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Müdigkeit

Müdigkeit, Ermüdung und erhöhte Schläfrigkeit sind in der Regel keine Symptome einer Erkrankung. Dennoch kann Müdigkeit auch ein Krankheitssymptom bei den verschiedensten Krankheiten sein, wenn der Körper und sein Immunsystem geschwächt ist.

Inhaltsverzeichnis

Definition Müdigkeit

Wie bereits angemerkt ist Müdigkeit im Regelfall kein krankhaftes Symptom. Jeder gesunde Mensch verspürt nach einer individuellen Zeit das Gefühl der Müdigkeit. Besonders nach einem harten und anstregenden Tag auf Arbeit ist der Körper und der Geist oft sehr müde.

Müdigkeit kann aber auch aufgrund von Schlafmangel aufkommen. Dieser Schlafmangel kann durch den Menschen selbst bewusst herbei geführt werden oder bezieht sich auf Schlafstörungen als Ursache. Zu unterscheiden sind eine schnelle Ermüdung und eine Dauermüdigkeit. Die Intensität einer Müdigkeit wird von einer leichten Müdigkeit bis hin zur chronischen Müdigkeit eingestuft.

Müdigkeit kann sich selbst auch durch andere Symptome und Körpererscheinungen äußern. Typisch dafür sind Allgemeine Schwäche, Konzentrationsstörungen, Kalte Extremitäten, Unlust, fehlende Motivation und Schlappheit. Unter Müdigkeit, die nicht auf eine gesunde Müdigkeit zurückzuführen ist, leiden fast 1/3 der Bevölkerung in Deutschland. Besonders Frauen und stressgeplagte Menschen leiden häufiger unter Müdigkeitserscheinungen.

Ursachen für Müdigkeit

Müdigkeit hat normalerweise keine krankhaften Ursachen sondern ist sehr wichtig für einen gesunden Schlaf. Besonders aber in Bezug auf Schlafstörungen liegt die Ursache für Müdigkeit hier zumeist bei seelischen und körperlichen Störungen, die das normale Schlafbedürfnis und den Schlafrhythmus nachhaltig aus der Bahn bringen. Diese Müdigkeit ist zwar nicht organisch, kann sich jedoch nach längerer Zeit auch auf die Organe auswirken (z.B. Kopfschmerzen und Magenschmerzen). Häufigste Randerscheinungen und Ursachen bei den seelischen Ursachen für Müdigkeit sind Angststörungen, Depressionen und soziale Belastungen.

Am meisten tritt Müdigkeit jedoch bei Virusinfektionen auf. Die Erkältung ist wohl die häufigste Ursache für Allgemeine Schwäche und Müdigkeit. Weitere mögliche Erkrankungen, die im direkten Zusammenhang mit einer ausgeprägten Müdigkeit stehen, finden sie weiter unten im Abschnitt Krankheiten.

Aber auch starke Schnarcher leiden häufig an einer Übermüdung, da sie aufgrund von Atemwegsproblemen (Atemnot, Schlafapnoe) zu wenig tiefen und gesunden Schlaf in der Nacht bekommen.

Die häufigsten Erkrankungen, die eine starke Müdigkeit als Symptom haben sind: Hepatitis, Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes mellitus und diverse Krebserkrankungen. Auch manche Medikamente führen durch ihre Nebenwirkungen zu Müdigkeit. Vor allem Neuroleptika, Antidepressiva und Antihistaminika sind hierfür typische Vertreter. Schwermetalle sind ebenso bekannt für ihre leistungshemmenden und müdigkeitshervorrufenden Wirkung (z.B. Amalgam, Blein, Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid)

Weiterhin kann auch der übermäßige Konsum von Alkohol Müdigkeit hervorrufen. Besonders Bier wirkt durch sein Hopfenanteil stark einschläfernd.

Krankheiten

Behandlung von Müdigkeit

Im Regelfall geht der Betroffene wegen Müdigkeit nicht zum Arzt. Sollte die Müdigkeit aber länger anhalten oder sich gar verstärken, ist es ratsam einen Arzt zu konsultieren. Der Arzt wird dann vor allem nach Dauer und Intensität der Müdigkeit fragen und zu welchen Tageszeiten die Müdigkeit besonders stark auftritt.

Vor allem will der Arzt ergründen, ob die Müdigkeit psychosomatische Ursachen hat oder ob eventuell ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken. Auch ein möglicher Mineralienmangel im Blut (Eisen, Calcium und Magnesium) sollten durch eine Blutuntersuchung im Labor mit berücksichtigt werden. Ist die Ursache eher im sozialen und seelischen Umfeld zu finden, so wird der Arzt sie gegebenenfalls zu einem Facharzt (z.B. Psychotherapeut) weiter vermitteln. Dort wird dann besonders die Ursache im beruflichen oder familiären und sozialen Umfeld gesucht.

Weiterhin sollten sie dem Arzt alle Medikamente mitteilen, die sie derzeit einnehmen.

Sind bisher keine Ursachen gefunden wird der Arzt eine körperliche Untersuchung einleiten. Hierbei werden vor allem die Lymphknoten, Milz und Leber untersucht. Die Lunge, das Herz und die Atmungsorgane werden abgehört. Weiterhin wird die Kraft der Muskeln und deren Reflexe getestet. Besteht Verdachte auf weitere Ursachen, können auch weitere Behandlungen (z.B. Schlaflabor, Elektrokardiogramm (EKG), Blutuntersuchungen) vom Arzt verordnet werden.

Ist dann endlich die richtige Ursache für die Müdigkeit bzw. den Schlafmangel gefunden, kann die individuelle Therapie beginnen. Genaueres wird ihnen ihr Arzt mitteilen. Ist eine organische Erkrankung die Ursache für ihre Müdigkeit, so ist diese zunächst zu behandeln.

Von Schlafmitteln wie Schlaftabletten und Ähnlichem sei abzuraten, da sie abhängig machen können. Versuchen sie, in Absprache mit ihrem Arzt, zunächst die Schlafstörungen mit pfanzlichen bzw. natürlichen Medikamenten, wie Melisse, Baldrian und Hopfen.

Rezeptfreie Medikamente gegen Müdigkeit

Hier Informieren:

Hausmittel und Kräuter gegen Müdigkeit

  • Die sogenannte Frühjahrsmüdigkiet äußert sich oftmals in Kopfschmerzen, mangelnder Konzentration, Müdigkeit und Unlustgefühlen. Das liegt daran, dass während der Wintermonate der Körper wenig natürliches Licht bekommen hat, dafür aber meistens in stickiger Heizungsluft sein musste, bedeckt mit dicker, undurchlässiger Kleidung. Außerdem fehlen die reinigenden Wirkungen frischer Pflanzennahrung. Um dieser Frühjahrsmüdigkeit zu begegnen, ist es ratsam, einige Zeit auf fette und eiweißreiche Kost, auf kalorienreiche Mehlspeisen und Süßigkeiten zu verzichten - am besten legt man einige kurze Fastenpreioden ein. Wichtig ist, dass der Körper viel frische Luft und Bewegung bekommt (Spaziergänge, Gartenarbeit, erste Sonnenbäder). Frische Salate und Gemüsesäfte und folgende Heilpfanzen unterstützen den Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit: Brennnessel, Huflattich, Wacholder, Spitzwegerich, Schachtelhalm, Knoblauch und Zwiebeln.
  • Gegen Müdigkeit, die nicht auf organischen Erkrankungen basiert, können folgende Methoden helfen: Ausreichender Schlaf von 8 Stunden, Genuss von Kaffee und Koffeinprodukten einstellen, Keine Beruhigungsmittel und Alkohol, Viel Bewegung in an der frischen Luft, Sport treiben, Einen einheitlichen und gleichbeleibenden Tagesrhythmus gestalten, Viel Trinken und kühle Duschen am Morgen und nach dem Sport.

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