Gesunder Schlaf durch die richtige Matratze

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 8. November 2017
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Etwa acht Stunden pro Nacht verbringen erwachsene Menschen im Bett. Diese Zeit nutzt der Körper, um sich zu regenerieren und zu erholen. Trotzdem kennen aber viele das Gefühl, gerädert aufzuwachen und sich noch verspannter als am Abend zuvor zu fühlen. Der Schlaf erfüllt nicht mehr seine Funktion, der Körper kann keine Kraft tanken - es gibt viele Gründe, aus denen dies der Fall sein kann. Eine krankhafte Schlafstörung ist zwingend von einem Mediziner untersuchen zu lassen, damit physiologische sowie psychologische Gründe dafür ausgeschlossen werden können.

Krankhaft wird eine Ein- oder Durchschlafstörung bezeichnet, wenn sie länger als vier Wochen in der Mehrzahl der Nächte vorkommt und keine Besserung in Sicht ist. Da ein generelles unausgeschlafenes Gefühl und ein ermüdeter Körper für Stress im Alltag sorgen, ist es notwendig, diese schnell in den Griff zu bekommen.

Häufig auftretende Schlafstörungen sollten zunächst vom Hausarzt untersucht und ggf. im Schlaflabor weiter behandelt werden. Eine individuell auf den Betroffenen angepasste ergonomische Matratze kann gegen Schlafstörungen hilfreich sein.

Wer selbst etwas für seine Nachtruhe tun möchte, kann für eine gesunde Schlafhygiene sorgen - darunter fällt unter anderem ein Ritual zum Schlafen gehen, wie das Zähne putzen und das darauf folgende Abschließen der Wohnungstür.

Aber auch die Matratze kann für einen unruhigen Schlaf verantwortlich sein, wenn sie sich nicht richtig an den Körper anpasst. Es gibt verschiedene Varianten, die Verwendung finden können - wichtig ist, die für sich richtige zu finden. Dies ist bei der großen Auswahl jedoch gar nicht so einfach. Wer allerdings seine Schlafgewohnheiten kennt und in etwa weiß, auf was er Wert legt beim Schlafen, kann durch einen Vergleich der verschiedenen Arten und die Beratung in einem Fachgeschäft die optimale Unterlage für die eigenen Bedürfnisse finden.

Inhaltsverzeichnis

Schlaf ist essentiell für Körper & Geist

Wer länger als drei Tage am Stück wach bleibt, muss um seine geistige Gesundheit fürchten. Das Gehirn hat einen Notfallschalter, mit dem es Menschen in den Tiefschlaf versetzt, wenn diese zu lange wach sind. Der Geist braucht die Auszeit im Schlaf, um die Eindrücke des Tages sortieren und verarbeiten zu können.

Unausgeschlafene Menschen sind meist unkonzentriert, weil ihnen dieser Teil des Schlafs fehlt. Die geistige Erholung findet in der REM-Phase statt. Gesundheit.de beschreibt ein Experiment in einem Schlaflabor, in dem Menschen in jeder REM-Phase geweckt wurden - bereits nach zwei Tagen zeigten sich psychische Auswirkungen wie depressive Verstimmungen. Nach mehreren Wochen können Angstzustände und Psychosen auftreten.

Eine weitere, unersetzliche Phase der Nachtruhe ist der Tiefschlaf. In dieser erholt sich der Körper: Es bilden sich essentielle Bausteine, die für den Erhalt und die Reparatur der Organe wichtig sind. Schlaf ist daher notwendig, damit Körper und Geist gesund bleiben - die Wahl der richtigen Matratze ist daher nicht leichtfertig zu treffen.

Liegekomfort & Qualität der verschiedenen Matratzenarten

Um sich die passende Matratze auszuwählen, ist ein Vergleich hinsichtlich Liegekomfort und Qualität entscheidend. Zu beachten bei allen Varianten ist aber eines: Eine günstige Schlafunterlage für unter 100 Euro aus dem Discounter erfüllt meist nicht die erforderlichen Eigenschaften, die für einen erholsamen Schlaf nötig sind. Bei Matratzen wird nicht, wie bei Produkten aus anderen Branchen manchmal zu bemerken ist, der Markenname mit gekauft - ein hoher Preis steht hier für eine gleichsam höhere Qualität, die das Schlaferlebnis nachhaltig und effektiv verbessert.

Federkernmatratze

Die Federkernmatratze ist in Deutschland der Klassiker unter den Schlafunterlagen. Das System ist mittlerweile mehr als 60 Jahre alt und immer noch in den Schlafzimmern beliebt. Das Modell der Taschenfederkernmatratze ist eine neuere Erfindung, im Grunde funktioniert diese aber ebenso wie ihr Vorgänger - mit Stahlfedern, die in die Schlafunterlage eingelassen sind und für Elastizität sorgen.

Funktionsweise

In Fachgeschäften lassen sich die verschiedenen Bett- und Matratzentypen ausprobieren. Da im Internet oftmals Matratzen günstiger sind, lohnt sich ein Preisvergleich.

Im Kern der Matratze zwischen der Polsterung aus Schaumstoff befinden sich Stahlfedern, die für einen guten Liegekomfort sorgen sollen. Bei der Federkernmatratze gibt es unterschiedliche Härtegrade, damit die Vorlieben der verschiedenen Personen berücksichtigt werden können. Da ein Einsinken in die Matratze möglich ist, ist sie auch für Seitenschläfer geeignet - in dem Fall ist aber am besten eine weiche Federung zu wählen.

Die Taschenkernmatratze funktioniert ebenfalls nach diesem Prinzip, hat aber einen Vorteil: Die Stahlfedern sind in verschiedenen Taschen zusammengefasst, sodass sie noch punktgenauer auf den Körper reagieren können. Die Taschen sind miteinander verbunden, damit die Elastizität erhöht wird.

Durch eine verbesserte Schaumpolsterung sind diese Matratzen insgesamt hochwertiger als das Vorgängermodell - Es ist daher angebracht, sich eher für eine Taschenfederkernmatratze zu entscheiden. Um sicher zu sein, dass die Matratze nach dieser neuartigen Federung gestaltet ist, sollte sich darüber informiert werden.

Anpassung an den Körper

Die Federn geben bei Druck nach und schwingen, wird dieser reduziert, wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Dadurch wird der Körper beim Liegen entlastet, das Gewicht ist einigermaßen gleichmäßig verteilt. Diese Entlastung funktioniert beim neuartigen Modell der Taschenfederkerne besser als beim älteren.

Diese Matratzen sind oft sehr starr, eine punktgenaue Entlastung ist nicht möglich. Bei Nachlassen der Elastizität der Federn kann es bei beiden Modellen passieren, dass sich eine Kuhle in der Matratze bildet. Innerhalb dieser ist eine optimale Entlastung nichtmehr gegeben. Ein häufiges Wenden der Matratze ist eine gute Möglichkeit, dem entgegenzuwirken.

Durch die unterschiedlichen Härtegrade kann sie zudem an jeden Körpertyp angepasst werden, sodass sie den anderen Matratzenvarianten in diesem Punkt nicht nachsteht.

Kostenfaktor

Von 150 bis 500 Euro gibt es gute Federkernmatratzen, mit und ohne Taschenfederung. Es ist möglich, noch mehr Geld dafür auszugeben, das ist aber meist nicht erforderlich. Ein Probeliegen ist dennoch sinnvoll - gefällt einem dann doch die teurere Variante mehr, ist diese zu bevorzugen. Bei einem Gang in ein Bettenfachgeschäft sollten daher Schlafunterlagen verschiedener Preisklassen ausprobiert werden, um die für sich richtige zu finden.

Schaumstoffmatratze

Die Schaumstoffmatratze hält in immer mehr Schlafzimmern Einzug. Einer ihrer großen Vorteile gegenüber der Federkernmatratze ist das geringe Gewicht: Der Kaltschaum ist leicht und kann daher auch von älteren Personen gut gehandhabt werden. Vor allem beim Waschen des Bezugs oder beim Drehen der Matratze ist dies angenehm. Es gibt diese Schlafunterlage in zwei Ausführungen: Kalt- und Viscoschaum. Beide haben die gleiche Funktionsweise. Letzteres hat nur die Nachteile, dass die Belüftung nicht optimal und die Elastizität bei zu kalten Temperaturen nicht gegeben ist.

Funktionsweise

Schaumstoff bietet eine sehr gute Punktelastizität. Der Körper wird dadurch optimal entlastet. Besonders bei bettlägerigen Personen oder Menschen mit komplizierten Knochenbrüchen, die eine ideale Druckentlastung benötigen, ist dieses Material zu empfehlen.

Da Kaltschaum offenporig ist, ist zudem eine gute Belüftung gewährleistet - Viscoschaum allerdings ist eher feinporig und dadurch sehr dicht. Diese Matratzen werden nur in Zonen angeboten, meistens sind sieben integriert. Dadurch wird jeder Körperbereich optimal entlastet und gestützt, sodass sich Körper und Geist während des Schlafens effektiv erholen können.

Anpassung an den Körper

Durch verschiedene Härtegrade ist die Matratze an jedes Körpergewicht optimal anzupassen. Die Nachgiebigkeit des Schaums stützt den Körper optimal - ist dieser allerdings zu weich, kann der Schläfer zu tief einsinken. Dadurch kann sich der Körper erhitzen, da keine ausreichende Luftzufuhr gegeben ist. Starkes Schwitzen kann die Folge sein. Trotz des Einsinkens entsteht aber im Normalfall keine Kuhle - Kaltschaum, vor allem das Viscomaterial, bildet sich in seine Ausgangsform zurück, wenn der Druck von der Matratze genommen wird. Außerdem sind diese Schlafunterlagen sehr langlebig - bis zu zehn Jahre können sie genutzt werden.

Kostenfaktor

Kaltschaummatratzen sind eher im mittleren und oberen Preissegment anzusiedeln, wenn Wert auf die Qualität gelegt wird. Mit etwa 200 Euro als Mindestpreis sollten Verbraucher daher rechnen, eine viscoelastische Matratze kostet meist noch mehr. Ein Probeliegen ist hier wichtig, damit das Fachpersonal sieht, ob die Schlafunterlage zu hart oder zu weich ist und den Kunden entsprechend beraten kann.

Wasserbett

Wasserbetten sind eine Erfindung, die den Liegekomfort und die Anpassbarkeit des nassen Elements ins Schlafzimmer transferieren. Was bis vor einigen Jahren noch als Luxus galt, ist mittlerweile für beinahe jeden Haushalt erschwinglich. Auch diese Form der Schlafstätte sollte deswegen beim Kauf einer neuen Matratze in die Auswahl einbezogen werden. Außerdem ist sie sehr hygienisch, da jedes Teil gewaschen oder abgewischt werden kann.

Funktionsweise

Wasser hat eine hohe Anpassungsfähigkeit. Jede Form kann vom Wasser umflossen werden - gleichzeitig ist das Element aber auch hart, sodass es, wenn es begrenzt wird, eine gute Tragfähigkeit bietet. Dies wird beim Wasserbett genutzt: Die Matratze ist mit dem Element gefüllt und passt sich dadurch perfekt an den Körper an, ohne dass der Mensch zu stark einsinkt. Durch eine eingebaute Heizung kann das Wasser zudem erwärmt werden - vor allem im Winter ist dies praktisch, da das Bett so direkt eine Wohlfühltemperatur hat und nicht erst durch die eigene Körperwärme aufgeheizt werden muss.

Anpassung an den Körper

Der große Vorteil eines Wasserbettes ist, dass dieses nicht durchgelegen werden kann. Es behält „auch nach 12 Jahren noch den gleichen Liegekomfort wie beim Kauf“, berichtet diese Webseite. Eine herkömmliche Matratze muss meist nach vier bis zehn Jahren ausgewechselt werden, da sie ihre Elastizität verloren oder sich eine Schlafkuhle gebildet hat. Durch eine individuelle Einstellung des Härtegrads kann die Wassermatratze sehr gut an jedes Körpergewicht angepasst werden - selbst wenn dieses bei einem Menschen durch Zu- oder Abnahme variiert.

Kostenfaktor

Wasserbetten liegen im mittleren Preissegment. Wer sich das erste Mal eine solche Schlafstätte kauft, sollte zudem die Montage berücksichtigen oder sich im Laden genau erklären lassen, wie diese durchzuführen ist. Ein Probeliegen ist notwendig, damit die richtige Härtegradeinstellung gefunden wird.

Futonmatratze

Diese Matratze kommt aus Japan. Dort wird sie abends auf den Tatamimatten, dem traditionellen Fußbodenbelag in japanischen Häusern, ausgerollt, morgens wieder eingerollt und platzsparend in einem Schrank verstaut. In den oft kleinen Wohnungen in der Großstadt ist dies von Vorteil, um genug Raum zum Leben zu haben.

Europäer haben aber nur selten einen Tatamifußboden und außerdem meist genug Platz für ein Schlafzimmer. Die Futonmatratze wird stattdessen in ein Bettgestell gelegt - teilweise hat dieses einen Tatamiboden, um möglichst genau den Liegekomfort aus japanischen Häusern nachzustellen.

Funktionsweise

Gefüllt ist der Futon mit Kokos, Rosshaar, Baumwolle, Hanf oder einem Misch aus zwei oder mehreren dieser Materialien. Damit die Formstabilität gewährleistet ist, wird in einigen Modellen zusätzlich Latex verwendet. Der Schläfer liegt hart, da die Matratze sehr dünn gehalten ist. Trotzdem ist aber ein unterschiedlicher Härtegrad gegeben, je nach Füllung des Futons. Je höher der Latex-Anteil ist, desto besser passt sich die Matratze außerdem an den Körper an.

Anpassung an den Körper

Der Futon besteht aus einer Vielzahl an Schichten, die an einigen Punkten miteinander verbunden sind. Die Naturfasern werden durch das Körpergewicht zusammengepresst, der Liegekomfort ist somit hoch. Dadurch kann allerdings auch eine Kuhle entstehen, wenn sich die Fasern nicht mehr aufrichten.

Die Härte oder Weiche der Matratze richtet sich nur bedingt nach dem Körpergewicht, sondern eher nach Lage des Schläfers. Da ein Futon generell sehr dünn ist, ist ein zu tiefes Einsinken nicht das Problem. Ein Seitenschläfer benötigt aber eine weichere Schlafunterlage, damit nicht zu viel Gewicht auf der Schulter und der Hüfte lastet. Wer auf dem Rücken schläft, kann folglich eine härtere Futonmatratze kaufen.

Kostenfaktor

Die Matratzen, die vollständig aus Naturfasern gefertigt werden, liegen im niedrigen bis mittleren Preissegment. Der Kostenfaktor variiert durch die Größe und die verwendeten Materialien. Ein Probeliegen ist hier angebracht, damit die Menschen sehen, ob diese dünne Schlafunterlage überhaupt etwas für sie ist, oder sie lieber auf westlichere Bettenmodelle zurückgreifen.

Gegenüberstellung der einzelnen Varianten hinsichtlich ihrer Vor- & Nachteile

Federkernmatratze Schaumstoffmatratze Wasserbett Futonmatratze
Liegekomfort Hoch Hoch Hoch Hoch
Anpassung an den Körper Hohe Elastizität Punktelastizität Punktelastizität Hohe Elastizität
Verschiedene Härtegrade Vorhanden Vorhanden Vorhanden Vorhanden
Gefahr einer Schlafkuhle Vorhanden Bedingt vorhanden Nicht vorhanden Vorhanden
Kostenfaktor Niedrig bis hoch Mittel bis hoch Mittel bis hoch Niedrig bis mittel

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Fazit

Wer sich an die verschiedenen Qualitätskriterien hält, wird schnell die passende Matratze finden. Bei einem geringen finanziellen Spielraum sind Federkern- und Futonmatratzen angebracht; wer eine möglichst gute, punktgenaue Entlastung des Körpers bevorzugt, sollte sich eher für ein Wasserbett oder eine Kaltschaum-Schlafunterlage entscheiden.

Ein kurzes Probeliegen im Bettenfachgeschäft reicht meist nicht aus, um herauszufinden, ob die Matratze den persönlichen Ansprüchen genügt - die Erfahrung ist aus diesem Grund einzubeziehen. Wenn die Nachtruhe bisher auf einer Federkernmatratze stattfand, der Schlaf aber gestört ist, sollte auf ein anderes System zurückgegriffen werden - sofern andere Ursachen der Schlafstörung ausgeschlossen sind.

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