Sonnenstich

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Ein Sonnenstich oder Insolation ist ein, häufig durch lang anhaltende und intensive Sonnenbestrahlung, Hitzeschaden. Dabei kann es zu starken Reizungen der Hirnhäute kommen, die sich unter der Schädeldecke befinden. Typische Symptome sind Übelkeit, Kopfschmerzen, ein heißer Kopf und Schwindel.

Inhaltsverzeichnis

Definition Sonnenstich

Bei einem Sonnenstich, Ictus solis, Heliosis oder Insolation entsteht ein Hitzeschaden, der zumeist durch eine intensive und lang anhaltende Sonnenbestrahlung von Hals, Nacken und Kopf hervorgerufen wird.

Insbesondere kommt es bei einem Sonnentsich zu Hirnhautreizungen, die in ihrer Folge für typische Beschwerden und Symptome sorgen.

Besonders Menschen und Kinder, die lange am Strand oder in der Natur der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, bekommen häufig einen Sonnenstich.

Auch Menschen mit heller Haut und geringem Haarwuchs, sowie ältere Menschen, erleiden häufiger einen Sonnenstich.

Ursachen für Sonnenstich

Wie bereits kurz angemerkt, ist die Ursache für einen Sonnenstich zumeist die direkte und lang anhaltende Bestrahlung des Kopfes, des Nackens oder des Halses durch die Sonne. Dabeo kommt es zu einer Reizung der Hirnhäute (Meningen), die sich unter der Schädeldecke befinden.

Besonders empfindlich sind ältere Menschen und Menschen mit wenig Haaren, die sich durch einen ungeschützten Kopf lange in der Sonne aufhalten. Dies kommt zumeist am Strand, im Freibad oder bei Sportaktivitäten vor. Ebenso erleiden Kinder, durch ihre vergleichsweise dünneren Schädelknochen und leichtem Haar häufiger einen Hitzeschlag.

Symptome

Krankheitsverlauf Sonnenstich

Sonnenstich

Im Verlauf eines Sonnenstichs setzen die typischen Symptome, wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Schwindel erst einige Stunden nach der intensiven Sonneneinstrahlung ein. In aller Regel verschwinden die Symptome und Beschwerden nach kurzer Zeit wieder von allein, wenn der Kopf durch Kühlung, Schatten oder Kopfbedeckung von der Sonne fern gehalten wird.

Dennoch kann es im Rahmen eines Sonnenstichs auch zu Komplikationen kommen. Vor allem starke Bewusstseinsstörungen oder gar Bewusstlosigkeit können vorkommen. Ebenso können in ganz schweren Fällen Hirnödeme entstehen, der im schlimmsten Fall zu einem Druckanstieg im Gehirn führt. Da es hierbei zu Atemstillstand, Krampfanfällen oder gar Koma kommen kann, ist die Behandlung durch einen Notarzt bzw. schnelle medizinische Hilfe anzuraten.

Bei kleineren Kindern kann ein Sonnenstich auch im schweren Verlauf zu einer Meningitis, als zur Hirnhautentzündung, führen. Um irreparable und lebensbedrohliche Folgen und Schäden zu vermeiden, sollte der Kopf immer vor einer langen und direkten Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Behandlung von Sonnenstich

Treten im Rahmen eines langes Sonnenbades die Symptome eines sehr heißen Kopfes, Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen auf, so ist zumeist von einem Sonnenstich auszugehen. Um mögliche Komplikationen und Hirnschäden auszuschliessen ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll.

Der behandelnde Arzt wird dann durch eine körperliche Untersuchung und Befragung andere Erkrankungen ausschliessen und einen Sonnenstich diagnostizieren. Die Behandlung bzw. Therapie eines Sonnenstich richtet sich dann nach dem Grad der Insolation.

Praktische Sofortmaßnahmen sind:

  • Verlegung des Betroffenen in den Schatten
  • Der Betroffene sollte mit Oberkörper und Kopf erhöht liegen
  • Nacken, Kopf und Hals wenn möglich durch kalte und feuchte Wickel oder Tücher kühlen
  • Bei Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit sofort einen Notarzt rufen

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Vorbeugung von Sonnenstich

Einem Sonnenstich kann man sehr gut vorbeugen. Besonders durch geeigneten Kopfschutz oder Sonnenschirm lässt sich meist schon ein Sonnenstich verhinden. Besonders Kinder sollten im Sommer immer eine Kopfbedeckung tragen. Aber auch der Nacken und Hals sollte nicht der ständigen Sonneneinstrahlung ausgeliefert sein. Viel Flüssigkeit und geringe körperliche Anstrengung sind ebenso hilfreich.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

onyx kommentierte am 26.04.2012 um 11:25 Uhr

Beim Golfen ist mir dies Teneriffa passiert. Erste Anzeichen waren: heisse Stirn und Schüttelfrost. Erste Maßnahmen: kalte Dusche und kalte Kopfwickel. Da die Temperatur am nächsten Tag noch bei 38 Grad lag, wurde ein Arzt gerufen, der mir eine Spritze verpasste. Nach 1 1/2 Tagen konnte ich zumindest wieder Frühstuecken, allerdings war der Harndrang nicht steuerbar. Mal schauen wie es morgen weitergeht.

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