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Depressionen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. März 2014
Symptomat.deSymptome Depressionen

Depressionen oder chronische Traurigkeit (lat. deprimere „niederdrücken“) ist ein Zustand psychischer Niedergeschlagenheit. Zugeordnet wird die Depression in der Psychiatrie den affektiven Störungen. Depressionen können aber auch im Zuge anderer Krankheiten auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Depressionen?

Depressionen sind psychische Zustände, die durch gravierend negative und herabgedrückte Stimmungen und Abneigung gegenüber jeder Art von Tätigkeiten gekennzeichnet sind. Depressive Menschen fühlen sich traurig, ängstlich, leer, hoffnungslos, hilflos, wertlos, schuldig, gereizt oder unruhig. Meist treten bei Depressionen viele dieser Anzeichen gleichzeitig auf und sind für die Betroffenen so belastend, das sie sich erkrankt fühlen und in ihrer Handlungsfähigkeit sehr stark eingeengt sind.

Depressive verlieren das Interesse an Tätigkeiten, erleben ihre Erfahrungen nur sehr schwach ausgeprägt und neigen oft zu Appetitlosigkeit oder zu übermäßigem Essen, konzentrieren sich stark auf ihre echten oder vermeintlichen Probleme und haben oft Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen. Depressionen können im Extremfall zu einem Selbstmordversuch und zu einem erfolgreichen Selbstmord führen.

Befugt zu einer professionellen Diagnose von Depressionen sind in Deutschland Fachärzte für Psychiatrie, die sich meist am internationalen Klassifikationssystem psychischer und anderer Erkrankungen ICD ausrichten. Um Depressionen zu diagnostizieren, müssen bestimmte Merkmale in bestimmter Ausprägung vorliegen. Stimmungsschwankungen müssen eine gewisse Stärke überschreiten und es müssen konkrete Indikatoren vorliegen, damit der Arzt eine Major Depression oder eine bipolare Störung (früher war hier der Begriff "manisch-depressive Episode" üblich) feststellen kann.

Ursachen für Depressionen

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt werden noch nicht alle Ursachen bei Depressionen von der Wissenschaft verstanden, da sie sehr komplex sind. Dennoch ist von einem Zusammenwirken verschiedener Ursachen auszugehen. Die hauptsächliche Rolle hierbei spielen biologische Faktoren, Faktoren der Entwicklungsgeschicht, kognitive Verarbeitungsmechanismen, sowie aktuelle Ereignisse.

Nach wie vor ist umstritten, ob die Depressionen in vielen Fällen eindeutig auf eine Stoffwechselstörung im Gehirn zurückführbar sind. Hierbei wird vermutet, dass Botenstoffe zum Informationsaustauch der Gehirnregionen nicht ausreichend aktiv werden können. Mediziner, die eher aus dem Bereich der Tiefenpsychologie oder der kognitiven Verhaltenstherapie kommen, gehen davon aus, dass Depressionen in vielen Fällen mit Lebensumbrüchen zusammenhängen oder über lange Phasen erlernt wurden.

Nach diesem Ansatz sind Depressionen ein Zeichen des psychischen Systems, dass Lebensbewältigung erst nach einer gewissen Ruhephase wieder wirksam werden kann. Bei diesem Ansatz von Therapie von Depressionen werden diese als notweniger Schritt gedeutet, um zu einer neuen Lebensgestaltung zu kommen.

Krankheiten mit Depressionen

Behandlung und Therapie von Depressionen

Infogramm zu den Ursachen und neuronalen Gründen für Depressionen. Bild anklicken, um zu vergrößern.

Von einer Selbstbehandlung muss abgeraten werden, da die Prozesse einer Depression zu vielfältig sind. Wichtige Behandlungsmöglichkeiten sind die Psychtherapie, die Verhaltenstherapie und der Einsatz von Antidepressiva Medikamenten. Damit können Depressionen heutzutage recht erfolgreich behandelt werden.

Je nach Ansatz werden zur Behandlung von Depressionen Psychopharmaka (Antidepressiva) oder Psychotherapie eingesetzt. Es gibt aber auch Experten von Depressionen, die je nach Situation eine Kombinations-Therapie aus Medikamenten mit Psychotherapie umsetzen. Die Psychopharmaka können bei Depressionen eine Veränderung der Botenstoff-Produktion im Gehirn veranlassen. Allerdings sind Psychopharmaka bei Depressionen nicht bei allen Patienten erfolgreich, worauf dann als weitere Therapie auch Elektrokrampftherapie (EKT) eingesetzt werden kann.

Psychotherapie bei Depressionen sorgt eher dafür, dass neue Verhaltensweisen im Umgang mit Lebensumbrüchen erlernt werden können. Diese Therapie ist langwieriger aber in vielen Fällen auch langfristig stabiler, weil neue Verhaltensweisen erlernt werden, die für zukünftige Depressionen einen Schutzwall aufbauen können.

Psychotherapie

Hierbei ist das Gespräch zwischen und Therapeut maßgeblich. Besonders geeignet sind Psychotherapeuten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten oder ärztliche Psychotherpeuten.

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Vorbeugung von Depressionen

Es ist schon lange bekannt, dass das Risiko von Depressionen teilweise vererbt wird.

Vorbeugung von Depressionen kann also sinnvoll sein, wenn in der Familie schon häufiger Selbstmorde oder schwere physische Erkrankungen vorlagen. Man würde in diesen Fällen schon vorbeugend eine kognitive Verhaltenstherapie ansetzen.

Hierbei lernen es die für Depressionen Anfällige zu einer umfassenderen Sicht auf ihre Arbeits- und Lebenssituation zu kommen. Depressionen können so vorgebeugt werden, dass den Betroffenen mehr Handlungsmöglichkeiten bereit gestellt werden.

Situationen, die oft zu Depressionen führen, werden einer Neubewertung zugeführt und sind damit eher zu bewältigen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Netti31 kommentierte am 30.12.2011 um 20:01 Uhr

Genauso gut kenne ich mich mit diesen Thema auch aus.
Es bestimmt meinen Alttag, was überhaupt nicht einfach ist. Ich bin mehr traurig, sehe in nichts mehr einen Sinn und habe absolut keine Hoffnungen mehr. Ich fühle mich aber auch sehr oft total leer, kraftlos und wertlos. Wenn mich Leute zur Begrüßung umarmen wollen, verstehe ich meist nicht warum sie das tun wollen. Einmal davon abgesehen, dass ich es nicht zulasse, da ich keine Nähe möchte und es nicht zulassen kann, weil ich immer wieder denke, dass ich es einfach nicht verdient habe. Warum auch? Ich wurde jetzt schon viele Male an Medikamenten umgestellt, aber das kann man meist vergessen. Ich habe jedes mal aufs Neue mit den Nebenwirkungen zu kämpfen. Und ich werde immer und immer wieder neu eingestellt. Was ich garnicht toll finde. Und mich ganz ehrlich gesagt auch sehr wütent macht. Liebe Grüße, Netti31

Anamaria Maja kommentierte am 05.11.2012 um 16:46 Uhr

Ich bin seit drei Jahren in Deutschland, deswegen entschuldigen sie bitte meine schriftlichen Fehler. Mir geht es sehr schlecht, ich traue mich nicht mit jemandem darüber zu reden. Ich habe viel im Leben erlebt, ich bin ein sehr positiver und starker Mensch, aber irgendwie bin ich zurückhaltend geworden. Ich kann nicht mehr mit meinem Schmerzen umgehen, ich mag den Satz "die Zeit heilt alle Wunden", aber es ist nicht so, wenn man ein ruhiges Leben führt. Ich habe in Deutschland meine Ruhe gefunden, aber jetzt kommt auf die Vergangenheit and die Oberfläche zurück. Ich bin misstrauisch, unzufrieden und habe kein Ziel mehr im Leben. Alles ist egal, alles unwichtig, ich habe selber gesehen, dass ich mich geändert habe, weil früher war ich sehr witzig und lustig. Das war immer so, jetzt rede ich kaum mit jemandem. Auf der Arbeit habe ich Distanz zu meinen Kollegen. Können sie mir bitte sagen, wie ich wieder so fröhlich werden kann, wie früher? Gibts da Möglichkeitein? Ich bedanke mich im Voraus.