Allgemeine Schwäche
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Allgemeine Schwäche, Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Schwächegefühl sowie Unwohlsein und schnelle Ermüdung sind Symptome aus dem Komplex der Befindlichkeitsstörungen. Ganz allgmein gehören dazu auch Kraftlosigkeit, chronische Schwäche, Antriebslosigkeit, Mattigkeit und ähnliches. Müdigkeit und Geringe Belastbarkeit sind als eigenständige Symptome gekennzeichnet. Diese Befindlichkeitsstörungen können körperliche oder psychische Ursachen haben.
Was ist Abgeschlagenheit und Schwäche?
Unter Abgeschlagenheit wird ein allgemeines Gefühl der Antriebslosigkeit, der Mattigkeit, Lustlosigkeit und Müdigkeit, die den Tag über anhält, verstanden. Die Betroffenen können sich schwer zu etwas aufraffen, fühlen sich emotional und körperlich schwach sowie antriebslos. Bei normalen Formen der Abgeschlagenheit, die natürliche Ursachen haben, sollten diese nicht länger als ein paar Tage anhalten. Zieht sich die chronische Müdigkeit über Wochen oder gar Monate hinweg, ist tiefere Ursachenforschung angesagt. Dann ist es angebracht zu fragen, was ist der Grund für die Abgeschlagenheit?
Ursachen für Schwäche
Aber auch ernsthafte körperliche und seelische Gründe kommen als Grund für die Abgeschlagenheit in Frage. Auch verschiedene krankheiten haben eine Abgeschlagenheit und allgemeine Schwäche als Symptome. Abzuklären ist beispielsweise, ob eine Anämie vorliegt, wobei ein niedriger Eisengehalt im Blut ein Indiz sein kann.
Geht die Abgeschlagenheit mit Blutdruckabfall einher? Ist dem Betroffenen übel oder Schwindelanfälle plagen ihn? Welche Symptome zeigen sich sonst noch? All dies kann helfen, die möglicherweise mit der Abgeschlagenheit einhergehende Krankheit zu finden. Nicht zu vergessen ist auch, dass Abgeschlagenheit, die dauerhaft anhält, ein Indiz für eine Depression oder eine andere seelische Erkrankung sein kann. Denn wenn Körper oder Seele krank sind, ist das erste Symptom zumeist Abgeschlagenheit.
Körperliche Schwäche
Körperliche Befindlichkeitsstörungen können durch Krankheiten, gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Behinderungen entstehen. Meist sind diese Befindlichkeitsstörungen erste Anzeichen für eine kommende Krankheit, wie Erkältung oder Angina tonsillaris.
Die Aufnahme von Giftstoffen lässte ebenso ähnliche Symptome dieser Art hervor rufen. Daher sollte bei Unfall oder Unwohlsein sofort ein Arzt hinzu gezogen werden. Allerdings sind auch Wetter- und Klimawechsel oft Ursache für eine allgemeine Schwäche oder andere Befindlichkeitsveränderungen. Gerüche, Ekel, Menstruation, Menopaus und Pubertät können ebenso Ursache für gravierende Befindlichkeitsstörungen sein.
Psychisch Schwäche
Befindlichkeitsstörungen, die psychosomatische Ursachen haben sind zum Beispiel widrige Lebensumstände, Stress oder mangelnde Bewegung. Werden diese negativen Empfindungen über eine lange Zeit nicht abgebaut, kann es auch zu chronischen Befindlichkeitsstörungen kommen oder psychische Krankheiten können auftreten. Schlaflosigkeit, Alkoholismus, Depressionen seien hier nur als Beispiel erwähnt.
Krankheiten bei Schwäche
- Erkältung
- Angina tonsillaris
- Magen Darm Grippe
- Rheuma
- Herzmuskelentzündung
- Schilddrüsenunterfunktion
- Schlaganfall
- Anämie (Blutarmut), Eisenmangelanämie
- Niedriger Blutdruck (Hypotonie)
- Sarkoidose (Morbus Boeck)
- Colitis ulcerosa
- Darmentzündung (Enteritis)
Behandlung und Therapie von Schwäche und Abgeschlagenheit
Zunächst gilt es, die Ursachen der Abgeschlagenheit bzw. Schwäche herauszufinden, um diese dann wirkungsvoll behandeln zu können. Möglicherweise reicht eine Ruhephase, um neue Kräfte zu tanken, wenn es sich um eine einfache Form handelt. Möglicherweise ist die Zeit auch wieder reif für einen Urlaub?
Die Kontrolle von Blutwerten, Urin und Blutdruck kann ferner oft weitere Aufschlüsse geben. Ist eine Blutarmut der Grund für die Abgeschlagenheit, kann eine Bluttransfusion helfen. Steht eine Depression hinter dem Symptombild, werden Antidepressiva verabreicht, bei anderen seelischen Krankheiten adäquate Medikamente. Vitamine in Form gesunder, ausgewogener Ernährung sind gegen Abgeschlagenheit allemal zuträglich.
Möglicherweise steht aber auch eine Ein- oder Durchschlafstörung hinter den Symptomen von Abgeschlagenheit. Hier wird manchmal zu einer Sauerstofftherapie gegriffen. Falls der Arzt eine bakterielle Infektion feststellt, werden Antibiotika verabreicht. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die Symptome von Müdigkeit, Übelkeit und Lustlosigkeit nach sich ziehen können, sind ebenfalls im Vorfeld abzuklären. Auch ernsthafte Krankheiten können Abgeschlagenheit nach sich ziehen.
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Vorbeugung von Abgeschlagenheit und Schwäche
Wenn der Patient zu bestimmten Krankheiten neigt, die mit Abgeschlagenheit einhergehen, sind regelmäßige Kontrollen von Blutwerten zum Beispiel sinnvoll. Übertriebener Kaffeekonsum oder gar Aufputschmittel hingegen sind tabu. Finger weg von vermeintlichen Muntermachern. Deren Wirkung hält nur kurz an und verdeckt die eigentlichen Ursachen. Die Abgeschlagenheit als tieferer Grund aber bleibt unentdeckt. Stattdessen sollten die Ursachen für Abgeschlagenheit von einem Arzt untersucht werden.
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Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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