Mandel

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 19. September 2016
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Die Mandel gehört zum Steinobst, denn sie ist der Kern einer Frucht. Ursprünglich stammt sie aus Asien, doch heutzutage wächst sie beispielsweise ebenso in Spanien, Italien und Amerika. Der Verzehr der Mandeln war früher schon sehr beliebt, um verschiedene Krankheiten zu heilen, denn sie weisen gesundheitsfördernde Vorteile auf.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über die Mandel wissen

Die Mandel gehört zur Gattung der Rosengewächse und wird seit circa 4000 Jahren kultiviert. Die Mandelbäume werden bis zu sechs Meter hoch und bevorzugen ein mildes Klima. Im Frühling zeigen sich die rosafarbenen und weißen Blüten. Die kleinen, länglichen Früchte, die sich daraus im Hochsommer entwickeln, können einmal jährlich geerntet werden.

Darin befindet sich der Mandelkern, der in einer Hülle verpackt ist. Dabei handelt es sich um längliche, eiförmige Steinfrüchte mit einer grauen, lederartigen Fruchtschale. Es wird zwischen zwei Mandelarten unterschieden: Die süße und die bittere Mandel. Letztere unterscheiden sich in äußerlicher Hinsicht kaum von den süßen Steinfrüchten, doch sie sind für den menschlichen Genuss ungeeignet, denn sie enthalten das blausäurehaltige Glykosid Amygdakin. Der ausschließliche Anbau der Bittermandeln auf dafür vorgesehenen Plantagen dient dem Ziel, das Bittermandelöl zu gewinnen, das von Blausäureverbindungen befreit und dafür genutzt wird, um Liköre zu aromatisieren.

In geringen Mengen wird es auch für die Herstellung von Backwaren wie Marzipan verwendet. Die Erntezeit der süßen Mandeln ist gewöhnlich von August bis Oktober. Meist erfolgt dies maschinell. Im Anschluss wird die Schale entfernt oder zumindest eingeritzt, damit sich kein Schimmel bildet. Die Früchte werden in Lagerhallen, Silos oder im Freien getrocknet. Die Mandel hat einen leicht bitteren, nussigen und etwas süßen Geschmack.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Mandel liefert wertvolle Antioxidantien und spendet reichlich Nährstoffe und Energie. Der regelmäßige Verzehr kann zudem das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen senken. Bereits 20 Gramm täglich genügen, um das Risiko zu halbieren. Auch der Cholesterinspiegel wird durch die Mandel gesenkt. Der hohe Anteil an Folsäure ist vor allem in der Schwangerschaft wichtig.

Der Mineralstoff Magnesium trägt beispielsweise dazu bei, die normalen Knochen und Zähne zu erhalten, eine Ermüdung zu verringern, die Funktionen der Muskeln aufrecht zu erhalten und ein normales Elektrolytgleichgewicht zu erzielen. Das Vitamin E, das in der Mandel steckt, schützt die Zellen des Körpers vor oxidativem Stress. Einige Inhaltsstoffe stärken allgemein das Immunsystem und wirken präventiv gegen Krebserkrankungen sowie Magen- und Darmbeschwerden. Dank des hohen Anteils an Ballaststoffen und der ungesättigten Fettsäuren ist der maßvolle Verzehr der Mandeln auch für eine Diät geeignet, denn sie regulieren den Appetit und sättigen schnell und anhaltend.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 576 Fettgehalt 49 g
Cholesterin 0 mg Natrium 1 mg
Kalium 705 mg Kohlenhydrate 22 g
Eiweiß 21 g Vitamin C 0 mg

Mandeln verfügen über einen hohen Nährwert, denn 100 Gramm enthalten circa 580 Kalorien. Sie sind zudem reich an Eiweiß, Mandelöl, Mineralstoffen, Vitaminen und Kohlehydraten, dafür enthalten sie allerdings wenig Zucker. Mandeln gehören zu den Lieblingszutaten der Veganer, denn mit fast 20 Prozent steckt etwa so viel Eiweiß darin wie im Mozzarellakäse. Die Haut, welche die Mandel umschließt, beinhaltet viele Antioxidantien und Ballaststoffe.

Mandeln bestehen aus hochwertigem Fett, welches dank der positiven Zusammensetzung den Stoffwechsel reguliert statt ihn zu belasten. Mandeln gehören außerdem zu den sehr guten Lieferanten für B-Vitamine, das Vitamin E und Beta-Carotin. Zudem bieten sie dem Körper doppelt so viel des knochenstärkenden Mineralstoffs Kalzium, wie es beim Joghurt der Fall ist und die doppelte Menge des blutbildenden Eisens wie es mageres Lammfleisch liefert. Zu den weiteren wertvollen Inhaltsstoffen gehören die Spurenelemente Zink, Fluor und Selen.

Unverträglichkeiten & Allergien

Die Mandel gehört zum Steinobst, denn sie ist der Kern einer Frucht. Ursprünglich stammt sie aus Asien, doch heutzutage wächst sie beispielsweise ebenso in Spanien, Italien und Amerika.

Da Mandeln schwer verdaulich sind, müssen sie gründlich gekaut werden, damit sie nicht so lange im Magen liegen und den Körper nicht nahezu ungenutzt wieder verlassen. Beim Kauf von süßen Mandeln befinden sich auch einzelne bittere Exemplare dabei.

Bis zu fünf Prozent gelten als unbedenklich, allerdings kann eine höhere Menge bei Kindern bereits lebensgefährlich sein. Zudem können sich in Mandeln, die schlecht gelagert wurden, Spuren von Aflatoxin, dem krebserregenden Schimmelgift, befinden. Die optimale Aufbewahrung ist daher sehr wichtig. Wer auf Salicylsäure, der natürliche Konservierungsstoff, überempfindlich reagiert, sollte keine Mandeln essen.

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Einkaufs- und Küchentipps

Mandeln mit Schale werden vorwiegend zur Weihnachtszeit angeboten. Bei einer kühlen, trockenen und dunklen Lagerung sind sie circa neun Monate haltbar. Beim Kauf kann der Schütteltest dabei helfen, zu erkennen, ob es sich um frische Mandeln handelt. Wenn die Kerne in den Schalen klappern, sind sie bereits alt und geschrumpft und sollten daher nicht gewählt werden.

Die harte Schale sollte trocken und unbeschädigt sein. Es ist ratsam, lose Kerne statt verpackter Ware zu kaufen. Der Grund hierfür ist: In den Verpackungen kann sich Feuchtigkeit bilden, die einen Schimmelpilzbefall begünstigt, wodurch das krebserregende Aflatoxin entsteht. Mandeln, die bereits zerkleinert sind, können ganzjährig erworben werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum, das der Kunststofftüte, in der sie sich meist befinden, aufgedruckt ist, sollte unbedingt beachtet werden. Werden angebrochene Packungen stets fest verschlossen, bleibt das Aroma sechs Monate erhalten. Bei einer unsachgemäßen Lagerung wird das Fett schnell ranzig, sodass die Mandeln ungenießbar werden.

Zubereitungstipps

Die Mandel ist zum Knabbern, zum Herstellen von Backwaren wie Marzipan sowie für Desserts gut geeignet. Die geröstete Mandel dient gern als Geschmacksträger. Sie passt beispielsweise sehr gut zu Fleisch- und Fischgerichten und harmoniert optimal mit frischen Salaten. Auch Desserts können damit garniert werden. Für Eiscreme werden sie ebenso gern verwendet. Für den Sport und die Schule ist die Mandel ein vitamin- und mineralstoffreicher Energiespender.

Gebrannte Mandeln sind vor allem auf den Weihnachtsmärkten eine beliebte knackige Süßigkeit. Verführerisch sind die karamellisierten Mandeln. In der Küche werden in erster Linie gemahlene, gehackte und gehobelte Mandeln verarbeitet. Damit können zum Beispiel Plätzchen und Kuchen gebacken werden. Auch ein Klassiker ist es, aus den Mandeln Nougat und Mandellikör herzustellen. Das delikate Mandelmus begeistert als Brotaufstrich. In der Kosmetik werden sehr gern die Öle der Mandel verwendet. Die pflegenden Substanzen sind in zahlreichen Pflegeprodukten enthalten und sorgen hier in erster Linie für einen samtigen Hautschimmer.

In der Mandelkleie reinigen die wertvollen Inhaltsstoffe die Haut und als Öl getrunken wirken sie leicht abführend. Die verschiedenen Vitamine, beispielsweise das Vitamin A, B und E, sowie die Öle haben in der Mandelmilch eine heilende und kühlende Wirkung, zum Beispiel bei leichten Schürfwunden oder einer trockenen Haut. In vielen Cremes sorgen die Mandelöle für eine straffere Haut.

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