Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Ein niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist in der Regel ungefährlich und kein Ausdruck von schwerwiegenden Krankheiten. Typische Beschwerden sind hier zumeist kalte Füße und Hände, Schwindel und Müdigkeit. Manchfall kann es auch zu Ohnmachtsanfällen oder Bewusstseinsstörungen kommen. Trotzdem sollte man einen Arzt aufsuchen, um alle Eventualitäten abzuklären. Außerdem kann der Arzt wertvolle Hinweise geben, was man als Betroffener selbst gegen den niedrigen Blutdruck unternehmen kann. Abzugrenzen in ein niedriger Bludruck von einem niedrigen Puls.
Definition Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
Dabei liegt keine organische oder andere nachvollziehbare Ursache zu Grunde. Jeder niedrige Blutdruck sollte jedoch abgeklärt werden, da sich auch gefährliche Krankheiten dahinter verbergen können. Oft ist bereits eine gründliche Befragung (Anamnese) wegweisend, ergänzend werden Langzeit-Blutdruckmessungen über 24 Stunden, orthostatische Tests (Reaktion des Blutdrucks auf schnelles Aufstehen, z.B. Kipptisch- oder Schellongtest) und Blutuntersuchungen (z.B. Repräsentanten der Nebennierenrinden-Funktion, Blutsalze und bestimmte Hormone) durchgeführt.
Ursachen für Niedrigen Blutdruck
In der Regel ist die Ursache für niedrigen Blutdruck idiopathisch, also nicht konkret fassbar. Es wird eine genetische und konstitutionelle Ursache (Hochwuchs, schlanker Habitus, schwaches Gefäßsystem) vermutet. Auch Sportler haben durch Anpassungsvorgänge des Herzens einen physiologisch reduzierten Blutdruck. Zusätzliche wirken Störungen im Flüssigkeitshaushalt (z.B. durch zu wenig Einfuhr, Durchfälle, Erbrechen oder durch Medikamente, unter anderem "Wassertabletten" und Blutdrucksenker) oder eine salzarme Kost (denn Salz bindet Wasser) begünstigend.
Ebenso verursacht jegliche Art von Schock eine bedrohliche Hypotonie (z.B. bei Allergien, Blutungen oder Blutvergiftungen), meist dadurch, dass die Gefäße weit gestellt werden und so das Blut regelrecht versackt. Seltener sind die (meist autoimmunbedingte) Nebennierenrinden-Insuffizienz (auch Morbus Addison) und neurologische Erkrankungen (vor allem Morbus Parkinson und Multiple Sklerose) ursächlich.
Symptome
- Bewusstlosigkeit
- Bewusstseinsstörungen
- Schwindel
- Sehstörungen
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- Kalte Extremitäten
- Allgemeine Schwäche
- Konzentrationsstörungen
Krankheitsverlauf Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
Oft ist eine Hypotonie komplett symptomfrei. Wird der niedrige Blutdruck bemerkt, dann meist in Form von Schwäche, Kälte, Blässe und Schwindel bzw. "Schwarzwerden“ vor den Augen mit Ohnmachtsneigung (Synkope). Diese Beschwerden sind in der Regel lästig aber harmlos.
Kritisch sind lediglich die Folgen von möglichen Stürzen, bei denen (vor allem bei älteren Menschen) gravierende Verletzungen möglich sind. Zum Vorteil der Menschen mit niedrigem Blutdruck konnte in vielen Untersuchungen gezeigt werden, dass eine Hypotonie eher gesundheitsförderlich ist und sogar die Lebenserwartung erhöhen kann.
Rezeptfreie Medikamente gegen niedrigen Blutdruck
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Behandlung von Niedrigem Blutdruck
Da Salz vermehrt Wasser im Körper zurückhält und so ebenfalls das Volumen erhöhen kann, ist eine salzreiche Kost zu empfehlen. Entweder kann das Essen vermehrt mit Salz angereichert oder aber z.B. Brühe getrunken werden. Haben diese Maßnahmen keinen Erfolg, können auch Medikamente (so genannte Sympathikomimetika) eingesetzt werden. Diese sollten jedoch an letzter Stelle der Behandlung stehen, da die Effektivität der Lifestyle-Änderungen hoch ist und die Medikamente nicht unerhebliche Nebenwirkungen aufweisen.
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