J.: Anamnese, Untersuchung, Diagnose. Springer, Heidelberg 2007
  • Arolt, V., Reimer, C., Dilling, H.: Basiswissen Psychiatrie und Psychotherapie. Springer, Heidelberg 2007
  • Möller, H.-J.: Therapie psychischer Erkrankungen. Thieme, Stuttgart 2006

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Stimmungsschwankungen?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?

Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Niklas kommentierte am 24.04.2017 um 12:56 Uhr

@Sandy42: Danke für den Tipp, freut mich, dass Joyful bei Ihnen gut wirkt. Ich persönlich ziehe deutsche Hersteller vor, z.B. GuteLaune von Neurolab vital. Habe gute Erfahrungen damit gemacht.

sandy42 kommentierte am 13.04.2017 um 14:18 Uhr

Ich kenne so Phasen wo ich mir selbst im Weg stehe, weil ich mich für alles verantwortlich fühle. Und es ist so schwer sich davon frei zu machen. Ich habe mich vor einiger Zeit von meinem Partner getrennt. Nach der Trennung war es aber trotzdem schwer und ich bin ziemlich depressiv geworden. Plötzlich so alleine kam ich mir wie ein einsames Ei vor und hab mich sehr verloren gefühlt. Ich nehme Joyful wegen der starken Stimmungsschwankungen und der Traurigkeit, die in mir steckt. Es läuft seitdem auch wieder besser, habe mehr Kräfte für mich und mein Kind und habe mehr Lust auf Unternehmungen und Rausgehen.

Niklas kommentierte am 13.04.2017 um 10:23 Uhr

Möchte mich Conny anschließen: Die bisher beschriebenen Fälle gehen für meine Begriffe weit über Stimmungsschwankungen hinaus. Das sind ernstzunehmende Störungen, und entsprechend muss das mit aller Kraft angegangen werden. Wichtig dabei: Eine Vertrauensperson finden und deren Ratschlägen folgen, wenn das eigene Urteilsvermögen in Frage gestellt werden muss. Meine "Löcher" sind zum Glück nicht so tief (obwohl meine Frau da vielleicht anderer Meinung wäre). Ich komme mit Johanniskraut klar. Wenn es sich eher wie eine Talfahrt anfühlt, nehme ich über einen längeren Zeitraum spezielle Nahrungsergänzung. Aber wie gesagt, bei mir ist es auch eher ein Energieloch und schlechte Stimmung, als eine Psychose.

Conny kommentierte am 08.06.2015 um 15:29 Uhr

Extreme und "unpassende" Simmungsschwankungen sind wirklich eine sehr anstrengende und oft behandlungsbedürftige Sache. Ich möchte hier gar nicht so viel schreiben. Aber alle, die hier bisher geschrieben haben, können auch mal bei "Bipolare Störung" oder beim DGBS (Deutsche Gesellschaft bipolare Störung) nachsehen. Dort steht viel Wissenswertes und auch Hilfreiches zu diesem Thema.

Grüße, Conny

kissi kommentierte am 25.04.2014 um 20:19 Uhr

Ich nehme seit mehreren Wochen Elontril 150 mg. gegen
Depressionen, Stimmungsschwankungen und eine Angststörung. Manchmal bin ich gut drauf und dann habe ich wieder ein totales Stimmungstief. Meine Schilddrüsenwerte waren sehr niedrig, aber noch nicht behandlungsbedürftig. Ich habe gelesen, dass eine Schilddrüsenunterfunktion Auslöser für Stimmungstiefs sein kann. Was kann ich machen? Es würde mich freuen, wenn jemand eine Idee hätte.

Fr. B kommentierte am 08.03.2013 um 23:55 Uhr

Mein Freund macht min. einmal in der Woche mit mir Schluss und ist extrem eifersüchtig. Schon wenn mich ein anderer Mann begrüßt, wenn ich mit meinem Freund unterwegs bin, dann ist der Tag gelaufen und die folgenden auch. Wenn ich bei einer Freundin bin, ist er beleidigt. Ich weiß, er liebt mich sehr, denn er zeigt es mir wirklich, wenn es ihm gut geht, aber wehe er bekommt eine Zickenattacke, dann kann er Einiges kaputt machen und alles was ich tue, ist dann falsch und es wird behauptet, ich würde ihn gar nicht lieben. Kann mir bitte jemand sagen, ob das Stimmungsschwankungen sind?

DownandOut kommentierte am 30.10.2012 um 15:27 Uhr

Also bei mir kommen diese Stimmungschwankungen zustande, wenn Menschen Dinge tun, die für mich unmoralisch, indiskutabel oder einfach gesagt ungerecht (nicht nachvollziehbar) sind. Ich fühle mich mittlerweile wie im falschen Film, da ich mit meiner möglichst korrekten Art eigentlich alles falsch mache. Ich habe das Gefühl ich bin zu weich für diese Ellenbogengesellschaft und lege zuviel Wert auf Ehrlichkeit, Liebe und Familie. Diese Dinge vermisse ich seit einer gefühlten Ewigkeit. Meine Eltern haben sich damals früh getrennt, also hab ich es eigentlich nicht mitbekommen, aber der Alltag in meiner Familie ist für mich unerträglich, denn in anderen Familie sehe ich Geborgenheit, die mir fehlt und mein Vater ist für mich nur wie ein Bekannter. Ich fühle mich abhängig von einer Beziehung/Partner weil ich nichts habe, was mich im Leben auffängt in jeder Hinsicht. Ich denke über alles, was ich tue 10 mal nach, weil ich am Ende alleine da stehe. Das Traurigste für mich ist, dass in dem Text, wo über Symptome gesprochen wird, keine klare Aussage dazu gemacht wird, dass die Gesellschaft größtenteils nur nach Geld strebt und wenn Sie es dann hat, merkt sie erst was sie dafür hergegeben hat.

Victoria kommentierte am 19.10.2012 um 18:07 Uhr

Ich bin seit 2 Jahren jeden Tag sehr traurig und habe fürchterliche Bauch- und Kopfschmerzen mit Schwindel und Übelkeit. Seitdem habe ich auch Stimmungsschwankungen. Zuhause raste ich immer aus und in der Schule würde mir das auch jeden Tag passieren, wenn ich die Gefühle nicht unterdrücken würde. Bei meiner Klasse könnte ich sehr leicht ausrasten, weil die ist schrecklich laut und kindlich, auch in der Pause wenn ich die Menschenmenge auf dem Gang sehe. Bin in einer Handelsschule in Wien 15.

Summersun kommentierte am 14.09.2012 um 21:17 Uhr

Ich habe auch ziemlich Schwierigkeiten mit Stimmungsschwankungen, nur bei mir ist es so, dass ich von meinem Mann diesbezüglich ernst genommen werde und ich auch meinem Umfeld nichts Gutes damit tue, obwohl ich es ja gar nicht möchte. Ich kann es auch nicht irgendwie beeinflussen, weil es kommt und geht, wie es gerade lustig ist. Meine Kinder leiden schon sehr darunter, obwohl ich es ja gar nicht möchte. Kann mir jemand Tipps oder Ratschläge geben, damit ich vielleicht besser damit umgehen kann? Danke!

Netti31 kommentierte am 30.12.2011 um 18:24 Uhr

Ich kann einiges zu diesem Thema sagen, was mich jeden Tag aufs Neue begleitet. Bei mir ist es wirklich extrem, dieses von fröhlich auf traurig oder sogar hinzu aggresiv ausgeprägt. Es macht mir auch sehr zu schaffen. Ich bin nun seit 2008 in Behandlung. Bei mir wurden unter anderem Depressionen und eine schwere Posttraumatische Belastungsstörung festgestellt. Ich habe jeden Tag aufs Neue mit mir zu kämpfen und ich mache es meinem Umfeld überhaupt nicht leicht. Ich bin jeden Tag, wenn ich es schaffe raus zu gehen, was momentan selten möglich ist und nur wenn es sein muss, in einer Tagesstätte. Meine Betreuerin und meine Therapeutin sind dort echt mega lieb und verständnisvoll und machen mir nie Vorwürfe wenn ich mal austicke. Was mir am Ende immer wahnsinnig leid tut, weil das wirklich zwei sehr wichtige Menschen in meinem Leben geworden sind. Ich kann 24 Stunden am Tag zu ihnen kommen und das Gespräch suchen, was für mich sehr hilfreich ist. Ich bin aber im Moment wirklich am verzweifeln, weil ich mich manchmal selber nicht wieder erkenne. Manchmal denke ich mir selber, dass alles sinnlos ist, weil ich mich auch durch meine ganzen Umstände immer nur im Kreis drehe und nicht vorwärts komme. Im Gegenteil, ich erlebe viele Rückschläge. Aber ich bin ein Mensch der begonnen hat zu kämpfen, auch wenn es nur in ganz kleinen Schritten ist und ich immer wieder zurück falle, aber ich will einfach nicht aufgeben. Liebe Grüße Netti31

Bekannt aus: